Chaos entdecken (Gebet): Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 11. Juni 2019, 15:14 Uhr
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Grad: I |
Zyklus: Chaos; Erkenntnis; Gleichgewicht |
Dieses Gebet enthüllt dem Anwender die Gegenwart chaotischer Wesen, Gegenstände und Orte in seinem Blickfeld in Form eines visuellen Eindrucks. Der Wirkungsbereich entspricht einem Kegel von [Rang + 10] Metern Länge, unmittelbar ausgehend vom Anwender selbst, mit einem Enddurchmesser von [Rang × 2] Metern. Auf niedrigen Rängen ist daher direkter Blickkontakt erforderlich, der Wirkungsbereich deckt dann lediglich einen Winkel von etwa 10° ab, während der Effekt auf maximalem Rang mit 60° fast das ganze aktive Blickfeld des Anwenders betrifft.
Chaotische Wesen, Gegenstände und Orte scheinen in der Wahrnehmung des Anwenders von einer turbulenten Aura umgeben oder durchwirkt, deren Intensität auf die Stärke der guten Präsenz (minimal, schwach, mäßig, stark, überwältigend) schließen lässt. Beherrscht der Anwender die Gebete „Gutes entdecken“ oder „Böses entdecken“, kann er aus der Erscheinung der Aura zusätzlich entsprechende moralische Tendenzen der Gesinnung ableiteten, ohne das jeweilige Gebet extra wirken zu müssen.
Die Gesinnung von SC und NSC wird allerdings nur dann offenbar, wenn diese in wahrem Glauben einer chaotischen Höheren Macht huldigen, sich aus voller Überzeugung gegen bestehende Hierarchien und Strukturen auflehnen, aktiv und mit vollem Einsatz für Aufruhr und Chaos sorgen oder diese Gesinnung anderweitig in besonderer Weise vertreten. Ansonsten genügt eine freidenkende oder opportunistische Grundhaltung nicht, um von diesem Gebet als „chaotisch“ eingestuft zu werden. Als Erweiterung lässt sich jedoch ein pauschaler Bonus für Fertigkeitsproben auf „Aufmerksamkeit“ oder „Überprüfen“ mit {Gespür} erwirken, welche dazu dienen die Beweggründe und Haltung des Gegenüber während der Wirkungsdauer besser einzuschätzen.
Übernatürliche chaotische Wesen, wie beispielsweise viele Unar oder Ærtu, strahlen immer Chaos aus, außer sie vermögen ihre Aura zu verbergen oder zu verfälschen. Gelingt eine Fertigkeitsproben auf „Aufmerksamkeit“ oder „Überprüfen“ mit {Gespür} gegen einen SG von 10, erhält der Anwender auch einen Eindruck von der Absicht oder Haltung des Wesens in Form eines beschreibenden Adjektivs (z.B. verwirrt, unzuverlässig, verrückt, willkürlich, rebellisch). Je 5 EP wird dieser Eindruck vom SL noch genauer ausgeführt. Die Gesinnunsaura von mächtigen Unar kann allerdings so überwältigend sein, dass ihr Anblick und insbesondere genauere Analyse den Anwender möglicherweise in Schock oder Panik versetzt (SL-Entscheid). Damit eine chaotische Präsenz um einen Gegenstand oder an einem Ort wahrgenommen werden kann, muss dieser als entropisch gelten. Ein verwüstetes Zimmer oder eine verfallene Ruine sind nicht per se „chaotisch“, auch wenn sie die Vergänglichkeit der Ordnung repräsentieren.
Das Gebet wirkt solange sich der Anwender darauf konzentriert, was ihn natürlich bezüglich weiterer Aktionen einschränkt. Bricht die Konzentration, schwindet die Wirkung nach [WA-Intuition] Runden. Physische Hindernisse können die Wahrnehmung durch Chaos entdecken blockieren. So können Präsenzen, die sich hinter einer 1 cm dicke Platte aus Blei oder Gusseisen, einer soliden Schicht anderen Metalls von mehr als 3 cm Dicke, Stein von mehr als 30 cm Dicke, oder einer hölzernen Barriere von mehr als einem Meter Dicke befinden nicht erspürt werden, insofern die Barriere selbst nicht Teil dessen ist, das die axiomatische Präsenz ausmacht, wie beispielsweise die Wände im Altarraum einer chaotischen Gottheit. Außerdem können Illusionen und spezialisierte Antimagie die Erkenntnis durch dieses Gebet stören oder gar ganz unterbinden.
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Erweiterung: Abklingzeit +1 Runde (3 EP); Wirkungsbereich Kegel +1 m Länge (4 EP); +1 auf Fertigkeitsproben mit {Gespür} (5 EP); nichtmagische Barrieren durchdringen (15 EP) |