Herstellung von Gegenständen
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Verkaufspreis und Herstellungskosten
Generell gilt: Verkaufspreis des Händlers = 100% des Listenpreises (z.B. Standardmäßig 15 GM für Langschwert) Ankaufspreis des Händlers vom Hersteller = etwa 60-80% des Verkaufspreises Herstellungskosten = etwa 50% des Ankaufspreises = etwa 30-40% des Verkaufspreises
Die Preise werden natürlich noch von persönlichen Beziehungen oder eventuellen Vergünstigungen zwischen Hersteller, Händler und Kunde beeinflusst. Die Herstellungskosten implizieren die Materialkosten sowie eventuelle Bezahlung von Arbeitskräften. Damit ergibt sich für den Hersteller eine Wertschöpfung von bis zu 100%, was in der Regel die Existenz sichern dürfte. Dabei muss natürlich beachtet werden, dass beispielsweise ein Schmied für ein normales Langschwert nicht 15 GM sondern nur 9 bis 12 GM bekommt. Von diesen Einnahmen sind in diesem Beispiel die Kosten von 4,5 bis 6 GM zu decken. Der effektive Verdienst an diesem Schwert variiert also zwischen 3 und 7 GM. Ein Händler hat eine Gewinnspanne von 25-60% im Bezug auf den Ankaufspreis. (Ankauf für 6 GM, Verkauf für 10 GM, Gewinn 4 GM = 60% von 6 GM bzw. Ankauf für 8 GM, verkauf für 10 GM, Gewinn 2 GM = 25% von 8 GM). Natürlich obliegt es dem Händler auch Preise über dem Listenpreis zu verlangen und so die Gewinnspanne zu vergrößern. Verkauft der Hersteller seine Waren selbst, zum normalen Listenpreis, kann er seinen Verdienst zwar um einiges steigern, dafür dürfte jedoch der Absatz sinken, da ein Händler einfach mehr Kunden erreicht und vor allem wohlhabende Kunden selten den Weg in eine Schmiede finden werden. Der Hersteller geht somit das Risiko ein gar nichts zu verdienen, während er mit dem Verkauf an einen Händler eine sichere Einnahmequelle hat.
Bei qualitativ besonderen Gegenständen steigen zwar die Materialkosten, aber auf keinen Fall in gleichem Maße wie der Verkaufswert. Oft wird mehr Ausgangsmaterial als üblich benötigt, da auch mehr Ausschuss anfällt, so z. B. blättert beim mehrmaligen Falten einer Klinge auch deutlich mehr Metalloxid ab, das ohne fachgerechte Aufarbeitung nicht wieder verwandt werden kann. Die Qualitätsbezeichnung "Gut" bietet sich für besonders prächtig verzierte Waffen an um Kosten und Zeitaufwand zu bestimmen. So werden Verzierungen einen Großteil der Kosten ausmachen, wenn Gold, Silber und Edelsteine verwandt werden. Vor allem Edelsteine können durch ihren Einkaufswert den Preis einer verzierten Waffe in schwindelerregende Höhen jenseits der rechnerischen Ergebnisse des Qualitätsstandards treiben. Generell ist die Preissteigerung bei Qualitätsarbeiten hauptsächlich ein Produkt der höheren Arbeitszeit, des Risikos, dass die Waffe nicht wie gewünscht gelingt und damit die Zeit verschwendet war und natürlich noch ein gewisser Luxusaspekt, den diejenigen, die es sich leisten können, auch gerne bezahlen um in den Besitz eines besonderen Schwertes zu kommen.
Regeln zur Herstellung
Für Waffen sind Modifikatoren für Herstellungsdauer und Wert bei verschiedenen Qualitätsstufen gegeben (→). Die Herstellung besonderer Qualität ist jedoch stets auch mit einer Erschwernis im Probewert verbunden. Ein Missklingen kann wie folgt interpretiert werden: Möchte beispielsweise ein Schmied eine „hervorragende Waffe“ (Probewert -4) herstellen und der Probewurf misslingt, so ist die beste Qualität, die daraus resultieren kann um eine Kategorie schlechter als das, wofür der Wurf eigentlich ausgereicht hätte.
Ein Beispiel: Der effektive Fertigkeitswert beträgt 13, das Ziel „hervorragender“ Qualität reduziert den Probewert auf 9 1) Der Probewurf ergibt 9 und ist damit gelungen → Waffe ist von „hervorragender“ Qualität 2) Der Probewurf ergibt 11 und ist damit nicht gelungen, mit -2 für „sehr gut“ wäre es gelungen → Waffe ist von „guter“ Qualität 3) Der Probewurf ergibt 12 und ist damit nicht gelungen, mit -1 für „gut“ wäre es gelungen → Waffe ist von „normaler“ Qualität 4) Der Probewurf ergibt 13 und ist damit nicht gelungen, mit ±0 für „normal“ wäre es gelungen → Waffe ist von „schlechter“Qualität, die genauen Auswirkungen legt der SL fest (siehe „Qualität von Gegenständen“, von höherem Bruchrisiko sollte abgesehen werden, da die negative Probewertdifferenz 0 beträgt). 5) Der Probewurf ergibt 15 und ist damit nicht gelungen, mit +2 für „schlecht“ wäre es gelungen → Waffe kann bereits bei einer 3 beim Angriffswurf zerbrechen (→). Ein noch höherer Wurf resultiert in noch größerer Empfindlichkeit und weiteren negativen Resultaten nach Ermessen des SL.
Misslingt der Wurf kann die benötigte Zeit halbiert und ein Teil der Kosten eingespart werden (Lohn und Betriebskosten für diese Zeit und bei Aufgabe des Produkts und teilweise wieder verwendbarem Ausgangsmaterial eben dieses). Dies soll verhindern, dass stets perfekte Qualität angestrebt wird und dann trotz Misslingen hochwertigste Waffen das Ergebnis sind. So muss sich ein Schmied ein definitives Ziel setzen und zieht auch einen Nachteil daraus, wenn er nicht schafft dieses zu erreichen.
Analog zu Waffen kann diese Regelung auch für andere Gegenstände angewandt und angepasst werden.