Zeichnen (Spezialisierung): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Ob als renommierte Künstlerin, akribischer Architekt oder forensischer Zeichner – Diese Spezialisierung stellt die durch stete Übung kultivierte Kompetenz dar, Ideen und Motive zeichnerisch zu erfassen und zu Papier zu bringen. Die Grenze zur [[Malen (Spezialisierung)|Malerei]] wird dadurch gezogen, dass beim Zeichnen keine feuchten Farben zum Einsatz kommen, sondern mit Kohle, Kreide, Tinte oder Tusche auf Papyrus oder Papier gearbeitet wird. Mit präziser Schraffur, geschickter Linienführung und verschiedenen Nuancierungen wird so die Illusion von Körperlichkeit, Textur, Licht und Schatten erschaffen. Darüber hinaus impliziert '''Zeichnen''' auch die Kenntnis verschiedener Stile, Werke und Epochen der Kunstgeschichte in diesem Bereich.<br> | + | Ob als renommierte Künstlerin, akribischer Architekt oder forensischer Zeichner – Diese [[Spezialisierung]] stellt die durch stete Übung kultivierte Kompetenz dar, Ideen und Motive zeichnerisch zu erfassen und zu Papier zu bringen. Die Grenze zur [[Malen (Spezialisierung)|Malerei]] wird dadurch gezogen, dass beim Zeichnen keine feuchten Farben zum Einsatz kommen, sondern mit Kohle, Kreide, Tinte oder Tusche auf Papyrus oder Papier gearbeitet wird. Mit präziser Schraffur, geschickter Linienführung und verschiedenen Nuancierungen wird so die Illusion von Körperlichkeit, Textur, Licht und Schatten erschaffen. Darüber hinaus impliziert '''Zeichnen''' auch die Kenntnis verschiedener Stile, Werke und Epochen der Kunstgeschichte in diesem Bereich.<br> |
Normalerweise steht bei dieser [[Spezialisierung]] die praktische Anwendung im Vordergrund. '''Zeichnen''' wird dazu mit der [[Fertigkeit]] „[[Gestalten (Fertigkeit)|Gestalten]]“ eingesetzt. [[GE-Präzision]] dient als [[Bezugsattribut]], um der feinhandwerklichen Arbeit gerecht zu werden. Sollte es jedoch darum gehen, künstlerische Inspiration für ein neues Werk zu erlangen oder ein fremdes Werk zu interpretieren, kann stattdessen [[WA-Intuition]] als [[Bezugsattribut]] herangezogen werden.<br> | Normalerweise steht bei dieser [[Spezialisierung]] die praktische Anwendung im Vordergrund. '''Zeichnen''' wird dazu mit der [[Fertigkeit]] „[[Gestalten (Fertigkeit)|Gestalten]]“ eingesetzt. [[GE-Präzision]] dient als [[Bezugsattribut]], um der feinhandwerklichen Arbeit gerecht zu werden. Sollte es jedoch darum gehen, künstlerische Inspiration für ein neues Werk zu erlangen oder ein fremdes Werk zu interpretieren, kann stattdessen [[WA-Intuition]] als [[Bezugsattribut]] herangezogen werden.<br> | ||
| − | Für das freie Anfertigen eines Werkes wird üblicherweise eine [[Fertigkeitsprobe]] gegen einen [[unbestimmter SG|unbestimmten SG]] ausgeführt. Der resultierende [[Probewert]] entscheidet dann gemäß der üblichen Richtlinien darüber, wie gut, präzise und ausdrucksstark das Kunstwerk letztendlich gelungen ist. Soll ein konkretes Motiv möglichst realitätsgetreu erfasst werden, oder gilt die Erwartungshaltung eines Auftraggebers zu erfüllen, kann die [[SL]] vorab einen [[SG]] festlegen, der mindestens erreicht werden muss, um erfolgreich zu sein. <br> | + | Für das freie Anfertigen eines Werkes wird üblicherweise eine [[Fertigkeitsprobe]] gegen einen [[unbestimmter SG|unbestimmten SG]] ausgeführt. Der resultierende [[Probewert]] entscheidet dann gemäß der üblichen Richtlinien darüber, wie gut, präzise und ausdrucksstark das Kunstwerk letztendlich gelungen ist. Soll ein konkretes Motiv möglichst realitätsgetreu erfasst werden, oder gilt es die Erwartungshaltung eines Auftraggebers zu erfüllen, kann die [[SL]] vorab einen [[SG]] festlegen, der mindestens erreicht werden muss, um erfolgreich zu sein. <br> |
Die Qualität der verwendeten Materialien, also Schreibzeug und Papier kann als situativer Modifikator Einfluss auf den [[Probewert]] nehmen und das Ergebnis entsprechend um bis zu ±3 verbessern oder verschlechtern.<br> | Die Qualität der verwendeten Materialien, also Schreibzeug und Papier kann als situativer Modifikator Einfluss auf den [[Probewert]] nehmen und das Ergebnis entsprechend um bis zu ±3 verbessern oder verschlechtern.<br> | ||
Ist hingegen theoretisches Fachwissen gefragt, etwa um den historischen Kontext eines Werkes zu beleuchten oder es im Zusammenhang des Gesamtwerkes eines Künstlers einzuordnen, kann '''Zeichnen''' auch mit der [[Fertigkeit]] „[[Gesellschaft (Fertigkeit)|Gesellschaft]]“ kombiniert werden. Dann ist [[IN-Wissen]] das maßgebliche [[Bezugsattribut]]. Hierbei kann die [[Spezialisierung]] {[[Geschichte (Spezialisierung)|Geschichte]]} als Richtlinie für die Bedeutung möglicher [[Schwierigkeitsgrad|Schwierigkeitsgrade]] und die Nutzung etwaiger [[Erfolgspunkte]] herangezogen werden. | Ist hingegen theoretisches Fachwissen gefragt, etwa um den historischen Kontext eines Werkes zu beleuchten oder es im Zusammenhang des Gesamtwerkes eines Künstlers einzuordnen, kann '''Zeichnen''' auch mit der [[Fertigkeit]] „[[Gesellschaft (Fertigkeit)|Gesellschaft]]“ kombiniert werden. Dann ist [[IN-Wissen]] das maßgebliche [[Bezugsattribut]]. Hierbei kann die [[Spezialisierung]] {[[Geschichte (Spezialisierung)|Geschichte]]} als Richtlinie für die Bedeutung möglicher [[Schwierigkeitsgrad|Schwierigkeitsgrade]] und die Nutzung etwaiger [[Erfolgspunkte]] herangezogen werden. | ||
Aktuelle Version vom 28. August 2026, 00:49 Uhr
| Kategorie: Kunst |
Zuordnung: | SW 1-3 allgemein SW 4-10 allgemein |
| Bezugsattribut: GE-Präzision, WA-Intuition | ||
| Komplexität: 5 | Assoziierte Fertigkeiten: Gestalten | |
Ob als renommierte Künstlerin, akribischer Architekt oder forensischer Zeichner – Diese Spezialisierung stellt die durch stete Übung kultivierte Kompetenz dar, Ideen und Motive zeichnerisch zu erfassen und zu Papier zu bringen. Die Grenze zur Malerei wird dadurch gezogen, dass beim Zeichnen keine feuchten Farben zum Einsatz kommen, sondern mit Kohle, Kreide, Tinte oder Tusche auf Papyrus oder Papier gearbeitet wird. Mit präziser Schraffur, geschickter Linienführung und verschiedenen Nuancierungen wird so die Illusion von Körperlichkeit, Textur, Licht und Schatten erschaffen. Darüber hinaus impliziert Zeichnen auch die Kenntnis verschiedener Stile, Werke und Epochen der Kunstgeschichte in diesem Bereich.
Normalerweise steht bei dieser Spezialisierung die praktische Anwendung im Vordergrund. Zeichnen wird dazu mit der Fertigkeit „Gestalten“ eingesetzt. GE-Präzision dient als Bezugsattribut, um der feinhandwerklichen Arbeit gerecht zu werden. Sollte es jedoch darum gehen, künstlerische Inspiration für ein neues Werk zu erlangen oder ein fremdes Werk zu interpretieren, kann stattdessen WA-Intuition als Bezugsattribut herangezogen werden.
Für das freie Anfertigen eines Werkes wird üblicherweise eine Fertigkeitsprobe gegen einen unbestimmten SG ausgeführt. Der resultierende Probewert entscheidet dann gemäß der üblichen Richtlinien darüber, wie gut, präzise und ausdrucksstark das Kunstwerk letztendlich gelungen ist. Soll ein konkretes Motiv möglichst realitätsgetreu erfasst werden, oder gilt es die Erwartungshaltung eines Auftraggebers zu erfüllen, kann die SL vorab einen SG festlegen, der mindestens erreicht werden muss, um erfolgreich zu sein.
Die Qualität der verwendeten Materialien, also Schreibzeug und Papier kann als situativer Modifikator Einfluss auf den Probewert nehmen und das Ergebnis entsprechend um bis zu ±3 verbessern oder verschlechtern.
Ist hingegen theoretisches Fachwissen gefragt, etwa um den historischen Kontext eines Werkes zu beleuchten oder es im Zusammenhang des Gesamtwerkes eines Künstlers einzuordnen, kann Zeichnen auch mit der Fertigkeit „Gesellschaft“ kombiniert werden. Dann ist IN-Wissen das maßgebliche Bezugsattribut. Hierbei kann die Spezialisierung {Geschichte} als Richtlinie für die Bedeutung möglicher Schwierigkeitsgrade und die Nutzung etwaiger Erfolgspunkte herangezogen werden.
Ansonsten können Erfolgspunkte bei einer praktischen Fertigkeitsprobe mit Zeichnen genutzt werden, um situative Vorteile zu erlangen. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).
- 2 EP: Der Zeitaufwand für die Anfertigung der Zeichnung oder die akribische Analyse eines fremden Werkes wird um 10% gemindert.
- 5 EP: Wird der vorgegebene SG erreicht, ist ein hergestelltes Objekt (und damit auch ein Kunstwerk) zunächst von „normaler“ Qualität. Wird diese Option gewählt, hebt die gute Arbeit des Charakters die objektive Qualität des Werkes um eine Stufe. Ihm ist es gelungen einen besonderen Aspekt des Motivs einzufangen, Details besonders genau abzubilden oder bekannte Techniken auf innovative Weise einzusetzen.
- 10 EP: Die Erwartungen des Auftraggebers werden dermaßen übertroffen, dass sich seine Haltung gegenüber dem Charakter dauerhaft um +0,1 verbessert.