Philosophie (Spezialisierung): Unterschied zwischen den Versionen
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Kategorie: Bildung | Kategorie: Bildung | ||
Version vom 30. Juli 2026, 21:44 Uhr
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| Kategorie: Bildung |
Zuordnung: | SW 1-3 klerikal, transzendent SW 4-10 klerikal |
| Bezugsattribut: IN-Wissen | ||
| Komplexität: 6 | Assoziierte Fertigkeiten: Gesellschaft, Mystik | |
"Ob als methodischer Akademiker, tiefgründiger Theologe oder erleuchteter Mystiker, diese Spezialisierung erlaubt dem Charakter, die fundamentalen Gesetze der Schöpfung zu hinterfragen und übergeordnete Kausalitäten zu begreifen."
Kategorie: Bildung Bezugsattribut: IN-Verstand Komplexität: 8 Zuordnung: SW 1-3 allgemein, transzendent SW 4-10 transzendent Assoziierte Fertigkeiten: Mystik, Wissenschaft
Diese Spezialisierung repräsentiert umfassendes Fachwissen im Bereich der theoretischen Bildung. Sie umfasst die Grundlagen der modernen Physik sowie tiefere Kenntnisse der analytischen Logik, stets geleitet von der essenziellen Frage nach Ursachen, Wirkungen und deren Folgen. Ein hoher Spezialisierungswert befähigt den Charakter dazu, gängige Theorien und etablierte philosophische Gedankenschulen der Spielwelt nicht nur zu kennen, sondern vollends zu verinnerlichen. Darüber hinaus erlaubt sie es, übergeordnete Zusammenhänge zu begreifen und fundamentale Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Theorien trennscharf herauszuarbeiten.
Im praktischen Einsatz wird Philosophie entweder mit der Fertigkeit „Wissenschaft“ oder „Mystik“ eingesetzt. Das Bezugsattribut bleibt in beiden Fällen IN-Verstand. „Wissenschaft“ kommt zur Anwendung, wenn es primär darum geht, greifbare physikalische Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten der Natur zu ergründen. „Mystik“ wird hingegen herangezogen, wenn der Fokus auf metaphysischen Theorien und der abstrakten Betrachtung komplexer Weltanschauungen liegt.
Der Charakter kann durch eine entsprechende Fertigkeitsprobe tiefgehendes Wissen über die Beschaffenheit der Spielwelt abrufen und Phänomene logisch herleiten. Der Schwierigkeitsgrad der Probe richtet sich nach der Komplexität der geforderten logischen Schlüsse und der Seltenheit der jeweiligen Theorie. Die folgende Tabelle bietet Richtlinien für die Gestaltung des Schwierigkeitsgrades:
| SG | Information | Beschreibung & Beispiele |
|---|---|---|
| 5 | Trivial | physikalische Grundlagen und logische Prinzipien, die jedem Bürger mit grundlegender Allgemeinbildung geläufig sein sollten (z.B. einfache Ursache-Wirkung-Zusammenhänge im Alltag; grundlegendes Verständnis von Schwerkraft oder der Hebelwirkung; Namen der allerbekanntesten, allgegenwärtigen Philosophen der Spielwelt; ...) |
| 10 | Verbreitet | theoretische Informationen, die zwar der Öffentlichkeit zugänglich, jedoch bei Weitem nicht jedem Bürger im Detail bekannt sind (z.B. die Kernaussage einer etablierten philosophischen Gedankenschule; einfache naturwissenschaftliche Gesetze wie Verdrängung oder Thermodynamik auf rudimentärem Niveau; grobe inhaltliche Einordnung konkurrierender Weltanschauungen; ...) |
| 15 | Selten | philosophische oder physikalische Informationen, die nicht zum üblichen Diskurs gehören und tiefgreifendes Studium erfordern (z.B. komplexe Theoreme der analytischen Logik; detailliertes Verständnis theoretischer Physik innerhalb der Spielwelt; die Kernpunkte obskurer, verbotener oder längst vergessener Gedankenschulen; ...) |
| 20 | Komplex | kritische Bewertung von Phänomenen im übergeordneten Kontext, sowie Einsichten, die ein tiefes Verständnis analytischer Zusammenhänge erfordern (z.B. das Erkennen logischer Fehlschlüsse in hochkomplexen metaphysischen Argumentationen; die korrekte theoretische Vorhersage weitreichender physikalischer Folgen eines singulären Ereignisses; der fundierte Vergleich und die Synthese zweier scheinbar gegensätzlicher Konzepte; ...) |
| 25 | Abstrakt | Betrachtung physikalischer und metaphysischer Theorien aus ungewöhnlichen Perspektiven, Knüpfen alternativer Zusammenhänge sowie Anwendung spekulativer Thesen (z.B. Herleitung einer völlig neuen philosophischen Strömung zur Erklärung eines unbekannten Phänomens; das theoretische Entkräften tief verwurzelter Weltanschauungen durch unanfechtbare Logik; ...) |
Erfolgspunkte bei einer Fertigkeitsprobe mit Philosophie können genutzt werden, um situative Vorteile zu erlangen. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).
- 2 EP: Probewert +1 bei der nächsten geistigen Fertigkeitsprobe (beispielsweise auf „Nachforschen“ oder „Überzeugen“) mit gleichem oder geringerem SG, die sinnvollerweise von der scharfsinnigen logischen Herleitung oder der gewonnenen theoretischen Erkenntnis profitieren könnte.
- 4 EP: Ein zusätzliches Detail zur erhaltenen Information erfahren, beispielsweise den genauen Urheber einer philosophischen These, einen bisher übersehenen logischen Zwischenschritt oder eine subtile konzeptionelle Schwachstelle in einer metaphysischen Weltanschauung. Alternativ kann der SL auch eine andere Information preisgeben, die unmittelbar mit dem ursprünglichen Gedankengang verknüpft ist.
- 10 EP: Der Spieler kann selbst eine sinnvolle Information gleicher oder geringerer Komplexität zur Physik oder Philosophie der Spielwelt beitragen. Diese sollte mit dem ursprünglichen Anliegen des Charakters in Verbindung stehen oder die Erzählung durch einen scharfsinnigen logischen Schluss bereichern. Es steht dem SL frei korrigierend einzugreifen, sollten sich durch die Idee des Spielers Widersprüche mit bereits etablierten Fakten der Spielwelt ergeben.
Philosophie (Spezialisierung)
Kategorie: Bildung Bezugsattribut: IN-Verstand Komplexität: 8 Zuordnung: SW 1-3 allgemein, arkan, klerikal, transzendent SW 4-10 arkan, klerikal, transzendent Assoziierte Fertigkeiten: Mystik, Wissenschaft
Diese Spezialisierung repräsentiert eine tiefgreifende akademische, intellektuelle und erkenntnistheoretische Auseinandersetzung mit der Welt und ihren universellen Gesetzmäßigkeiten. Philosophie umfasst im Kern die weitreichenden Grundlagen der modernen Physik sowie fundierte, tiefere Kenntnisse der formalen und analytischen Logik. Sie operiert dabei stets im Sinne der fundamentalen Frage nach Ursachen, Wirkungen und den weitreichenden Konsequenzen von Ereignissen, Materie und Zuständen. Ein hoher Spezialisierungswert impliziert nicht nur ein umfangreiches Repertoire an gängigen Theorien und etablierten philosophischen Gedankenschulen des Settings, sondern befähigt den Charakter auch dazu, übergeordnete Zusammenhänge zu erkennen. Er besitzt das notwendige Rüstzeug, um komplexe Unterschiede, historische Entwicklungen und feine Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Lehren und Weltanschauungen präzise herauszuarbeiten und kritisch zu hinterfragen.
Im praktischen Spielgeschehen wird Philosophie vornehmlich mit zwei Fertigkeiten kombiniert, wobei das Bezugsattribut in beiden Fällen stets IN-Verstand ist. Geht es primär um physikalische Zusammenhänge, messbare Naturgesetze, mechanische Kausalität in der materiellen Welt oder den strengen Einsatz formaler Logik, wird die Spezialisierung mit der Fertigkeit „Wissenschaft“ eingesetzt. Hier steht die rationale, empirische und analytische Auswertung von Phänomenen im Vordergrund. Geht es hingegen um abstrakte, metaphysische Theorien, weitreichende theologische Weltanschauungen, ethisch-moralische Dilemmata oder die theoretische Natur höherer Mächte und der Magie an sich, wird Philosophie mit der Fertigkeit „Mystik“ gepaart. In diesem Fall hilft die Spezialisierung dabei, transzendente und spirituelle Konzepte auf einer hochgradig theoretischen, philosophischen Ebene zu begreifen, zu diskutieren und zu systematisieren.
Durch eine entsprechende Fertigkeitsprobe kann der Charakter tiefgründiges Wissen über die naturwissenschaftlichen und philosophischen Theorien der Spielwelt abrufen. Je abstrakter und komplexer die gefragten Informationen oder deduktiven Schlüsse sind, desto höher fällt der Schwierigkeitsgrad aus. Der SL kann den SG zudem anhand der Zugänglichkeit entsprechender Schriften, Archive oder Lehrmeister modifizieren. Im Allgemeinen kann sich der SL für die Informationsbeschaffung an folgenden Richtlinien orientieren:
| SG | Information | Beschreibung & Beispiele |
|---|---|---|
| 5 | Trivial | Grundlegende physikalische Prinzipien und bekannte logische Schlussfolgerungen, die jedem akademisch gebildeten Bürger geläufig sind (z. B. das Prinzip von Ursache und Wirkung bei alltäglichen Phänomenen; die Namen der einflussreichsten Philosophen oder Gelehrten der Ära; die Grundsätze der verbreitetsten lokalen Weltanschauung; einfache physikalische Kausalitäten wie Schwerkraft, Fliehkraft oder Hebelwirkung erklären; deduktives Schließen aus offensichtlichen Fakten; ...) |
| 10 | Verbreitet | Philosophische und physikalische Theorien, die Gegenstand des gehobenen Diskurses sind, jedoch bei Weitem nicht zum Allgemeinwissen zählen (z. B. die Kernkonzepte und Postulate der vorherrschenden philosophischen Schule präzise wiedergeben; grundlegende Theorien zur Bewegung von Himmelskörpern oder der Natur von Licht und Materie; die zentralen metaphysischen Lehren anerkannter Religionen historisch einordnen; einfache logische Fehlschlüsse oder Trugschlüsse in einer Argumentation zielsicher erkennen; ...) |
| 15 | Selten | Tiefgründige Theorien und Lehren, die nicht zum üblichen Diskurs gehören und die man eigentlich nur nach einem dedizierten Studium kennen kann oder gezielt nachschlagen müsste (z. B. komplexe physikalische Gesetzmäßigkeiten wie Thermodynamik, Optik oder Strömungsmechanik auf theoretischer Ebene begreifen; die feinen dogmatischen Unterschiede konkurrierender philosophischer Strömungen analysieren; die metaphysischen Hintergründe seltener magischer Phänomene theoretisch untermauern; formale Logik anwenden, um versteckte Prämissen und fehlerhafte Axiome in komplexen Texten aufzudecken; ...) |
| 20 | Komplex | Kritische Bewertung akademischer Erkenntnisse im erweiterten Kontext und das Ziehen völlig neuer, eigener Schlüsse, die ein tieferes Verständnis erfordern (z. B. die Theorien zweier gegensätzlicher Denkschulen synthetisieren, um ein aktuelles physikalisches oder metaphysisches Problem zu lösen; die weitreichenden, philosophischen Konsequenzen einer neuen wissenschaftlichen Entdeckung fehlerfrei prognostizieren; logische Paradoxa durchschauen und auflösen; die verborgenen physikalischen Ursachen hinter scheinbar übernatürlichen Ereignissen korrekt und fundiert herleiten; ...) |
| 25 | Abstrakt | Betrachtung von Weltgesetzen und Konzepten aus völlig ungewöhnlichen Perspektiven, Erschaffen neuartiger, bahnbrechender Theorien und die Anwendung spekulativer Konzepte (z. B. das Formulieren einer neuen, in sich schlüssigen philosophischen Doktrin, die fundamentale Wahrheiten der Spielwelt umkrempelt; das mathematisch-logische Erfassen der absoluten Natur von Multidimensionalität und metaphysischen Sphären; die Konstruktion hochkomplexer, theoretischer Physikmodelle, die ihrer Zeit eigentlich weit voraus sind; ...) |
Erfolgspunkte bei einer Fertigkeitsprobe mit Philosophie können genutzt werden, um situative Vorteile zu erlangen, die den Scharfsinn und die analytische Überlegenheit des Charakters widerspiegeln. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).
- 2 EP: Probewert +1 bei der nächsten argumentativen „Überzeugen“- oder „Darstellen“-Probe, insofern der Charakter seine Argumentation auf einem unangreifbaren logischen Fundament aufgebaut hat, das er aus seinen Beobachtungen ziehen konnte.
- 4 EP: Ein zusätzliches, tiefgründiges Detail zur erhaltenen Information erfahren, beispielsweise den genauen historischen Ursprung eines speziellen Gedankenguts, die versteckte Schwachstelle einer gegnerischen These oder die konkrete, verborgene physikalische Komponente eines magischen Effekts.
- 5 EP: Probewert +[SG÷5] (abgerundet) bei einer anschließenden „Mystik“- oder „Wissenschaft“-Probe, insofern das zuvor abgeleitete abstrakte Prinzip oder die erkannte Kausalität direkt auf das Folgeproblem angewendet werden kann.
- 10 EP: Der Spieler kann selbst eine sinnvolle Information gleicher oder geringerer Komplexität zur Spielwelt beitragen. Diese sollte mit dem ursprünglichen Anliegen des Charakters in Verbindung stehen oder die Erzählung auf andere Weise bereichern. Dies könnte eine gänzlich neue philosophische Strömung, ein Zitat eines fiktiven Gelehrten oder ein physikalisches Postulat sein. Es steht dem SL frei korrigierend einzugreifen, sollten sich durch die Idee des Spielers Widersprüche mit bereits etablierten Fakten oder ausgearbeiteten Aspekten der Spielwelt ergeben.
Ob als frommer Kirchgänger, gelehrte Theologin oder fanatischer Kultist – Diese Spezialisierung erlaubt es dem Charakter religiöse Dogmen zu verstehen, klerikale Hierarchien sowie kirchliche Mythen zu durchblicken und das Wirken höherer Mächte zu deuten. Sie umfasst vornehmlich theologisches Fachwissen, welches mit einer Fertigkeitsprobe auf „Gesellschaft“ oder „Mystik“ abgerufen werden kann. Der Unterschied liegt darin, dass „Gesellschaft“ die kulturellen Aspekte verschiedener Religionen abdeckt, wie beispielsweise die Geschichte und Hierarchien einer Glaubengemeinschaft, alltäglich relevante Dogmen und Gebote oder Hintergründe zu kirchlichen Feiertagen, während mit „Mystik“ Informationen zu höheren Mächten, spirituellen Phänomenen, verschiedenen Weltanschauungen und überlieferten Mythen erfragt werden können. Im Falle einer thematischen Überschneidung kann die SL bestimmen, welche Fertigkeit passender ist, oder schlichtweg den besseren Fertigkeitswert zulassen. Der Schwierigkeitsgrad einer Probe hängt davon ab wie verbreitet die fragliche Information ist, und wie wahrscheinlich es ist, dass der Charakter aufgrund seines Hintergrunds bereits mit dem Thema in Berührung kam. Dem wird durch die allgemeinen Modifikatoren Rechnung getragen, die in der Beschreibung von „Gesellschaft“ aufgeführt sind. Im Allgemeinen kann sich die SL an folgenden Richtlinien orientieren:
SG Information Beschreibung & Beispiele 5 Trivial religiöses Grundwissen, das jedem Bürger mit etwas Lebenserfahrung zuteil sein sollte (z.B. Namen und vornehmliche Zuständigkeit (Gesetz, Schifffahrt, Winter) regional verehrter Gottheiten; allgemeine Haltung lokaler Priesterschaften zu fundamentalen Themen des Alltags (Heirat, Beerdigung, Lügen, Diebstahl); repräsentatives Symbol ortsansässiger Glaubensgemeinschaften (Sonnenrad, gekreuzte Schwerter, Waagschale); wichtigste Eckpunkte alltagsrelevanter Mythen und religiöser Lehren (Schöpfung, Paradies, Verdammnis); vereinfachter Grund für kirchliche Feiertage (Familie, Dankbarkeit, Buße); allgemeine Titel der wichtigsten klerikalen Würdenträger; ...) 10 Gängig religiöse Kenntnisse, die zwar Gegenstand des Alltags, jedoch bei Weitem nicht jedem Bürger bekannt sind (z.B. mythologische Verbindungen und Beziehungen regional verehrter Gottheiten (Gemahl, Tochter, Gegenspieler); Namen und vornehmliche Zuständigkeit fremder Gottheiten; proklamierte Gebote und Verbote seitens der lokalen Priesterschaften, sowie Gerüchte zu deren klerikalen Gaben (Heilung, Orakel, Schutz, Strafe); weiterführende Symbolik der ortsansässigen Glaubensgemeinschaften (Farben, Ikonen, Zeichen); grundlegende Handlung und Moral verbreiteter Mythen; wichtige Traditionen zu kirchlichen Feiertagen (Zeremonien, Kostüme, Speisen); konkrete Namen der wichtigsten klerikalen Würdenträger; ...) 15 Anspruchsvoll theologische Informationen, die man eigentlich nur nach entsprechendem Studium kennen kann oder gezielt nachschlagen müsste (z.B. mythologische Begründungen für den etablierten Aufbau eines Pantheon (Allianzen, Rivalitäten, Konflikte); überlieferte Diener und Sendboten einer Gottheit (Erscheinung, Verhalten, Gesinnung); Details zu Bräuchen, Dogmen, Geboten und Verboten einer Priesterschaft; verlässliche Zeugnisse zu ihren klerikalen Gaben; detaillierte Handlung überlieferter Mythen und differenzierte Betrachtung ihrer Moral; genaue historische Hintergründe eines kirchlichen Feiertages; Details zu den hierarchischen Strukturen einer Glaubensgemeinschaft; Abfolge und Errungenschaften vergangener klerikaler Würdenträger;...) 20 Komplex kritische Bewertung theologischer Informationen im erweiterten Kontext, sowie Einsichten, die ein tieferes Verständnis und umfassende Detailkenntnis religiöser Themen erfordern (z.B. vielschichtige mythologische Darstellung einer höheren Macht in Einklang bringen oder Widersprüche aufzeigen; Details zu übernatürlichen Dienern und Sendboten einer Gottheit (Persönlichkeit, Stärken, Schwächen); ein ungewöhnliches Ereignis als Omen oder göttliches Zeichen interpretieren; religiöse Zeugnisse kritisch hinterfragen und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen; weitreichende Konsequenzen einer Entscheidung im Lichte religiöser Dogmen betrachten; Handlung und Moral obskurer Mythen zusammentragen; etablierte Mythen kritisch analysieren; politische Dimensionen kirchlichen Handelns durchschauen; ...) 25 Abstrakt Betrachtung theologischer Informationen aus ungewöhnlichen Perspektiven, Knüpfen alternativer und neuartiger Zusammenhänge, sowie Anwendung spekulativer Theorien (z.B. religiöse Praktiken auf historische Ereignisse und kulturelle Strömungen zurückführen; Religionen verschiedener Völker oder Kulturen vergleichen und gemeinsame Wurzeln oder Divergenzen aufzeigen; plausible Theorien zu verborgenen Vorgängen innerhalb einer Glaubensgemeinschaft aufstellen; religiöse Dogmen und kirchliche Strukturen vergangener Kulturen rekonstruieren; völlig fremdartige Weltanschauungen erschließen; ...)
Dabei ist natürlich zu beachten, dass die religiösen Überzeugungen eines Charakters stark von seiner Herkunft und kulturellen Perspektive abhängig sind. So könnte er mit einer völlig verzerrten Darstellung einer rivalisierenden Religion aufgewachsen sein, die ihn und seine Haltung diesbezüglich nachhaltig geprägt hat. In solch einem Fall kann der SL den Schwierigkeitsgrad, um verlässliche Informationen zusätzlich (und verborgen) um bis zu +5 erhöhen, oder das abgerufene Wissen schlichtweg entsprechend anpassen.
Erfolgspunkte bei einer Fertigkeitsprobe mit Religion können genutzt werden, um situative Vorteile zu erlangen. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).
- 2 EP: Probewert +1 bei der nächsten „Mystik“- oder „Gesellschafts“-Probe mit gleichem oder geringeren SG, die sinnvollerweise von der erhaltenen Information profitieren könnte.
- 4 EP: Ein zusätzliches Detail zur erhaltenen Information erfahren, beispielsweise einen konkreten Namen statt nur eines Titels oder einer Beschreibung, den gesellschaftlichen Hintergrund zum erfahrenen religiösen Dogma, oder einen zusätzlichen Aspekt der fraglichen Gottheit. Alternativ kann der SL auch eine andere Information preisgeben, die unmittelbar mit dem ursprünglichen Anliegen verknüpft ist, beispielsweise ein historisches Ereignis, bei dem die erfragte Priesterschaft maßgeblich involviert war.
- 10 EP: Der Spieler kann selbst eine sinnvolle Information gleicher oder geringerer Komplexität zur Spielwelt beitragen. Diese sollte mit dem ursprünglichen Anliegen des Charakters in Verbindung stehen oder die Erzählung auf andere Weise bereichern. Es steht dem SL frei korrigierend einzugreifen, sollten sich durch die Idee des Spielers Widersprüche mit bereits etablierten Fakten oder ausgearbeiteten Aspekten der Spielwelt ergeben.