Rechtschaffen Gut: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 23. April 2019, 12:50 Uhr
Die folgende Beschreibungen dieser Gesinnung ist lediglich eine idealisierte Interpretation, die als Richtlinie und Beispiel dienen soll. Ein Charakter muss daher natürlich nicht in allen Belangen mit diesen Ausführungen übereinstimmen, um dieser Gesinnung anzugehören. In der Regel genügen einige Gemeinsamkeiten unter Einhaltung der Grundidee um die Zuordnung angemessen zu rechtfertigen.
Für einen rechtschaffen guten Charakter ist eine gefestigte, starke Gesellschaft mit einer gut organisierten und gerechten Regierung Grundlage für das allgemeine Wohlergehen und gute Lebensbedingungen. Um diese zu sichern, müssen Gesetze erlassen und von allen gleichermaßen eingehalten werden. Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und gemeinschaftliche Hilfe, besonders für Schwächere, tragen die Gesellschaft und dienen zum Vorteil Aller. Mit fairen Lösungen muss versucht werden den größten Nutzen für die meisten Leute bei möglichst geringen Nachteilen zu erreichen. Jene, welche danach trachten diese Ordnung zu zerstören, durch ihr Tun andere gefährden oder schädigen und die Gesetze brechen, müssen aus der Gesellschaft entfernt oder eines anderen, besseren Handelns überzeugt werden, dies jedoch stets auf vertretbare Weise. Denn alle geltenden Gesetze, und somit auch Strafen für Vergehen gegen diese, müssen einer ethischen Hinterfragung standhalten. Tun sie das nicht, so fühlt sich der Charakter auch nicht an sie gebunden und wird vielleicht gegen sie und jene, die sie erlassen haben mit adäquaten Mitteln vorgehen. Drakonische Strafen oder unzumutbare Haftbedingungen wird der Charakter somit nicht unterstützen. Wird er mit einer neuen Form der Gesellschaft konfrontiert, etwa auf einer Reise, so wird er diese nach seinen ethischen Ansichten beurteilen. Kann er sie nicht damit vereinbaren, so wird er sich bemühen durch sein Verhalten und seine Taten zur Besserung des Systems beizutragen, was durchaus im Versuch einer Missionierung gipfeln kann. Jedoch ist nicht nur das Verhältnis zu Gesetz, Gesellschaft und Obrigkeit ausschlaggebend für eine solche Gesinnung. Auch ehrbare Traditionen und Dogmen, an die sich ein Charakter hält, oder die Mitgliedschaft in einer gerechten Organisation, deren Kodex er nachfolgt, können ein Grund für diese Gesinnung sein. Ein solcher Charakter ist ehrlich, tugendhaft, unbestechlich und verlässlich. Er hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. In keiner Weise sollte dies jedoch mit übertriebener Ernsthaftigkeit oder gar Humorlosigkeit gleichgesetzt werden.
- Beispiel: Ein rechtschaffen guter Charakter befindet sich am späten Abend in seinem Zimmer im ersten Stockwerk eines Gasthauses. Im Schein einer Kerze sitzt er an einem kleinen Tisch, in ein Buch vertieft. Geräusche aus der schmalen Gasse zwischen dem Gasthaus und dem Nachbargebäude lassen ihn aufhorchen. Er blickt aus dem Fenster und sieht wie dort unten im Halbdunkel ein Mann von zwei anderen brutal zusammengeschlagen wird. Der Charakter greift nach seiner Waffe, eilt sofort nach unten, ruft dem Wirt zu, er solle die Stadtwachen alarmieren, läuft in die Seitengasse und fordert die beiden Angreifer auf sofort einzuhalten und sich zu erklären. Er wird versuchen sie aufzuhalten, bis die Wachen da sind, notfalls mit dem Zücken der Waffe. Er wird zwar keinen Kampf provozieren, aber auch nicht tatenlos zusehen, wenn die Täter versuchen zu fliehen oder die schließlich eingetroffenen Stadtwachen Schwierigkeiten haben sollten. Ist es den Stadtwachen dann letztendlich gelungen, die Angreifer zu überwältigen, hilft er dem Opfer.