Dogmen und Gebote
Die Dogmen und Gebote einer Höheren Macht sind die Interpretation der Ideologie durch ihre Anhängerschaft und deren Umsetzung in konkrete Regeln und Richtlinien. Dabei handelt es sich allerdings um ein Ideal, das selbst von den Anhängern, von denen die Höhere Macht zurecht mehr erwartet als von normalen Gläubigen, nur selten in vollem Umfang erfüllt wird. Doch ist es vor allem das konsequente und motivierte Streben nach diesem Ideal, das die Höhere Macht über sterbliche Fehlbarkeiten hinweg sehen lässt. Würden nur jene als Anhänger in Frage kommen, welche die Dogmen und Gebote bereits in Perfektion verinnerlicht hätten, gäbe es wohl keine Priester in der Welt. Das Verleihen göttlicher Gaben ist stets als Handreichung zu sehen, als vorgestreckte Belohnung für Treue und den Versuch die Dogmen und Gebote nach bestem Können und Gewissen zu befolgen. Manches erweist sich nunmal in der Theorie deutlich einfacher, als in der Praxis und grade die Vorbildfunktion für andere lässt in jungen Anhängern oftmals Selbstzweifel aufkeimen. Doch durch festen Glauben können auch solche Krisen überwunden werden und mit Hilfe der Richtung, welche durch die Dogmen und Gebote gewiesen wird, nähert man sich dem Ideal an und kann schließlich über sich hinaus wachsen.
Befindet sich ein Anhänger höherer Mächte unter den SC, sollte der SL die Erwartungshaltung bezüglich der Dogmen und Gebote stets am Umfang seiner klerikalen Kräfte bemessen. Die grundsätzlichen Lehren des Glaubens sollten bei solchen Charakteren zwar sowieso immer sichtbar bleiben, doch je mehr Macht ihm verliehen wurde, desto mehr wird von ihm die spezifische Einhaltung der Regeln und die Befolgung der Richtlinien erwartet. Da die Rückgewinnung verbrauchter klerikaler Magiepunkte von der Selbstwahrnehmung des Charakters abhängt und dieser sich des Ideals, das er anstreben sollte, wohl bewusst ist, bieten die verschiedenen Auffrischungsstufen eine gute Möglichkeit der unvollständigen Befolgung der Dogmen und Gebote gerecht zu werden, ohne gleich gravierendere Einschränkungen zu verhängen.