Edelmetalle
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Edelmetalle
Der Wert von Edelmetallen wird durch ihre Seltenheit und Reinheit, aber auch durch spezifische Eigenschaften bestimmt. Einem definierten Gewicht eines Edelmetalls einer definierten Reinheit kann so ein definierter regionaler Wert zugeordnet werden. Der Einfachheit halber sollte angenommen werden, dass sich dieser Wert zunächst nach regionalen Münzwährungen richtet, also ein bestimmtes Gewicht an Edelmetall eben mit Münzen, die (ausschließlich) aus eben diesem Metall geprägt sind aufgewogen werden kann. Regionale Unterschiede in Gewicht und Kaufkraft einer Münze können durch die Häufigkeit eines Metalls aber auch durch dessen Reinheit begründet sein. Münzmetall sollte die unreinste genutzte Form eines Edelmetalls sein.
Die zweite Reinheitsstufe, das Rein- oder Schmuckmetall, ist Edelmetall, dessen Wert bei gleichem Gewicht etwa doppelt so hoch ist. Es wird normalerweise zur Herstellung von Schmuckstücken, jedoch auch zur Verzierung von Waffen und Rüstungen sowie für Ornamente in Tempeln und Palästen eingesetzt. Der Unterschied zu Münzmetall ist in der Regel aufgrund von Glanz und Farbe offensichtlich. Währungssysteme, die nicht auf Münzen aus Edelmetall basieren sondern auf Papiergeld o. ä. nutzen in der Regel Schmuckmetalle als Währungssichernde staatliche Rücklagen. In sehr seltenen Fällen kann man Edelmetalle dieser Reinheit auch in der Natur finden. Auch andere Metalle können in dieser Reinheitsstufe Verwendung finden. So kann „guter Stahl“ preislich in diese Kategorie eingeordnet werden.
Die dritte und höchste Reinheitsstufe sind die Reinstmetalle. Sie sind bei gleichem Gewicht etwa dreimal so teuer wie Münzmetalle. Sie werden normalerweise ausschließlich für alchimistische Zwecke und als Materialkomponenten in der Magie verwandt. Der Unterschied zu Reinmetallen ist optisch nur für Experten ersichtlich, in den Eigenschaften jedoch so entscheidend, dass sich der höhere Wert für die genannten Zwecke durchaus rechtfertigt. Das Erreichen dieser Reinheitsstufe dürfte aufgrund des naturwissenschaftlichen Standards in den meisten Spielwelten ausschließlich durch entsprechende Magie möglich sein.
Die Übergänge zwischen den Reinheitsstufen sind natürlich fließend. Es werden eben im Bereich der genannten Wert-Faktoren die zugehörigen Reinheitsbegriffe verwendet. Es ist also auch eine Variation der Faktoren möglich, sodass ein Juwelier Gold mit 2,5-fachem Wert als besonders exquisites Schmuckmetall anpreisen könnte.
Der Preis des Erzes eines Metalls richtet sich ganz nach dem Gehalt der gewünschten Metallverbindungen. Edelmetalle kommen auch in gediegener Form vor, benötigen dann also kaum Aufarbeitung nebst Waschen um als Münzmetall verwendet werden zu können. Natürlich werden sich Minenbesitzer und Zwischenhändler auch eine Gewinnspanne vorbehalten, was der SL bei der Bestimmung des Werts eines Erzes im Hinterkopf behalten muss. So dürfte der Wert von gefördertem Erz allerhöchstens halb so groß sein, wie der Wert des Gewichts des resultierenden Metalls. Die Wertschöpfung kommt dann durch die Verarbeitungs- und Handelskette zustande. Ähnlich ist auch die Preissteigerung der verschiedenen Reinheitsstufen begründet. Der Prozess der Reinigung ist zeitaufwendig und teuer, was den Preis in die Höhe treibt. Auch hier wird natürlich allen Beteiligten eine Gewinnpanne bleiben.