Magieresistenzwurf: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 23. April 2019, 12:50 Uhr
Magieresistenz wirkt uneingeschränkt gegen alle magischen Effekte und kann sowohl Wesen als such Gegenständen und Gebieten zuteil sein. Sie tritt in Kraft bevor ein magischer Effekt seine Wirkung entfalten kann, weshalb der Magieresistenzwurf vor anderen Verteidigungswürfe, im Falle von Wesen, oder Resistenzwürfe, im Falle von Gegenständen, durchgeführt wird, und diese vielleicht hinfällig macht.
Der Zeitaufwand zur Durchführung eines Magieresistenzwurfes beträgt, wie auch bei anderen Resistenzwürfen [ 0 AP / spontan ] und beeinträchtigt nachfolgende Aktionen in keiner Weise. Der Schwierigkeitsgrad wird durch die Macht des betreffenden Effekts vorgegeben und der Probewert setzt sich denkbar einfach zusammen:
Probewert = *1W10* + Magieresistenz + Bonus
‒ AbzugZufall Resistenzwert Umstände
StörungenBasiswert
Gelingt der Magieresistenzwurf wird die Magie unterbunden, aufgehoben oder abgewehrt. Sollte der magische Effekt innerhalb des Einflussbereichs der Magieresistenz entstehen, kommt er bei einem gelungenen Magieresistenzwurf gar nicht erst zustande. Entsteht der Effekt anderenorts und überschneidet sich sein Wirkungsbereich lediglich mit dem der Magieresistenz, wird dieser Überschneidungsbereich von der Wirkung ausgenommen.
Misslingt der Magieresistenzwurf kann anschließend noch der eigentliche Verteidigungswurf
bzw. Resistenzwurf durchgeführt werden.
Beispiel: Kämpfer Akon steht unter der Wirkung des Gebets „Geringer Bannschild“, welches ihm eine Magieresistenz von 1 verleiht. Dies erscheint zwar auf den ersten Blick nicht viel, doch immerhin erlaubt es überhaupt die Durchführung eines Magieresistenzwurfes. Er stürmt auf einen feindlichen Goblinhexer zu und braucht noch einige Runden um diesen zu erreichen. Sein Gegner will ihn aufhalten und wirkt den Zauber „Schmieren“. Da er sicher gehen will den Kämper zu erwischen, wählt er ihn als Zentrum des Effekts aus. Die Macht des Zaubers und somit auch der SG des Magieresistenzwurf ist 8, Akons Wurf gelingt mit insgesamt 9. Da er das direkte Ziel der Magie war, kommt diese somit gar nicht erst zustande. Der verblüffte Goblin versucht es erneut mit dem gleichen Zauber, doch da er bemerkt hat, dass Akon irgendwie geschüzt ist, legt er das Wirkungszentrum diesmal auf die verbleibende Strecke zwischen ihm und dem Kämpfer. Doch erneut hat Akon Glück, sein Magieresistenzwurf ergibt eine 8, grade ausreichend. Zwar überzieht sich der Boden vor ihm mit glitschigem Schleim, doch durch die schützende Magie kann er ungehindert weiterlaufen. Der Hexer realisiert, dass es langsam gefährlich für ihn wird, doch immerhin ist Akon nun nahe genug für seinen stärksten Angriffszauber: Er entfesselt einen „Feuerball“. Akons Magieresistenzwurf resultiert in einer 4, ungenügend um den SG von 11 zu erreichen. Der Bannschild kann ihn nicht vor dem Feuerball beschützen. Der Kämpfer bemerkt dies grade noch rechtzeitig um sich zur Seite zu werfen. Sein Ausweichwurf um sich der Magie zu Entziehen ergibt eine 12, was immerhin den Schaden halbiert. Der Feuerball hat ihn an der Schulter gestreift und verbrannt. Akon rappelt sich wieder auf und kann dem flüchtenden Goblinhexer nun nachsetzen.
Ist der Magieresistenzwurf einmal gelungen, kann der selbe Effekt die Magieresistenz nicht mehr durchbrechen. Greift die Magieresistenz beispielsweise gegen eine individuelle magische Waffe, erfordert auch wiederholtes Zuschlagen keinen erneuten Wurf. Greift die Magieresistenz hingegen gegen einen bestimmten Zauber, kann der gleiche Spruch beim zweiten Versuch sehr wohl durchdringen, da es sich um einen neu geformten Effekt handelt. Dies gilt jedoch auch umgekehrt: Durchbricht ein Effekt die Magieresistenz, die von einer bestimmten Quelle verliehen wird, ist für den selben Effekt gegen genau diese Quelle kein Magieresistenzwurf mehr zulässig. In beiden Fällen obliegt es dem SL zu bestimmen, ab wann die erzielten Ergebnisse nichtig werden und erneute Probewürfe durchgeführt werden können bzw. müssen (z.B. nach einer Veränderung von Werten; nach einer bestimmten Zeitspanne).
Trifft ein Wesen mit Magieresistenz auf bereits wirkende Magie, wie beispielsweise einen Schutzzauber, überprüft der SL ob die Magieresistenz gegen den Effekt bestehen kann. Da der Effekt bereits manifestiert ist, wird der SG um +5 erhöht. Gelingt der Resistenzwurf, kann das Wesen den Effekt unbeeinflusst passieren oder gegebenenfalls sogar ganz außer Kraft setzen (SL-Entscheid). Gleiches gilt wenn bestehende Magie in den Einflussbereich von Magieresistenz eingebracht wird. Dann entscheidet der Resistenzwurf ob der Effekt durch den Kontakt mit der Magieresistenz beendet wird.
Beispiel: Theurg Lysander erforscht einen alten Tempel. Da er von Runen am Eingang gewarnt wurde, hat er ein Amulett aktiviert, das ihm temporär eine Magieresistenz von 10 verleiht. Dies stellt sich als weise Entscheidung heraus, denn als er einen Torbogen durchschreitet, löst er damit eine magische Falle aus: Ein gleißender Blitz fährt auf ihn hernieder. Diese magische Falle hat eine Macht (und somit auch einen SG) von 11, der Magieresistenzwurf ergibt eine 14. Knisternde Blitze züngeln zu allen Seiten, als das Amulett die Energie abwehrt. Lysander ist unverletzt. Die einmalige Falle zählt jedoch als ausgelöst und ihre Magie verfliegt.
Im nächsten Raum wird ein Durchgang von einer magischen Barriere versiegelt. Da die Barriere anders als die Blitzfalle zuvor nicht erst durch Lysanders unmittelbare Nähe ausgelöst wird, sondern bereits besteht, gilt hier die Erschwernis von +5, was dem Effekt einen stattlichen SG von 19 beschert. Mit einer gewürfelten 6 ergibt der Magieresistenzwurf zwar eine 16, diese ist jedoch nicht ausreichend um Lysander von dem Effekt auszunehmen. Er wird von der Barriere zurückgewiesen und kann nicht passieren. Ein erneuter Versuch ist momentan sinnlos, da sich sein Amulett bereits als wirkungslos gegen diesen Effekt erwiesen hat. Der SL hat entschieden, dass erst nach einem Monat, wenn die Gestirne ausreichend weit gewandert sind und andere magische Gegebenheiten herrschen, ein erneuter Versuch möglich wäre. Lysander hat jedoch nicht die Absicht so lange zu warten und versucht die Magie mit einem Zauber zu bannen...
Wenn nicht explizit erwähnt, so ist die Magieresistenz von Effekten wie „+1 auf alle Probewürfe“ oder „-1 auf alle Verteidigungswürfe“ nicht betroffen. Auch ist Magieresistenz aus verschiedenen Quellen nicht kumulativ, es gilt stets nur der stärkste Effekt. Daher ist als Formulierung meist „verleiht eine Magieresistenz von X“ zu finden. Ist der Effekt kumulativ zu bereits bestehender Magieresistenz, wird dies durch die Formulierung „erhöht die Magieresistenz um +X“ ausgedrückt.