Philosophie (Spezialisierung): Unterschied zwischen den Versionen

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Natürliche Phänomene mit fundierten Erklärungen entmystifizieren
 
physikalische Zusammenhänge mit abstrakten Formeln darstellen und Prozesse durch Berechnungen Vorhersagen  
 
physikalische Zusammenhänge mit abstrakten Formeln darstellen und Prozesse durch Berechnungen Vorhersagen  
  

Version vom 31. Juli 2026, 19:56 Uhr

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Kategorie: Bildung      
Zuordnung: SW 1-3   arkan, klerikal, transzendent
SW 4-10   transzendent
Bezugsattribut: IN-Verstand      
Komplexität: 8 Assoziierte Fertigkeiten: Mystik, Wissenschaft

Ob als akribische Wissenschaftlerin, weltoffener Theologe oder erleuchtete Mystikerin – Diese Spezialisierung erlaubt dem Charakter fundamentale Naturgesetze anzuwenden, philosophische Überlegungen anzustellen und übergeordnete Zusammenhänge zu hinterfragen. Philosophie kann in der Regel mit zwei Fertigkeiten kombiniert werden, wobei das Bezugsattribut in beiden Fällen IN-Verstand ist. Geht es primär um physikalische Zusammenhänge, messbare Naturgesetze, mechanische Kausalität in der materiellen Welt oder den strengen Einsatz formaler Gesetzmäßigkeiten, wird die Spezialisierung mit „Wissenschaft“ eingesetzt. Hier steht die rationale, empirische und analytische Auswertung von Phänomenen im Vordergrund. Geht es hingegen um abstrakte, metaphysische Theorien, weitreichende philosophische Weltanschauungen, ethisch-moralische Dilemmata oder die theoretische Natur des kosmischen Gleichgewichts, wird Philosophie mit der FertigkeitMystik“ verbunden. Dann hilft die Spezialisierung dabei, transzendente und spirituelle Konzepte auf einer theoretischen oder esoterischen Ebene zu beleuchten, zu begreifen und zu systematisieren. In beiden Fällen steht also normalerweise die Frage nach der unmittelbaren Ursache und Wirkung von Prozessen, Zuständen und Ereignissen im Zentrum, sowie deren langfristige Folgen und tiefgründiger Sinn.
Der Schwierigkeitsgrad einer Probe hängt davon ab wie komplex die Fragestellung oder das Problem ist, und wie wahrscheinlich es ist, dass der Charakter bereits mit einem möglichen Lösungsweg oder hilfreichen Thesen vertraut sein könnte. Im Allgemeinen kann sich die SL an folgenden Richtlinien orientieren:


SG Information Beschreibung & Beispiele
5 Trivial greifbare physikalische Phänomene ohne genaue Kenntnis der theoretischen Hintergründe bewusst anwenden, schlichtweg aufgrund von Erfahrungswerten (z.B. Hebelwirkung bei einem Werkzeug, Kraftumlenkung bei einem Flaschenzug, Schwerkraft bei einer Waage, Auftrieb bei einem Boot, Reflexion bei einem Spiegel, ...); oberflächliche logische Schlüsse ziehen, die jedem einleuchten sollten, der etwas mitdenken kann (z.B. simple Ursache-Wirkung-Zusammenhänge wie bei einem Zusammenstoß oder einem steigenden Wasserpegel; eindeutige Werteurteile aufgrund vorgegebener Richtlinien fällen; offensichtliche Fakten zu einem Fazit kombinieren; ...)
10 Gängig physikalische Phänomene mit den passenden Fachbegriffen beschreiben und ihre kausalen Zusammenhänge gezielt nutzen (z.B. eine mechanische Fehlfunktion bei einer einfachen Apparatur identifizieren; ein absehbares Geräusch effektiv dämpfen; ein Lichtsignal über mehrere Spiegel leiten; den Auftrieb bei einem Floß mit einfachen Mitteln verbessern; ...); grundlegende Kenntnis etablierter philosophischer Thesen und Theorien (z.B. die Kernkonzepte und Postulate einer verbreiteten philosophischen Gedankenschulen wiedergeben; eine relevante Passage aus deren Lehren rezitieren und auf alltägliche Situationen anwenden; zentrale Thesen und wichtigste Titel eines einflussreichen Autors kennen; ...).



15 Anspruchsvoll theologische Informationen, die man eigentlich nur nach entsprechendem Studium kennen kann oder gezielt nachschlagen müsste (z.B. mythologische Begründungen für den etablierten Aufbau eines Pantheon (Allianzen, Rivalitäten, Konflikte); überlieferte Diener und Sendboten einer Gottheit (Erscheinung, Verhalten, Gesinnung); Details zu Bräuchen, Dogmen, Geboten und Verboten einer Priesterschaft; verlässliche Zeugnisse zu ihren klerikalen Gaben; detaillierte Handlung überlieferter Mythen und differenzierte Betrachtung ihrer Moral; genaue historische Hintergründe eines kirchlichen Feiertages; Details zu den hierarchischen Strukturen einer Glaubensgemeinschaft; Abfolge und Errungenschaften vergangener klerikaler Würdenträger;...)

philosophische oder physikalische Informationen, die nicht zum üblichen Diskurs gehören und tiefgreifendes Studium erfordern (z.B. komplexe Theoreme der analytischen Logik; detailliertes Verständnis theoretischer Physik innerhalb der Spielwelt; die Kernpunkte obskurer, verbotener oder längst vergessener Gedankenschulen; ...)

Tiefgründige Theorien und Lehren, die nicht zum üblichen Diskurs gehören und die man eigentlich nur nach einem dedizierten Studium kennen kann oder gezielt nachschlagen müsste (z. B. komplexe physikalische Gesetzmäßigkeiten wie Thermodynamik, Optik oder Strömungsmechanik auf theoretischer Ebene begreifen; die feinen dogmatischen Unterschiede konkurrierender philosophischer Strömungen analysieren; die metaphysischen Hintergründe seltener magischer Phänomene theoretisch untermauern; formale Logik anwenden, um versteckte Prämissen und fehlerhafte Axiome in komplexen Texten aufzudecken; ...)

optimierenzumindest theoretisch einen Weg finden sie zu reparieren Natürliche Phänomene mit fundierten Erklärungen entmystifizieren physikalische Zusammenhänge mit abstrakten Formeln darstellen und Prozesse durch Berechnungen Vorhersagen

fundamentale Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Theorien trennscharf herauszuarbeiten. Gesetzmäßigkeiten der Natur zu ergründen. abstrakten Betrachtung komplexer Weltanschauungen liegt. Phänomene logisch herleiten. komplexe Unterschiede, historische Entwicklungen und feine Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Lehren und Weltanschauungen präzise herauszuarbeiten und kritisch zu hinterfragen.


20 Komplex kritische Bewertung theologischer Informationen im erweiterten Kontext, sowie Einsichten, die ein tieferes Verständnis und umfassende Detailkenntnis religiöser Themen erfordern (z.B. vielschichtige mythologische Darstellung einer höheren Macht in Einklang bringen oder Widersprüche aufzeigen; Details zu übernatürlichen Dienern und Sendboten einer Gottheit (Persönlichkeit, Stärken, Schwächen); ein ungewöhnliches Ereignis als Omen oder göttliches Zeichen interpretieren; religiöse Zeugnisse kritisch hinterfragen und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen; weitreichende Konsequenzen einer Entscheidung im Lichte religiöser Dogmen betrachten; Handlung und Moral obskurer Mythen zusammentragen; etablierte Mythen kritisch analysieren; politische Dimensionen kirchlichen Handelns durchschauen; ...)

kritische Bewertung von Phänomenen im übergeordneten Kontext, sowie Einsichten, die ein tiefes Verständnis analytischer Zusammenhänge erfordern (z.B. das Erkennen logischer Fehlschlüsse in hochkomplexen metaphysischen Argumentationen; die korrekte theoretische Vorhersage weitreichender physikalischer Folgen eines singulären Ereignisses; der fundierte Vergleich und die Synthese zweier scheinbar gegensätzlicher Konzepte; ...)

Kritische Bewertung akademischer Erkenntnisse im erweiterten Kontext und das Ziehen völlig neuer, eigener Schlüsse, die ein tieferes Verständnis erfordern (z. B. die Theorien zweier gegensätzlicher Denkschulen synthetisieren, um ein aktuelles physikalisches oder metaphysisches Problem zu lösen; die weitreichenden, philosophischen Konsequenzen einer neuen wissenschaftlichen Entdeckung fehlerfrei prognostizieren; logische Paradoxa durchschauen und auflösen; die verborgenen physikalischen Ursachen hinter scheinbar übernatürlichen Ereignissen korrekt und fundiert herleiten; ...)

25 Abstrakt Betrachtung theologischer Informationen aus ungewöhnlichen Perspektiven, Knüpfen alternativer und neuartiger Zusammenhänge, sowie Anwendung spekulativer Theorien (z.B. religiöse Praktiken auf historische Ereignisse und kulturelle Strömungen zurückführen; Religionen verschiedener Völker oder Kulturen vergleichen und gemeinsame Wurzeln oder Divergenzen aufzeigen; plausible Theorien zu verborgenen Vorgängen innerhalb einer Glaubensgemeinschaft aufstellen; religiöse Dogmen und kirchliche Strukturen vergangener Kulturen rekonstruieren; völlig fremdartige Weltanschauungen erschließen; ...)

Betrachtung physikalischer und metaphysischer Theorien aus ungewöhnlichen Perspektiven, Knüpfen alternativer Zusammenhänge sowie Anwendung spekulativer Thesen (z.B. Herleitung einer völlig neuen philosophischen Strömung zur Erklärung eines unbekannten Phänomens; das theoretische Entkräften tief verwurzelter Weltanschauungen durch unanfechtbare Logik; ...)

Betrachtung von Weltgesetzen und Konzepten aus völlig ungewöhnlichen Perspektiven, Erschaffen neuartiger, bahnbrechender Theorien und die Anwendung spekulativer Konzepte (z. B. das Formulieren einer neuen, in sich schlüssigen philosophischen Doktrin, die fundamentale Wahrheiten der Spielwelt umkrempelt; das mathematisch-logische Erfassen der absoluten Natur von Multidimensionalität und metaphysischen Sphären; die Konstruktion hochkomplexer, theoretischer Physikmodelle, die ihrer Zeit eigentlich weit voraus sind; ...)




Erfolgspunkte bei einer Fertigkeitsprobe mit Religion können genutzt werden, um situative Vorteile zu erlangen. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).

  • 2 EP: Probewert +1 bei der nächsten „Mystik“- oder „Gesellschafts“-Probe mit gleichem oder geringeren SG, die sinnvollerweise von der erhaltenen Information profitieren könnte.
  • 4 EP: Ein zusätzliches Detail zur erhaltenen Information erfahren, beispielsweise einen konkreten Namen statt nur eines Titels oder einer Beschreibung, den gesellschaftlichen Hintergrund zum erfahrenen religiösen Dogma, oder einen zusätzlichen Aspekt der fraglichen Gottheit. Alternativ kann der SL auch eine andere Information preisgeben, die unmittelbar mit dem ursprünglichen Anliegen verknüpft ist, beispielsweise ein historisches Ereignis, bei dem die erfragte Priesterschaft maßgeblich involviert war.
  • 10 EP: Der Spieler kann selbst eine sinnvolle Information gleicher oder geringerer Komplexität zur Spielwelt beitragen. Diese sollte mit dem ursprünglichen Anliegen des Charakters in Verbindung stehen oder die Erzählung auf andere Weise bereichern. Es steht dem SL frei korrigierend einzugreifen, sollten sich durch die Idee des Spielers Widersprüche mit bereits etablierten Fakten oder ausgearbeiteten Aspekten der Spielwelt ergeben.


  • 2 EP: Probewert +1 bei der nächsten geistigen Fertigkeitsprobe (beispielsweise auf „Nachforschen“ oder „Überzeugen“) mit gleichem oder geringerem SG, die sinnvollerweise von der scharfsinnigen logischen Herleitung oder der gewonnenen theoretischen Erkenntnis profitieren könnte.
  • 4 EP: Ein zusätzliches Detail zur erhaltenen Information erfahren, beispielsweise den genauen Urheber einer philosophischen These, einen bisher übersehenen logischen Zwischenschritt oder eine subtile konzeptionelle Schwachstelle in einer metaphysischen Weltanschauung. Alternativ kann der SL auch eine andere Information preisgeben, die unmittelbar mit dem ursprünglichen Gedankengang verknüpft ist.
  • 10 EP: Der Spieler kann selbst eine sinnvolle Information gleicher oder geringerer Komplexität zur Physik oder Philosophie der Spielwelt beitragen. Diese sollte mit dem ursprünglichen Anliegen des Charakters in Verbindung stehen oder die Erzählung durch einen scharfsinnigen logischen Schluss bereichern. Es steht dem SL frei korrigierend einzugreifen, sollten sich durch die Idee des Spielers Widersprüche mit bereits etablierten Fakten der Spielwelt ergeben.
  • 2 EP: Probewert +1 bei der nächsten argumentativen „Überzeugen“- oder „Darstellen“-Probe, insofern der Charakter seine Argumentation auf einem unangreifbaren logischen Fundament aufgebaut hat, das er aus seinen Beobachtungen ziehen konnte.
  • 4 EP: Ein zusätzliches, tiefgründiges Detail zur erhaltenen Information erfahren, beispielsweise den genauen historischen Ursprung eines speziellen Gedankenguts, die versteckte Schwachstelle einer gegnerischen These oder die konkrete, verborgene physikalische Komponente eines magischen Effekts.
  • 5 EP: Probewert +[SG÷5] (abgerundet) bei einer anschließenden „Mystik“- oder „Wissenschaft“-Probe, insofern das zuvor abgeleitete abstrakte Prinzip oder die erkannte Kausalität direkt auf das Folgeproblem angewendet werden kann.
  • 10 EP: Der Spieler kann selbst eine sinnvolle Information gleicher oder geringerer Komplexität zur Spielwelt beitragen. Diese sollte mit dem ursprünglichen Anliegen des Charakters in Verbindung stehen oder die Erzählung auf andere Weise bereichern. Dies könnte eine gänzlich neue philosophische Strömung, ein Zitat eines fiktiven Gelehrten oder ein physikalisches Postulat sein. Es steht dem SL frei korrigierend einzugreifen, sollten sich durch die Idee des Spielers Widersprüche mit bereits etablierten Fakten oder ausgearbeiteten Aspekten der Spielwelt ergeben.



Abgrenzung zu Logik (interaktiv) und Mechanik (handwerklich)