Grundprinzipien: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 23. April 2019, 12:50 Uhr
Aus folgenden moralischen und methodischen Grundprinzipien definieren sich die neun Gesinnungen:
- Gut
- Als Gut kann angesehen werden, wer vorwiegend ohne Eigennutz handelt, Gnade walten lässt und Rücksicht nimmt. Das eigene Wohlergehen steht hinter dem anderer zurück, es besteht die Bereitschaft sich selbst Unannehmlichkeiten und Gefahren auszusetzen, um andere davor zu bewahren. Hauptsächlich liegt die eigene Motivation schlicht darin, etwas zum Besseren beitragen zu können, nicht etwa Belohnung oder Ruhm zu erlangen. Schwächen und Verfehlungen diesbezüglich sind meist gefolgt von Reue und Gewissenbissen und dem Bedürfnis nach Vergebung oder Wiedergutmachung. Es kann bedeuten, dass das eigene Verhalten von anderen als hilfsbereit, mitfühlend, liebevoll, wohltätig, würdevoll oder altruistisch beschrieben wird. Doch ein Streben nach einem höheren Wohl ist nicht unbedingt von Nöten, denn auch kleine und alltägliche Taten zählen.
- Böse
- Als Böse kann angesehen werden, wer meist auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und vor keinem Mittel zurückscheut, seine persönlichen Ziele zu erreichen. Egoismus, Gnadenlosigkeit und Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen prägen einen Großteil der Vorhaben und Handlungen, Gewissenlosigkeit und Gleichgültigkeit den Umgang mit deren Konsequenzen. Die negativen Auswirkungen des eigenen Handelns auf das Umfeld werden in Kauf genommen oder sind gar Motivation. Es kann bedeuten, dass das eigene Verhalten von anderen als kalt, korrupt, berechnend, grausam, erschreckend oder brutal beschrieben wird. Doch es muss kein Streben nach einem größeren Übel vorliegen, denn der unmittelbare Selbstzweck einer bösen Tat ist oftmals Sinn genug.
- Rechtschaffen
- Als Rechtschaffen kann angesehen werden, wer die Regeln, Traditionen und Gesetze seiner Gesellschaft, einer Organisation oder eines ähnlichen Umfelds schätzt, akzeptiert und sich nach ihnen richtet. Der Versuch sich bestmöglich in ein bestehendes System einzugliedern und aktiv oder passiv zu dessen Fortbestand und Stabilität beizutragen bestimmt meist das Handeln. Auch ein persönliches Streben nach Struktur und Konsistenz, unabhängig des gesellschaftlichen Umfelds, zeichnen dieses Prinzip aus. Es kann bedeuten, dass das eigene Verhalten von anderen als ehrenhaft, gehorsam, verlässlich, fatalistisch, starrsinnig, reaktionär oder pedantisch beschrieben wird. Zudem kann auch die Überzeugung der Existenz einer höheren kosmischen Ordnung oder eines vorbestimmten Schicksals ein Aspekt sein.
- Chaotisch
- Als Chaotisch kann angesehen werden, wer nach seinen eigenen Regeln lebt und handelt, sich nicht viel um von fremden Instanzen festgelegte Gesetze und Normen oder die Meinungen anderer kümmert. Eigene Wertvorstellungen und Ansichten werden über die anderer stellt. In gewisser Weise bestimmt Auflehnung gegen Fremdbestimmung oder ein vorherrschendes, regulierendes System das Handeln, und sei es lediglich durch Nichtbeachtung. Auch ein persönliches Streben nach Autonomie und Ungebundenheit, unabhängig des gesellschaftlichen Umfelds, zeichnen dieses Prinzip aus. Es kann bedeuten, dass das eigene Verhalten von anderen als freidenkend, spontan, unkompliziert, unzuverlässig, unberechenbar, anarchisch oder verrückt beschrieben wird. Zudem kann auch eine Weltanschauung des Zufalls, ohne regelnde und leitende Kräfte ein Aspekt sein.
- Neutral
- Als Neutral kann angesehen werden, wer bei keinem der zuvor genannten Punkte weder zum einen noch zum anderen tendiert, sei es aus Gleichgültigkeit, Unwissenheit, Überzeugung oder mangelnder Unterscheidungsfähigkeit.