Okkultismus (Spezialisierung): Unterschied zwischen den Versionen

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| align="left" | okkulte Kenntnisse, über die man eigentlich nur nach entsprechendem Studium verfügt oder gezielt nachschlagen müsste ''(z.B. die gängige Klassifizierungen verschiedener Untergruppen okkulter Wesen und zugehörige Beispiele; belegte Fähigkeiten und Eigenschaften berüchtigter okkulter Wesen, wie etwa der betörende Blick eines Vampirs oder der giftige Biss eines Schlundteufels; mutmaßliche allgemeine Schwachstellen diverser okkulter Wesen, wie etwa Waffen aus Silber oder kalt geschmiedetem Eisen; die in mythologischen Abhandlungen beschriebenen Rivalitäten zwischen Erzdämonen sowie ihre Beziehungen zu anderen höheren Mächten; die Unterscheidung zwischen willkürlichem Gekrakel und Runen mit wahrhaftiger okkulter Bedeutung; mögliche Fehler bei einem missglückten, unbekannten Ritus identifizieren; mit passenden Hilfsmitteln zwischen dämonischer und spiritueller Besessenheit unterscheiden; ...)''
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| align="left" | okkulte Kenntnisse, über die man eigentlich nur nach entsprechendem Studium verfügt oder gezielt nachschlagen müsste ''(z.B. die gängige Klassifizierungen verschiedener Untergruppen okkulter Wesen und zugehörige Beispiele; belegte Fähigkeiten und Eigenschaften berüchtigter okkulter Wesen, wie etwa der betörende Blick eines Vampirs oder der giftige Biss eines Schlundteufels; mutmaßliche allgemeine Schwachstellen diverser okkulter Wesen, wie etwa Waffen aus Silber oder kalt geschmiedetem Eisen; die in mythologischen Abhandlungen beschriebenen Rivalitäten zwischen Erzdämonen sowie ihre Beziehungen zu anderen höheren Mächten; die Bedingungen zur Entstehung niederer Untoter oder zur natürlichen Manifestation von Elementargeistern kennen; die Unterscheidung zwischen willkürlichem Gekrakel und Runen mit wahrhaftiger okkulter Bedeutung; mögliche Fehler bei einem missglückten, unbekannten Ritus identifizieren; mit passenden Hilfsmitteln zwischen dämonischer und spiritueller Besessenheit unterscheiden; ...)''
 
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| align="left" | kritische Bewertung okkulter Informationen im erweiterten Kontext, sowie Einsichten, die ein tieferes Verständnis und umfassende Expertise Themen erfordern ''(z.B. treffende individuelle Bezeichnungen auch für wenig bekannte okkulte Wesen finden; individuelle Schwachstellen bestimmter okkulter Wesen ermitteln, wie etwa die Position des Seelensteins bei einem Golem oder die elementare Empfindlichkeit eines Klingenflügeldämons; obskure Symbole einem ganz bestimmten Kult oder Zweck zuordnen; dämonische oder spirituelle Besessenheit und deren Urheber ohne weitere Hilfsmittel erkennen; die überlieferte Hierarchie am Hofe eines Dämonenfürsten überblicken; die Handlungen von Kultisten im größeren Kontext der Agenda ihres Meisters druchleuchten; einen unbekannten Ritus im Vorfeld überprüfen und wirkungsvoll gegen unliebsame Zwischenfälle absichern; ; ...)''
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| align="left" | kritische Bewertung okkulter Informationen im erweiterten Kontext, sowie Einsichten, die ein tieferes Verständnis und umfassende Expertise erfordern ''(z.B. treffende individuelle Bezeichnungen auch für wenig bekannte okkulte Wesen finden; individuelle Schwachstellen bestimmter okkulter Wesen ermitteln, wie etwa die Position des Seelensteins bei einem Golem oder die elementare Empfindlichkeit eines Klingenflügeldämons; obskure Symbole einem ganz bestimmten Kult oder Zweck zuordnen; die Prozesse zur Erschaffung von Konstrukten oder zur Entstehung höherer Untoter beschreiben; dämonische oder spirituelle Besessenheit und deren Urheber ohne weitere Hilfsmittel erkennen; die überlieferte Hierarchie am Hofe eines Dämonenfürsten überblicken; die Handlungen von Kultisten im größeren Kontext der Agenda ihres Meisters durchleuchten; einen unbekannten Ritus im Vorfeld überprüfen und wirkungsvoll gegen unliebsame Zwischenfälle absichern; ...)''
 
 
 
 
 
 
 
 
(z. B. die Rekonstruktion eines beschädigten oder uralten Bannrituals, um es an aktuelle Gegebenheiten anzupassen; das Erkennen subtilster Verhaltensabweichungen bei einem durch einen Dämon besessenen Wesen; die genaue Analyse der Energieströme eines komplexen Wächterkonstrukts; die Herleitung der Schwachstellen eines hochrangigen Dämonenlords anhand verstreuter, kryptischer Mythen; ...).
 
 
 
(z.B. den Ursprung einer Kreatur als Ergebnis antiker, arkaner Experimente oder uralter, grausamer Flüche; die Bindung eines Wesens an besondere metaphysiche Bedingungen wie etwa gewisse Mondphasen oder Leylinien; die Bestimmung der genauen Unterart einer Kreatur anhand von äußerlichen Merkmalen; das Erkennen ungewöhnlichen Verhaltensweisen oder individueller Abweichungen von dokumentierten Eckdaten; die Prognose der ökologischen Auswirkungen der Präsenz eines Monsters in einem neuen Lebensraum; das Abschätzen des Kampfverhalten eines noch nie zuvor gesehenen Mischwesens anhand seiner bekannten anatomischen Komponenten; ...)
 
 
 
 
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| align="left" | Betrachtung theologischer Informationen aus ungewöhnlichen Perspektiven, Knüpfen alternativer und neuartiger Zusammenhänge, sowie Anwendung spekulativer Theorien ''(z.B. religiöse Praktiken auf historische Ereignisse und kulturelle Strömungen zurückführen; Religionen verschiedener Völker oder Kulturen vergleichen und gemeinsame Wurzeln oder Divergenzen aufzeigen; plausible Theorien zu verborgenen Vorgängen innerhalb einer Glaubensgemeinschaft aufstellen; religiöse Dogmen und kirchliche Strukturen vergangener Kulturen rekonstruieren; völlig fremdartige Weltanschauungen erschließen; ...)''
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| align="left" | Betrachtung okkulter Praktiken und Konzepte aus ungewöhnlichen Perspektiven, Knüpfen alternativer und neuartiger Zusammenhänge ''(z.B. eine Schwachstelle eines unbekannten okkulten Wesens anhand empirischer Indizien ableiten; eine wirksame Waffe gegen einen bestimmten Dämon oder mächtigen Elementargeist entwickeln; einen Ritus zur Beschwörung oder Verbannung durch subtile Änderungen gezielt sabotieren; einen bekannten Ritus spontan an unvorhergesehene Umstände anpassen; die Rekonstruktion vergessener Erschaffungsprozesse von Konstrukten oder Untoten anhand vorliegender Überreste; obskure nekromantische oder dämonologische Traktate entwirren und deren Inhalte greifbar machen; ...)''
 
 
individuelle Namen
 
spezifische Stärken und Schwächen
 
 
 
Betrachtung okkulter Gesetzmäßigkeiten aus ungewöhnlichen Perspektiven und die fehlerfreie Anwendung höchst spekulativer Theorien (z. B. die Entwicklung gänzlich neuer Bannrituale für bisher unklassifizierte außerweltliche Entitäten; das absolute Verständnis der paradoxen Existenzbedingungen jenseitiger Mächte in der sterblichen Sphäre; die punktgenaue Manipulation oder Umkehrung der Bindungsmagie eines fremden Konstrukts mitten im laufenden Gefecht; die Entschlüsselung verloren geglaubter, verbotener Traktate über hochstufige Nekromantie
 
 
 
(z.B. die Rekonstruktion der magischen oder künstlichen Erschaffungsprozesse eines Monsters oder einer Aberration; ein Konzept erarbeiten um gezielte Mutationen bei amorphen Wesen herbeizuführen; die Vorhersage der Migrationsroute einer Bestie anhand subtilster klimatischer Veränderungen; das Erkennen minimaler, asymmetrischer Schwachstellen in der Magieresistenz eines Monsters; die Entwicklung einer möglichen Waffe oder Abwehrmaßnahme gegen eine bisher als unüberwindbar geltende Monstrosität; ...).
 
 
 
 
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Dabei ist zu beachten, dass insbesondere im Bezug auf [[Dämonen]] viele Falschinformation grassieren. Die meisten davon wurden über die Äonen von dämonischer Hand selbst in Umlauf gebracht, um durch Abwiegeln tatsächlicher Gefahren leichtsinnige Neugier zu wecken, fingierte Schwachstellen vorzutäuschen und wahre Schwächen zu verschleiern, Schlupflöcher in fehlerhafte Beschwörunsformeln einzubauen oder Spielräume anzudeuten wo es keine gibt. Daher sollte die [[SL]] nicht zögern, bei einem eigentlich zu niedrigen [[Probewert]] trotzdem eine ungenaue oder gar falsche Information preiszugeben und als Fakt zu verkaufen. Der [[SG]] um verlässliche Informationen zu erhalten, kann dann zusätzlich (und verborgen) um bis zu +5 erhöht werden.
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Dabei ist zu beachten, dass insbesondere im Bezug auf [[Dämonen]] viele Falschinformation grassieren. Die meisten davon wurden über die Äonen von dämonischer Hand selbst in Umlauf gebracht, um durch Abwiegeln tatsächlicher Gefahren leichtsinnige Neugier zu wecken, fingierte Schwachstellen vorzutäuschen und wahre Schwächen zu verschleiern, Schlupflöcher in fehlerhafte Beschwörunsformeln einzubauen oder Spielräume anzudeuten wo es keine gibt. Daher sollte die [[SL]] nicht zögern, bei einem eigentlich zu niedrigen [[Probewert]] trotzdem eine ungenaue oder gar falsche Information preiszugeben und als Fakt zu verkaufen. Der [[SG]] um verlässliche Informationen zu erhalten, kann dann zusätzlich (und verborgen) um bis zu +5 erhöht werden.<br>
 
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Auch die Zugänglichkeit zu okkulten Informationen in einem gegebenen [[Setting]] – zwischen aktiver Verbreitung und Reglementierung oder gar Zensur – kann die [[Schwierigkeitsgrad|Schwierigkeit]] ebenfalls um bis zu ±5 modifizieren. Kann der Charakter verlässlicher Quellen habhaft werden, könnte er damit eine bestehende Zensur umgehen.
Zensur/Regional
 
  
 
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[[Erfolgspunkte]] bei einer [[Fertigkeitsprobe]] mit '''Okkultimus''' können genutzt werden, um situative Vorteile zu erlangen. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).  
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[[Erfolgspunkte]] bei einer [[Fertigkeitsprobe]] mit '''Okkultismus''' können genutzt werden, um situative Vorteile zu erlangen. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).  
* '''2 EP''': [[Probewert]] +1 bei der nächsten „[[Mystik (Fertigkeit)|Mystik]]“- oder „[[Gesellschaft (Fertigkeit)|Gesellschafts]]“-Probe mit gleichem oder geringeren [[SG]], die sinnvollerweise von der erhaltenen Information profitieren könnte.  
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* '''2 EP''': [[Probewert]] +1 bei der nächsten „[[Arcana (Fertigkeit)|Arcana]]“- oder „[[Mystik (Fertigkeit)|Mystik]]“-Probe mit gleichem oder geringeren [[SG]], oder bei der nächsten [[Fertigkeitsprobe]] zur Interaktion mit dem betrachteten Wesen, die sinnvollerweise von der erhaltenen Information profitieren könnte.
* '''4 EP''': Ein zusätzliches Detail zur erhaltenen Information erfahren, beispielsweise einen konkreten Namen statt nur eines Titels oder einer Beschreibung, den gesellschaftlichen Hintergrund zum erfahrenen religiösen Dogma, oder einen zusätzlichen Aspekt der fraglichen Gottheit. Alternativ kann der [[SL]] auch eine andere Information preisgeben, die unmittelbar mit dem ursprünglichen Anliegen verknüpft ist, beispielsweise ein historisches Ereignis, bei dem die erfragte Priesterschaft maßgeblich involviert war.
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* '''4 EP''': Ein zusätzliches, verborgenes Detail zur erhaltenen Information erfahren, beispielsweise einen Verweis auf eine alte Sprache, welche den untersuchten okkulten Runen zugrunde liegt; genauere Spezifikation einer Schwachstelle des betrachteten Wesens; eine ungewöhnliches Detail im Bezug auf einen beobachteten Ritus; einen Hinweis auf hilfreiche Umstände zur Durchführung eines eigenen Ritus.
* '''10 EP''': Der Spieler kann selbst eine sinnvolle Information gleicher oder geringerer Komplexität zur Spielwelt beitragen. Diese sollte mit dem ursprünglichen Anliegen des Charakters in Verbindung stehen oder die Erzählung auf andere Weise bereichern. Es steht dem [[SL]] frei korrigierend einzugreifen, sollten sich durch die Idee des Spielers Widersprüche mit bereits etablierten Fakten oder ausgearbeiteten Aspekten der Spielwelt ergeben. 
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* '''6 EP''': Der Charakter wandelt sein Wissen über die Stärken und Schwächen okkulter Wesen in einen direkten taktischen Vorteil um. Er – oder ein von ihm instruierter Verbündeter – darf den nächsten [[Angriffswurf|Angriffs]]- oder [[Verteidigungswurf]] gegen die betrachtete Kreatur einfach [[bevorzugt]] durchführen.
 
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* '''10 EP''': Der Spieler kann selbst eine fundierte Information gleicher oder geringerer Komplexität zum mythologischen Hintergrund oder zur individuellen Natur der okkulten Entität beitragen. Diese sollte mit dem ursprünglichen Anliegen des Charakters in Verbindung stehen oder die Erzählung oder Atmosphäre auf andere Weise bereichern. Es steht dem [[SL]] frei korrigierend einzugreifen, sollten sich durch die Idee des Spielers Widersprüche mit bereits etablierten Fakten oder ausgearbeiteten Aspekten der Spielwelt ergeben.
* 2 EP: Probewert +1 bei der nächsten Fertigkeitsprobe zur physischen Durchführung eines Rituals oder zur direkten Interaktion mit der betrachteten Entität, die sinnvollerweise von dem soeben abgerufenen Fachwissen profitieren könnte.
 
* 4 EP: Ein zusätzliches, verborgenes Detail zur erhaltenen Information erfahren, beispielsweise ein feiner, katastrophaler Fehler in einem Beschwörungskreis, eine spezifische, leicht zu übersehende Schwäche in der Panzerung eines Konstrukts, oder ein kryptischer Hinweis auf die wahre Motivation eines Dämons.
 
* 6 EP: Der Charakter wandelt sein okkultes Wissen in einen direkten taktischen Vorteil um. Er – oder ein von ihm instruierter Verbündeter – darf den nächsten Angriffs- oder Verteidigungswurf gegen genau diese Entität einfach bevorzugt durchführen, da Bewegungsmuster, Angriffswinkel oder magische Entladungen präzise antizipiert wurden.
 
* 10 EP: Der Spieler kann selbst eine fundierte Information gleicher oder geringerer Komplexität zum mythologischen Hintergrund oder zur unbarmherzigen Natur der okkulten Entität beitragen. Diese sollte mit dem ursprünglichen Anliegen des Charakters in Verbindung stehen oder die düstere, angespannte Atmosphäre der Situation auf erzählerische Weise bereichern. Es steht der SL frei, korrigierend einzugreifen, sollten sich durch die Idee des Spielers Widersprüche mit bereits etablierten Fakten oder ausgearbeiteten Aspekten der Spielwelt ergeben.
 
 
 
  
 
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Es ist zu beachten, dass Kenntnisse in '''Okkultismus''' noch keine Befähigung darstellen, magische Effekte zu bewirken oder erfolgreiche Beschwörungen durchzuführen. Normalerweise sind dazu spezifische [[Klassenfähigkeiten]] notwendig, die dann auf okkultes Fachwissen zurückgreifen und einen bestimmten [[Spezialisierungswert]] zum Erlernen voraussetzen. Der besonders ausführlichen Anleitung eines [[Rituale|okkulten Ritus]] akribisch Folge zu leisten, kann wohlmöglich auch ungeübten Laien erlauben, einen übernatürlichen Effekt zu bewirken oder die Aufmerksamkeit einer untoten oder dämonischen Präsenz zu erregen, doch selten nehmen solche Experimente einen guten Ausgang (SL-Entscheid).<br>
 
Es ist zu beachten, dass Kenntnisse in '''Okkultismus''' noch keine Befähigung darstellen, magische Effekte zu bewirken oder erfolgreiche Beschwörungen durchzuführen. Normalerweise sind dazu spezifische [[Klassenfähigkeiten]] notwendig, die dann auf okkultes Fachwissen zurückgreifen und einen bestimmten [[Spezialisierungswert]] zum Erlernen voraussetzen. Der besonders ausführlichen Anleitung eines [[Rituale|okkulten Ritus]] akribisch Folge zu leisten, kann wohlmöglich auch ungeübten Laien erlauben, einen übernatürlichen Effekt zu bewirken oder die Aufmerksamkeit einer untoten oder dämonischen Präsenz zu erregen, doch selten nehmen solche Experimente einen guten Ausgang (SL-Entscheid).<br>
 
Die Planung und Durchführung okkulter [[Rituale|Riten]] erfordert normalerweise eine [[Fertigkeitsprobe]] auf „[[Arcana (Fertigkeit)|Arcana]]“ oder „[[Mystik (Fertigkeit)|Mystik]]“ – je nach dem ob der [[Rituale|Ritus]] autark ausgelegt ist, also die erforderlichen Energien aus der Umgebung oder vom Anwender bezieht, oder ob eine [[Pantheon|Höhere Macht]] wie beispielsweise ein [[Pantheon#Erzdämonen|Dämonenfürst]] angerufen wird. Die Durchführung von [[Rituale|Riten]] verlangt umfassende Vorbereitung und die akribische Einhaltung bestimmter Abläufe, sowie oftmals auch das Zusammenwirken mehrerer Teilnehmer oder ein besonderes Opfer. Je komplexer und mächtiger ein [[Rituale|Ritus]], desto höher der [[SG]], den es zu erreichen gilt. Genaueres ist der Beschreibung des jeweiligen [[Rituale|Ritus]] zu entnehmen. <br>
 
Die Planung und Durchführung okkulter [[Rituale|Riten]] erfordert normalerweise eine [[Fertigkeitsprobe]] auf „[[Arcana (Fertigkeit)|Arcana]]“ oder „[[Mystik (Fertigkeit)|Mystik]]“ – je nach dem ob der [[Rituale|Ritus]] autark ausgelegt ist, also die erforderlichen Energien aus der Umgebung oder vom Anwender bezieht, oder ob eine [[Pantheon|Höhere Macht]] wie beispielsweise ein [[Pantheon#Erzdämonen|Dämonenfürst]] angerufen wird. Die Durchführung von [[Rituale|Riten]] verlangt umfassende Vorbereitung und die akribische Einhaltung bestimmter Abläufe, sowie oftmals auch das Zusammenwirken mehrerer Teilnehmer oder ein besonderes Opfer. Je komplexer und mächtiger ein [[Rituale|Ritus]], desto höher der [[SG]], den es zu erreichen gilt. Genaueres ist der Beschreibung des jeweiligen [[Rituale|Ritus]] zu entnehmen. <br>
 
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'''''Kreaturen bestimmen'''''<br>
 
Das Fachwissen über Klassifizierung, Gesinnung, Verhalten, spezifische Stärken und verborgene Schwächen von [[Dämonen]], [[Untote]]n, [[Elementare]]n und [[Konstrukte]], wie es mit einer [[Fertigkeitsprobe]] auf „[[Arcana (Fertigkeit)|Arcana]]“ {Okkultismus} abgerufen werden kann, könnte einen entscheidenden taktischen Vorteil in der Konfrontation mit derartigen Wesen liefern, oder vielleicht auch dabei helfen, einen solchen Konflikt von vornherein zu vermeiden. <br>
 
Der [[Probewurf]] kann analog zur [[Spezialisierung]] {[[Xenologie (Spezialisierung)|Xenologie]]} nach den dort beschriebenen Richtlinien ausgewertet werden, auch mit den dort aufgeführten Optionen für [[Erfolgspunkte]]. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass diese Kreaturen normalerweise weder in [[Weltensphäre]] beheimatet sind, noch dem gewöhnlichen Volk im Detail bekannt sein dürften. Dies wurde bei der Zuordnung der [[Schwierigkeitsgrad]]e in der obigen Tabelle bereits berücksichtigt.
 
  
 
[[Kategorie:Arkan]]
 
[[Kategorie:Arkan]]

Aktuelle Version vom 26. August 2026, 23:36 Uhr

Kategorie: Bildung, Magie      
Zuordnung: SW 1-3   arkan, klerikal
SW 4-10   arkan
Bezugsattribut: IN-Wissen      
Komplexität: 8 Assoziierte Fertigkeiten: Arcana, Mystik

Ob als grimmiger Exorzist, umsichtiges Medium oder Höfling mit dunkler Neugierde – Diese Spezialisierung umfasst das oftmals streng reglementierte oder gar verbotene Fachwissen über die wohl gefährlichsten Entitäten jenseits der natürlichen Weltordnung. Okkultismus beschäftigt sich nämlich mit der akademischen Klassifizierung, den mythologischen Hintergründen, der kosmischen Herkunft sowie den besonderen Eigenschaften von furchterregenden Dämonen, grausigen Untoten, unerbittlichen Elementaren und seelenlosen Konstrukten. Dies umfasst auch Kenntnisse zur Beschwörung, Bannung oder Interaktion mit solchen Wesenheiten, was Voraussetzung zum Erlernen diverser Riten sein kann. Liegt der Fokus auf dem akademischen Kontext, um ein solches Wesen sicher zu erkennen, seine Stärken und Schwächen einzuschätzen, historische Erwähnungen zu rezitieren oder verbundene Symbolik zu deuten, wird Okkultismus mit der FertigkeitArcana“ eingesetzt. Sollen hingegen mythologische Aspekte beleuchtet werden, wie etwa die Herkunft und Hintergründe dieser Wesen, ihre Beziehung zu höheren Mächten oder mutmaßliche Bündnisse und Rivalitäten untereinander, wird Okkultismus mit der FertigkeitMystik“ kombiniert. In beiden Fällen ist IN-Wissen das maßgebliche Bezugsattribut. Der Schwierigkeitsgrad einer Probe hängt davon ab wie verbreitet die fragliche Information ist, und wie plausibel es ist, dass der Charakter, dass der bereits mit dem Thema in Berührung kam. Im Allgemeinen kann sich die SL an folgenden Richtlinien orientieren:

SG Information Beschreibung & Beispiele
5 Trivial folkloristisches Wissen über okkulte Entitäten, das jedem mit grundlegendem Interesse durch Schauergeschichten oder Ammenmärchen geläufig sein könnte (z.B. die offensichtliche Unterscheidung zwischen einem Skelett, einem Zombie und einem Gespenst; die vermeintliche Tatsache, dass Dämonen bereit sind für eine gewisse Gegenleistung Wünsche zu erfüllen; die Einordnung eines Elementars als belebte Naturgewalt ohne weltliches Bestreben oder eines Konstrukts als künstlich erschaffenes Wesen; die überlieferte Schutzwirkung von Salzkreisen gegen böse Geister oder geweihtem Wasser gegen niedere Untote; angeblich abwehrende Wirkung bestimmter Gesten gegen übernatürliches Unheil; ...).
10 Gängig grundlegendes Wissen über okkulte Entitäten, das einem erfahrenen Abenteurer, Exorzisten oder Medium bekannt sein sollte (z.B. gezielte Unterscheidung sich äußerlich ähnelnder okkulter Wesen, wie etwa Zombie und Ghul oder Erdelementar und Lehmgolem; charakteristische Verhaltensweisen berüchtigter okkulter Wesen, wie etwa der Blutdurst eines Vampirs oder die unaufhaltsame Zielstrebigkeit eines Golems; die Empfindlichkeit von Untoten und niederen Dämonen gegenüber Sonnenlicht oder klerikalen Symbolen; die in regionaler Mythologie verwendeten Namen oder Epithete mächtiger okkulter Wesen, wie etwa bekannter Erzdämonen sowie ihre Einflussbereiche; Sinn und Zweck eines Ritus anhand ersichtlicher Vorbereitungen oder verbliebener Spuren abschätzen; Wirksamkeit eines Bannkreises oder ähnlicher Schutzmaßnahmen beurteilen; offensichtliche Stärken und Schwächen von Elementaren aufgrund ihrer Natur ableiten; ...).
15 Anspruchsvoll okkulte Kenntnisse, über die man eigentlich nur nach entsprechendem Studium verfügt oder gezielt nachschlagen müsste (z.B. die gängige Klassifizierungen verschiedener Untergruppen okkulter Wesen und zugehörige Beispiele; belegte Fähigkeiten und Eigenschaften berüchtigter okkulter Wesen, wie etwa der betörende Blick eines Vampirs oder der giftige Biss eines Schlundteufels; mutmaßliche allgemeine Schwachstellen diverser okkulter Wesen, wie etwa Waffen aus Silber oder kalt geschmiedetem Eisen; die in mythologischen Abhandlungen beschriebenen Rivalitäten zwischen Erzdämonen sowie ihre Beziehungen zu anderen höheren Mächten; die Bedingungen zur Entstehung niederer Untoter oder zur natürlichen Manifestation von Elementargeistern kennen; die Unterscheidung zwischen willkürlichem Gekrakel und Runen mit wahrhaftiger okkulter Bedeutung; mögliche Fehler bei einem missglückten, unbekannten Ritus identifizieren; mit passenden Hilfsmitteln zwischen dämonischer und spiritueller Besessenheit unterscheiden; ...)
20 Komplex kritische Bewertung okkulter Informationen im erweiterten Kontext, sowie Einsichten, die ein tieferes Verständnis und umfassende Expertise erfordern (z.B. treffende individuelle Bezeichnungen auch für wenig bekannte okkulte Wesen finden; individuelle Schwachstellen bestimmter okkulter Wesen ermitteln, wie etwa die Position des Seelensteins bei einem Golem oder die elementare Empfindlichkeit eines Klingenflügeldämons; obskure Symbole einem ganz bestimmten Kult oder Zweck zuordnen; die Prozesse zur Erschaffung von Konstrukten oder zur Entstehung höherer Untoter beschreiben; dämonische oder spirituelle Besessenheit und deren Urheber ohne weitere Hilfsmittel erkennen; die überlieferte Hierarchie am Hofe eines Dämonenfürsten überblicken; die Handlungen von Kultisten im größeren Kontext der Agenda ihres Meisters durchleuchten; einen unbekannten Ritus im Vorfeld überprüfen und wirkungsvoll gegen unliebsame Zwischenfälle absichern; ...)
25 Abstrakt Betrachtung okkulter Praktiken und Konzepte aus ungewöhnlichen Perspektiven, Knüpfen alternativer und neuartiger Zusammenhänge (z.B. eine Schwachstelle eines unbekannten okkulten Wesens anhand empirischer Indizien ableiten; eine wirksame Waffe gegen einen bestimmten Dämon oder mächtigen Elementargeist entwickeln; einen Ritus zur Beschwörung oder Verbannung durch subtile Änderungen gezielt sabotieren; einen bekannten Ritus spontan an unvorhergesehene Umstände anpassen; die Rekonstruktion vergessener Erschaffungsprozesse von Konstrukten oder Untoten anhand vorliegender Überreste; obskure nekromantische oder dämonologische Traktate entwirren und deren Inhalte greifbar machen; ...)

Dabei ist zu beachten, dass insbesondere im Bezug auf Dämonen viele Falschinformation grassieren. Die meisten davon wurden über die Äonen von dämonischer Hand selbst in Umlauf gebracht, um durch Abwiegeln tatsächlicher Gefahren leichtsinnige Neugier zu wecken, fingierte Schwachstellen vorzutäuschen und wahre Schwächen zu verschleiern, Schlupflöcher in fehlerhafte Beschwörunsformeln einzubauen oder Spielräume anzudeuten wo es keine gibt. Daher sollte die SL nicht zögern, bei einem eigentlich zu niedrigen Probewert trotzdem eine ungenaue oder gar falsche Information preiszugeben und als Fakt zu verkaufen. Der SG um verlässliche Informationen zu erhalten, kann dann zusätzlich (und verborgen) um bis zu +5 erhöht werden.
Auch die Zugänglichkeit zu okkulten Informationen in einem gegebenen Setting – zwischen aktiver Verbreitung und Reglementierung oder gar Zensur – kann die Schwierigkeit ebenfalls um bis zu ±5 modifizieren. Kann der Charakter verlässlicher Quellen habhaft werden, könnte er damit eine bestehende Zensur umgehen.


Erfolgspunkte bei einer Fertigkeitsprobe mit Okkultismus können genutzt werden, um situative Vorteile zu erlangen. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).

  • 2 EP: Probewert +1 bei der nächsten „Arcana“- oder „Mystik“-Probe mit gleichem oder geringeren SG, oder bei der nächsten Fertigkeitsprobe zur Interaktion mit dem betrachteten Wesen, die sinnvollerweise von der erhaltenen Information profitieren könnte.
  • 4 EP: Ein zusätzliches, verborgenes Detail zur erhaltenen Information erfahren, beispielsweise einen Verweis auf eine alte Sprache, welche den untersuchten okkulten Runen zugrunde liegt; genauere Spezifikation einer Schwachstelle des betrachteten Wesens; eine ungewöhnliches Detail im Bezug auf einen beobachteten Ritus; einen Hinweis auf hilfreiche Umstände zur Durchführung eines eigenen Ritus.
  • 6 EP: Der Charakter wandelt sein Wissen über die Stärken und Schwächen okkulter Wesen in einen direkten taktischen Vorteil um. Er – oder ein von ihm instruierter Verbündeter – darf den nächsten Angriffs- oder Verteidigungswurf gegen die betrachtete Kreatur einfach bevorzugt durchführen.
  • 10 EP: Der Spieler kann selbst eine fundierte Information gleicher oder geringerer Komplexität zum mythologischen Hintergrund oder zur individuellen Natur der okkulten Entität beitragen. Diese sollte mit dem ursprünglichen Anliegen des Charakters in Verbindung stehen oder die Erzählung oder Atmosphäre auf andere Weise bereichern. Es steht dem SL frei korrigierend einzugreifen, sollten sich durch die Idee des Spielers Widersprüche mit bereits etablierten Fakten oder ausgearbeiteten Aspekten der Spielwelt ergeben.

Ritus durchführen
Es ist zu beachten, dass Kenntnisse in Okkultismus noch keine Befähigung darstellen, magische Effekte zu bewirken oder erfolgreiche Beschwörungen durchzuführen. Normalerweise sind dazu spezifische Klassenfähigkeiten notwendig, die dann auf okkultes Fachwissen zurückgreifen und einen bestimmten Spezialisierungswert zum Erlernen voraussetzen. Der besonders ausführlichen Anleitung eines okkulten Ritus akribisch Folge zu leisten, kann wohlmöglich auch ungeübten Laien erlauben, einen übernatürlichen Effekt zu bewirken oder die Aufmerksamkeit einer untoten oder dämonischen Präsenz zu erregen, doch selten nehmen solche Experimente einen guten Ausgang (SL-Entscheid).
Die Planung und Durchführung okkulter Riten erfordert normalerweise eine Fertigkeitsprobe auf „Arcana“ oder „Mystik“ – je nach dem ob der Ritus autark ausgelegt ist, also die erforderlichen Energien aus der Umgebung oder vom Anwender bezieht, oder ob eine Höhere Macht wie beispielsweise ein Dämonenfürst angerufen wird. Die Durchführung von Riten verlangt umfassende Vorbereitung und die akribische Einhaltung bestimmter Abläufe, sowie oftmals auch das Zusammenwirken mehrerer Teilnehmer oder ein besonderes Opfer. Je komplexer und mächtiger ein Ritus, desto höher der SG, den es zu erreichen gilt. Genaueres ist der Beschreibung des jeweiligen Ritus zu entnehmen.