Seishime (Naturgeist)

Aus IUNA-RPG
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/todo/

Beschreibung und Hintergrund

Zuordnung: souveräner Schattengeist

Gesinnung: Absolut Neutral

Weitere Namen und Titel: Orakel des Abgrunds; Das Schwarze Auge; wörtlich: „Auge der Stille“

Beschreibung: Die Hüter des Anchū Shudoin beschreiben den dort ansässigen Schattenkami als eine hochgewachsene, schemenhafte Gestalt, in wallende schwarze Gewänder gehüllt. Unter ihrer tief sitzenden Kapuze prangt ein einzelnes, lidloses, schwarzes Auge, dessen Blick jedwede Illusion und Lüge sowie Raum und Zeit durchdringt. Trotz dieser düsteren Erscheinung ist Seishime den Sterblichen zugewandt und über die Grenzen der Region hinaus als aufrichtiges Orakel bekannt. Man sucht den Schrein insbesondere auf, um in dunklen und scheinbar ausweglosen Lebensphasen den richtigen Weg gewiesen zu bekommen oder um in unsicheren Zeiten einen Blick auf die Zukunft zu erhaschen. Auch vermag Seishime große und kleine Wahrheiten offen zu legen und so Hilfe bei wichtigen Entscheidungen oder der Selbstfindung zu bieten. Hierbei darf man jedoch keine Empathie oder Milde erwarten, die Prophezeiungen des Schattengeistes sind stets geradeheraus und unverblümt, vielleicht auch mal verstörend. So mancher Pilger ist schon an unliebsamen Offenbarungen zerbrochen und setzte seinem Leben im dunklen Abgrund des Allerheiligsten ein jähes Ende. Jedoch selbst derart dramatische Ereignisse scheinen Seishime nicht zu erschüttern, alleine Respektlosigkeit und mangelnde Ehrerbietung können das sonst so ruhige und stoische Gemüt Seishimes erzürnen. Dann bekommen etwaige Frevler zu spüren, welche furchterregenden Geheimnisse die Schatten bereit halten. Auch sieht Seishime es nicht gerne, wenn sein Rat ausgeschlagen, seinen Weisungen nicht Folge geleistet wird, zeigt sich jedoch nur in besonders schweren Fällen nachtragend.

Heimstatt und Anhänger: Der Anchū Shudoin, der Verborgene Schrein, liegt etwa 75 Meilen nördlich der Großstadt Okiga, inmitten des Fuchi Mori. Der dichte Wald ist von tiefen Gräben und Abgründen durchzogen, die ein zielstrebiges Reisen schier unmöglich machen. Alleine Dank der die zahlreichen kleinen und großen Seilbrücken kann das uralte Gehölz überhaupt durchquert werden. Dennoch ist schon so mancher Wanderer jenseits der üblichen Pfade spurlos verschollen. Der Schrein selbst liegt ziemlich genau im Zentrum des Waldes, auf einem natürlichen Gesteinsplateau vor einer dunklen Felsspitze. Eine langgezogene, flache Treppe, teils gemauert, teils natürlichen Ursprungs führt vom Wald hinauf zum schwarzen Torbogen, welcher den Eingang zum Schreingelände bewacht. Hier wurde einst eine große, ebene Terrasse angelegt, auf welcher die Nebengebäude des Schreins, Wohn- und Lagerhäuser für die betreuenden Familien Uraimi und Eshuba, stehen. Der Schrein selbst befindet sich in der Felsspitze, welche die umgebenden Gebäude überragt und eine enorme Höhle beherbergt. Der Eingang ist eine große Öffnung im grauen Gestein, welche die Form eines gestreckten, symmetrischen Dreiecks beschreibt, an dessen natürlicher Perfektion noch nie Menschenhand angelegt wurde. Ausnahme sind die massiven Torflügel aus dunklem Holz, die nur mit der vereinten Kraft mehrerer Schreinwächter bewegt werden können, jedoch meist offen stehen. Im Inneren sind die Wände bedeckt mit uralten, teils primitiv anmutenden Symbolen und Schriftzeichen – hinterlassen von Anhängern längst vergessener Kulte, welche diesen Ort schon jeher als heilig erachteten. Im Inneren der gewaltigen, gewölbegleichen Höhle ist es finster und es herrscht absolute Stille. Der hintere Teil der Höhle fällt steil ab und verliert sich in unergründlicher Tiefe. Auf einem schmalen Überhang direkt am Abgrund steht der Altar des Schattenkami – ein dreieckiger Monolith auf dem das Auge Seishimes prangt, ein Symbol so alt wie die frühesten Höhlenmalereien und so schwarz wie der Abgrund dahinter. In diesen wirft man nicht nur Opfergaben, die lautlos vom Dunkel verschlungen werden, sondern ein schwindelerregender Blick in die Tiefe ist auch notwendig, um Seishimes wortlose Omen und Weisungen zu erkennen. Hier im Allerheiligsten zu sprechen oder ein Licht zu entzünden, gilt als unverzeihlicher Frevel, man betet in Dunkelheit und Stille. Selbst auf der Terrasse des Schreins ist lautes Rufen, Schreien oder gar Lärmen untersagt, ein verbindliches Schweigegebot gibt es jedoch nicht. Harmonische Klänge spielen sogar eine bedeutende Rolle in den Zeremonien zu Ehren Seishimes. Denn um sich der Stille bewusst zu werden, brauche es zunächst einen kontrastierenden Klang. So wird beispielsweise auch bei der Meditation und Kontaktaufnahme zu Seishime eine Klangschale sanft angeschlagen. Im ersterbenden harmonischen Klang, so heißt es, könne man dann die Stimme Seishimes vernehmen.


Verliehene Kräfte

Gebete und Manifestationen

Grad I Grad II Grad III Grad IV Grad V Grad VI Grad VII Grad VIII
Kontakt Düstere Zuflucht Verteidigung Tabu Angriff Ratschlag Terror Beschwörung
Dunkelheit Schattenbindung Dunkle Scherben Weissagung Abstinenz Rückruf -- --
Dunkler Strahl Stille Eid der Verschwiegenheit Woge des Gleichgewichts Verborgene Runde -- -- --
Flüstern Vorahnung Omen -- -- -- -- --
Schrecken -- -- -- -- -- -- --

Angriff: „Seishimes Schwarzes Auge“          
Grad: V Zyklenreferenz: Dunkelheit; Präsenz
SG / Macht: 20 / 20 Kosten: 10 MP
Reichweite: [Rang × 2] m Komponenten: G, M (Paktfokus)
Zeitaufwand: 4 AP / +12 Wirkungsbereich: ein Wesen
Wirkungsdauer: augenblicklich Verteidigung: [0% | 75% A | 25% K]
Mit Vollendung dieser Anrufung manifestiert sich das Symbol von Seishimes Schwarzem Auge vor der ausgestreckten Handfläche des Anwenders und zieht den Blick eines Wesens in bis zu [Rang × 2] Metern Entfernung auf sich. Misslingt der Verteidigungswurf, erleiden dieses 6W8 Schadenspunkte durch Psyche und ist für 1W4+1 Runden benebelt ⟪1⟫. Je 5 Fehlpunkte wird die Dauer um 1W4+1 Runden verlängert. Solange dieser Zustand anhält, ist der Gegner zudem nicht zur sinnvollen Kommunikation mit anderen fähig, verbale Komponenten zum Wirken von Magie sind dadurch allerdings nicht beeinträchtigt.
Erweiterung: Schaden +1 (3 EP); ein weiteres Ziel (15 EP)
Rückschlag: Bei Manifestationen gibt es normalerweise keinen Rückschlag. Ein erfolgreicher Konter kann das Intervall bis zur nächsten möglichen Anrufung um 1 Runde je 5 EP verlängern.
Leitprinzip: Offensiv
Arkane Referenz: Astralmagie (Kontrolle); Beschwörung (Inkarnation); Edlennas

Verteidigung: „XXX“          
Grad: III Zyklenreferenz: Bann; Schutz
SG / Macht: 17 / 17 Kosten: 8 MP
Reichweite: unmittelbar Komponenten: W, G, M (Paktfokus)
Zeitaufwand: 2 AP / +6 Wirkungsbereich: Anwender
Wirkungsdauer: [Rang × 5] Runden Verteidigung: --
Beim Wirken dieser Anrufung erscheint das schimmernde Geweih des weißen Hirsches für wenige Augenblicke über dem Anwender und schwindet dann zu einem fahlen, kleineren Abbild seiner selbst, welches für die Wirkungsdauer das Haupt des Anwenders krönt. Diese Krone des Silberwalds verleiht ihm für [Rang × 5] Runden eine Magieresistenz von 7, und schützt den Anwender so vor jedweder Magie. Er kann diesen Effekt auch vor Ablauf der Wirkungsdauer jederzeit freiwillig beenden, etwa um positive magische Wirkungen zuzulassen.
Erweiterung: Wirkungsdauer +1 Runde (1 EP); Magieresistenz +1 (10 EP)
Rückschlag: Bei Manifestationen gibt es normalerweise keinen Rückschlag.
Leitprinzip: Defensiv
Arkane Referenz: Bannmagie (Prävention); Beschwörung (Inkarnation); Ninquenas; Traummagie (Realität)

Beschwörung (to do)


Paktfokus

Um ein Bündnis mit Seishime einzugehen, durchläuft der Schamane eine mehrtägige Initiationszeremonie, bei der er unter anderem eine Tätowierung von Seishimes schwarzem Auge erhält. Schließlich muss er das Allerheiligste betreten und sich alleine dem Blick Seishimes stellen – dem Blick in das eigene Selbst, des Schleiers der Selbsttäuschung und eigener Illusionen beraubt, die ungetrübte Wahrheit über alle Fehlbarkeit, Schwächen und Mängel, ein Blick, dem wahrlich nur wenige standzuhalten vermögen. Diese Prüfung kann sich über Tage hinziehen, in denen die Tore zum Schrein versiegelt bleiben und Pilger abgewiesen werden. Der Schamane verlässt die Höhle entweder erfolgreich, meist als veränderte Person, oder gar nicht mehr. Nach bestandener Prüfung dient die Tätowierung als Paktfokus und somit auch als materieller Fokus für einige Gebete und alle Manifestationen in diesem Bündnis. Zudem gewährt der Paktfokus besondere Kräfte, anhängig vom erreichten Bündnisrang, die als mystische Gaben gelten.
  • Rang 2: {Suchen} +1
  • Rang 4: {Suchen} +3
  • Rang 6: Rüstungsschutz +2
  • Rang 8: „Mystische Macht“ (1 × täglich) – Reichweite, Wirkungsbereich oder Wirkungsdauer eines Effekts aus diesem Bündnis können spontan beim Wirken um +75%, oder dessen Wirkungsstärke um +25% erhöht werden. Die Anpassung wird nach dem Einsatz von Erfolgspunkten vorgenommen.
  • Rang 9: „Spirituelle Inspiration“ (1 × täglich) – Durch Berührung können 2W4 MP aufgefrischt werden, egal welche Art und Methode der Magie das berührte Wesen beherrscht (Zeitaufwand: [3 AP / +9]). Der Charakter kann dies auch auf sich selbst anwenden und somit seine tägliche Auffrischung erheblich beschleunigen.
  • Rang 10: „Avatar des Schwarzen Auges“ (1 × wöchentlich) – Für [3W4 + PE-Ch] Runden sind alle Magieproben für Effekte aus diesem Bündnis bevorzugt und können nicht durch Antimagie unterbrochen oder unterbunden werden. Ihre MP-Kosten sowie ihr Aufwand werden halbiert (aufgerundet), wobei sich die Aktionsinitiative nicht ändert. Solange der Effekt wirkt, ist das Anrufungs-Intervall ausgesetzt, es kann jedoch auch kein anderes Bündnis genutzt werden. Einmal ausgelöst kann der Charakter diesen Zustand nicht vorzeitig verlassen. Nach Ende des Effekts darf Jiébái Zhǔ für 24 Stunden nicht mehr angerufen werden (Zeitaufwand: [4 AP / ±0]).