Zauberschulen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus IUNA-RPG
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| align="left"| direkte Beeinflussung von Geist, Denken und sogar Magie (Gedankenlesen, Beherrschung, Bannung ...)
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Version vom 27. Mai 2020, 20:32 Uhr

Wie viele wissenschaftlich orientierte Disziplinen strebt auch die arkane Magie nach Unterteilungen und Definitionen, welche einen theoretischen Diskurs erleichtern. Daher werden alle bekannten magischen Effekte in Gruppen eingeteilt, sei es nach ähnlicher Wirkung oder nach oder gleichen theoretischen Grundlagen. Da sich basierend auf diesen Einteilungen Organisationen entsprechender fachlicher Spezialisierung entwickelt haben, nennt man sie Zauberschulen oder Schulen der Magie. Viele Effekten lassen sich auf mehren Wegen erreichen, wodurch die Zugehörigkeit eines Zaubers zu mehr als einer Schule keine Seltenheit ist.
Im Laufe der Zeit gab es jedoch verschiedene Ansichten und Meinungen nach welchen Kriterien und Gesichtspunkten die Einteilung magischer Effekte zu erfolgen habe. In den Völkern der Menschen setzten sich letztendlich zwei Ideen durch: Die Schulen des Westens und die Schulen des Ostens. Beide Systematiken unterteilen ihre Schulen zusätzlich noch in so genannte „Konzepte“, um eine noch genauere theoretische Unterscheidung der Effekte zu ermöglichen. Die Menschen waren jedoch nicht die einzigen, die solche Überlegungen anstellten. Die Völker der Elfen haben beispielsweise schon seit je her eine viel weniger bürokratisch anmutende, breiter gefasste Einteilung der Magie.
Man sollte jedoch beachten, dass es sich bei den verschiedenen Systematiken der Zauberschulen lediglich um unterschiedliche Blickwinkel auf die gleiche Sache handelt. Keine der genannten Betrachtungsweisen kann Perfektion für sich in Anspruch nehmen oder schließt die Richtigkeit anderer Theorien aus. In allen gibt es Grenzfälle, die nur schwer einzuordnen sind oder sich gar jedweder Erfassung entziehen. Und doch haben alle Systematiken der Schulen der Magie ihre Berechtigung. Letztlich kann ein magischer Effekt auf vielerlei Weise zu Stande gebracht und erklärt werden.
Auch wenn ein Charakter um mehrere Systematiken weiß, ist er was die Einteilung und Handhabung seiner eigenen Zauber betrifft an eine von ihnen gebunden. Dies ist dann stets die Systematik, die mit der Hintergrundgeschichte des Charakters in Einklang ist, also in der Kultur vorherrscht, aus welcher er stammt.


Schulen des Westens

Die Schulen des Westens nahmen ihren Ursprung in den Alten Reichen Evirion und Brandur, aus deren Ruinen das Westliche Kaiserreich Erun hervorging, und wurden einst auch in Cathos, Ragan und Isdar übernommen. Damit bedient sich zweifelsohne der Großteil der Magier Iunas dieser Systematik. Sie begründet sich auf wissenschaftlich-philosophischen Überlegungen bezüglich Ziel und Zweck eines magischen Effektes. Im Vordergrund steht also was ein Zauber bewirken soll und wie er dies tut. Durch diese relativ offene Definition ergeben sich neben einleuchtenden Gegensätzen auch Überschneidungsbereiche zwischen den Zauberschulen. Schematisch werden die Schulen des Westens daher stets als Okagramm dargestellt: An jeder Spitze des achtzackigen Sterns die Rune einer Zauberschule. So kann von „entgegengesetzten“ und „benachbarten Schulen“ gesprochen werden, wobei jede Schule einige Parallelen zu ihren Nachbarn aufweist. Die Universelle Schule wird theoretisch dem Zentrum des Achtsterns zugeordnet, doch wegen der symbolischen Bedeutung der Neun als dämonische Zahl wird von solch einer Darstellungsweise mit neun Runen abgesehen.

Schule Konzepte Beschreibung
(Universell) - grundlegende Zauber; allgemeines arkanes Handwerkszeug; nicht anders klassifizierbare Zauber
Bannmagie Intervention magische Effekte aufheben; beschworene Wesen verbannen; Anwendung von Magie einschränken
Prävention vorbeugenden Schutz verleihen; Unterstützung gewähren; Kraftfelder errichten
Beschwörung Projektion voll handlungsfähige materielle Abbilder von Spärenwesen beschwören
Portation Tore in andere Sphären etablieren und so Sphärenwesen tatsächlich herbeiholen
Konvokation bereits anwesende reale Wesen aus der Umgebung herbeirufen
Inkarnation gezielt besondere Fähigkeiten mächtiger Sphärenwesen entfesseln
Divination Gnostik Dinge und Sachverhalte im momentanen Blickfeld des Magieanwenders entdecken und erkennen
Hermetik temporär oder dauerhaft konkretes Wissen erlangen
Mantik Vergangenes, Zukünftiges und Gegenwärtiges außerhalb der eigenen Reichweite erfahren
Illusion Phantom Sinne durch erschaffene Bilder, Geräusche, Gerüche und Geschmäcker täuschen
Halluzination Wahrnehmung bei ausgewählten Wesen gezielt und umfassend manipulieren
Zerrbild offensichtliche Illusionen zur Verwirrung und Ablenkung erzeugen
Nekromantie Vita Lebensenergie erhalten, übertragen oder vernichten
Anima Totengeister im Diesseits und Jenseits anrufen und befehligen
Obscura Effekte moralischer Zweifelhaftigkeit oder grausigen Erscheinens bewirken
Thaumaturgie Evokation ursprüngliche Energien für offensive oder destruktive Zwecke entfesseln
Kreation reinen Energien zu defensiven Zwecken Gestalt und Form verleihen
Veränderung Verschiebung Zeit und Raum sowie die Gesetzmäßigkeiten der gegenwärtigen Realität manipulieren
Verwandlung Objekten und Wesen eine neue Form verleihen und dabei Gestalt, Größe und Gewicht verändern
Umwandlung Materie und Energie in andersartige Materie oder Energie umwandeln
Zauberei Bezauberung durch geistige Manipulation das Verhalten und Handeln von Wesen beeinflussen
Verzauberung Wesen und Objekten Eigenschaften und Fähigkeiten verleihen oder diese schwächen

Schulen des Ostens

Im Osten Iunas, in N'baia und La'Tien sowie auf dem Halbkontinent Yarek und den Inselreichen der östlichen Meere folgt man der Systematik der Schulen des Ostens. Sie gehen ebenfalls auf die Alten Reichen zurück, die genauen Ursprünge sind jedoch umstritten. Das Kriterium der Einteilung ist hier die Frage nach dem energetischen Ursprung des magischen Effekts. Im Vordergrund steht also woher ein Zauber seine Energie bezieht. Innerhalb der Schulen des Ostens unterscheidet man so die vier elementaren und die vier kosmischen Zauberschulen. Dies mutet im Vergleich zu den Schulen des Westens weniger wissenschaftlich, sondern eher naturverbunden und spirituell an. Die Universelle Schule wird auch in dieser Systematik nicht als eigenständige Schule gesehen. Durch den Bezug auf die Elemente und kosmischen Prinzipien ergeben sich klare Gegensätze und nur in Einzelfällen Überschneidungsbereiche. Das Konkurrenzdenken zwischen den Vertretern der einzelnen Schulen ist daher in der Regel sehr viel ausgeprägter als im Westen und Feindschaften aufgrund gegensätzlicher Spezialisierung sind keine Seltenheit.

Schule Konzepte Beschreibung
(Universell) - grundlegende Zauber; allgemeines arkanes Handwerkszeug; nicht anders klassifizierbare Zauber
Feuermagie Flammen Erzeugen und Beeinflussen von Flammen; direkte Entfesslung von Hitzeenergie
Glut Lichteffekte zur Beleuchtung und Blendung; Rauch, Asche und Magma manipulieren;
Erdmagie Fels Manipulation von erdverbundenen anorganischen Materialien (Stein, Metall, Glas, ...); persönliche Schutzeffekte; Magnetismus und Gravitation beeinflussen
Pflanze Manipulation von erdverbundenen organischen Materialien (Holz, Papier, Wolle, ...); Pflanzen beeinflussen; Gifteffekte
Wassermagie Liquid Manipulation und Herbeirufen von Flüssigkeiten (Wasser, Säure, ...)
Kälte Manipulation und Herbeirufen von reiner Kälteenergie und Eis
Luftmagie Wind direkte Manipulation der Luft in näherer Umgebung (z.B. Windböen) und für persönliche Bewegungseffekte (z.B. Fliegen, Teleport)
Wetter Bewirken meteorologischer Veränderungen; Erzeugen von Nebel; Entfesseln von Elektrizität
Æthermagie Destruktiv Entfesseln von gerichteten, nicht elementaren Energien zur Offensive (Druckwellen, Energiestrahlen, ...)
Konstruktiv Herbeirufen nicht elementarer Energien zum Schutz, zur Stärkung und zum Erschaffen von Objekten
Astralmagie Einsicht Erweiterung aber auch Einschränkung und Beeinflussung der Sinne (Erkenntniseffekte, Blindheit, ...)
Kontrolle direkte Beeinflussung von Geist, Denken und sogar Magie (Gedankenlesen, Beherrschung, Antimagie ...)
Traummagie Phantasie Beeinflussung von Gefühlen, Schlaf und Träumen; bezaubernde Effekte
Realität dimensionale Manipulation durch Interferenz mit der Traumsphäre (Raum- und Zeiteffekte, Beschwörung)
Schattenmagie Schein scheinbare Beeinflussung der Realität (Phantome, Trugbilder, Furcht, ...)
Sein tatsächliche Beeinflussung der individuellen, physischen Realität (nekromantische Effekte, Gestaltwandel)

Schulen der Elfen

Die Elfen pflegen schon seit je her einen sehr unbürokratischen Umgang mit der arkanen Magie. Ihre Einteilung folgt lediglich der Überlegung nach dem effektiven Ziel eines Zaubers, ob nun ein Wesen, ein Objekt, eine Energieform oder die Umgebung. Anders als bei den Menschen gab es nie Zerwürfnisse über diese Systematik. Allerdings wurden Laufe der Jahrtausende durch gefährliche Neugier und fehlgeleitete Ambitionen so manche Zauber geschaffen, derer sich kein Elf des Lichts freiwillig bedienen würde. Diese Zauber werden in der „Verbannten Schule“ zusammengefasst, quasi als „schwarze Liste“ der elfischen Magie. Der Bruch mit diesem selbst auferlegten Verzicht war einst der Grund für die Verbannung einiger machthungriger Elfen, die eine Einschränkung ihrer Magie nicht weiter hinnehmen wollten. Sie wurden schließlich in ihrem unterirdischen Exil zum Volk der Dunkelelfen, welche die verbannten Zauber ohne Skrupel nutzen.

Schule Bedeutung Beschreibung
Ilyenas Die Kunst Aller grundlegende Zauber; nicht anders klassifizierbare Zauber
Ciorenas Die Kunst des Lebenden Zauber, die lebende Wesen und Organismen direkt beeinflussen
Ormaenas Die Kunst der Dinge Zauber, die unbelebte Materie, Gegenstände und Objekte direkt beeinflussen
Ninquenas Die Kunst des Reinen Zauber, die elementare Energien und deren Vermischungen direkt nutzen
Ardhenas Die Kunst des Gebiets Zauber, die eine gewisse Umgebung beeinflussen und indirekte Effekte bewirken
Edlennas Die verbannte Kunst Schwarze Magie, der sich kein Elf des Lichts freiwillig bedienen würde