Gesegnete Aufmerksamkeit (Gebet)
/to do/
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Grad: I |
Zyklus: Erkenntnis |
Dieses Gebet enthüllt dem Anwender die Gegenwart böser Wesen, Gegenstände und Orte in seinem Blickfeld. Die übernatürliche Wahrnehmung hat eine Reichweite von [10 + (Rang × 5)] Metern und äußert sich in Form eines visuellen Eindrucks. Böse Wesen, Gegenstände und Orte scheinen von einer düsteren Aura umgeben oder durchwirkt, deren Intensität auf die Stärke der bösen Präsenz (minimal, schwach, mäßig, stark, überwältigend) schließen lässt. Beherrscht der Anwender die Gebete „Chaos entdecken“ oder „Ordnung entdecken“, kann er aus der Erscheinung der Aura auch entsprechende methodische Tendenzen der Gesinnung ableiteten, ohne das jeweilige Gebet zusätzlich wirken zu müssen.
Die Gesinnung von SC und NSC wird allerdings nur dann offenbar, wenn diese aus voller Überzeugung einer bösen Höheren Macht huldigen, wiederholt grausame Rituale oder unheilvolle Zeremonien durchführen, regelmäßig schandvolle Taten begehen oder diese Gesinnung anderweitig in besonderer Weise vertreten. Ansonsten genügt eine unlautere oder schadhafte Absicht gegenüber dem Anwender nicht, um von diesem Gebet als „böse“ eingestuft zu werden. Als Erweiterung lässt sich jedoch ein pauschaler Bonus für Fertigkeitsproben auf „Aufmerksamkeit“ oder „Überprüfen“ mit {Gespür} erwirken, welche dazu dienen die Beweggründe und Haltung des Gegenüber während der Wirkungsdauer besser einzuschätzen.
Übernatürliche böse Wesen, wie beispielsweise Untote oder manche Monster, strahlen immer Böses aus, außer sie vermögen ihre Aura zu verbergen oder zu verfälschen. Gelingt eine Fertigkeitsproben auf „Aufmerksamkeit“ oder „Überprüfen“ mit {Gespür} gegen einen SG von 10, erhält der Anwender auch einen Eindruck von der Absicht oder Haltung des Wesens in Form eines beschreibenden Adjektivs (z.B. destruktiv, grausam, heimtückisch, verlogen, machthungrig). Je 5 EP wird dieser Eindruck vom SL noch genauer ausgeführt. Die Gesinnunsaura von mächtigen Dämonen oder Infernalen kann allerdings so überwältigend sein, dass ihr Anblick und insbesondere genauere Analyse den Anwender möglicherweise in Schock oder Panik versetzt (SL-Entscheid). Damit eine böse Präsenz um einen Gegenstand oder an einem Ort wahrgenommen werden kann, muss dieser als verflucht gelten. Eine Mordwaffe, eine Giftfalle oder eine Folterkammer sind nicht per se „böse“, auch wenn sie gefährlich, düster oder heimtückisch sind.
Das Gebet wirkt solange sich der Anwender darauf konzentriert, was ihn natürlich bezüglich weiterer Aktionen einschränkt. Bricht die Konzentration, schwindet die Wirkung nach [WA-Intuition] Runden. Physische Hindernisse können die Wahrnehmung durch Böses entdecken blockieren. So können Präsenzen, die sich hinter einer 1 cm dicke Platte aus Blei oder Gusseisen, einer soliden Schicht anderen Metalls von mehr als 3 cm Dicke, Stein von mehr als 30 cm Dicke, oder einer hölzernen Barriere von mehr als einem Meter Dicke befinden nicht erspürt werden, insofern die Barriere selbst nicht Teil dessen ist, das die böse Präsenz ausmacht, wie beispielsweise die Wände im Altarraum einer bösen Gottheit. Außerdem können Illusionen und spezialisierte Antimagie die Erkenntnis durch dieses Gebet stören oder gar ganz unterbinden.
Gefahrengespür + Bevorzugte Proben auf Aufmerksamkeit oder Überprüfen / mit BzA Sinne?
Gefahren erspüren Zyklus: Erkenntnis Arkane Referenz: Divination (Gnostik) Reichweite: persönlich Komponenten: W, G, M Aktionsinitiative: 1 Phase Wirkungsbereich: 3 m x 15 m Pfad Wirkungsdauer: Resistenzwurf: Nein (WE-In vs. Magie: negiert)
Mit Hilfe dieses Gebetes kann der Priester Schlingen, Fallgruben und ähnliche einfache Fallen entdecken und ist so rechtzeitig vor diesen gewarnt. Dazu gehören nicht nur Fallen die von Jägern oder Wegelagerern aus einfachen Materialien gebaut werden können, sondern auch natürliche Fallen von Tieren und Bestien, wie etwa das Netz einer Riesenspinne. Zudem warnt dieses Gebet vor stationären natürlichen Gefahren wie Treibsand, instabilen Wänden und Decken einer Höhle oder unsicherem Gelände, wie z.B. ein lawinengefährdetes Schneefeld. Der Priester erfährt ein Gefühl der Gefahr wenn er in die Richtung blickt, in der solch eine potentielle Gefahr im Wirkungsbereich lauert. Das Gefühl verstärkt sich, wenn er sich der Gefahr nähert, bis er schließlich auf ihre generelle Art schließen kann. Bei Fallen weiß er dann jedoch noch lange nicht, wie sie genau funktionieren oder gar wie man sie entschärfen könnte. Intensive Betrachtung kann ihm jedoch eine Idee davon vermitteln, welche Handlungsweise die Falle oder Gefahr auslösen könnte. Komplexe Gefahren, wie eine mechanische Falle, individuelle Gefahren, beispielsweise die potentielle Giftigkeit einer Pflanze oder ein lauernder Tiger, sowie situationsabhängige Gefahren, etwa dass eine Grotte bei Flut völlig unter Wasser steht, werden von der Wirkung dieses Gebetes nicht erfasst. Auch magische Fallen können nicht erkannt werden, mit Ausnahme derer, die sich explizit auf Schlingen und Fallgruben berufen. Das Gebet erfordert das heilige Symbol des Priesters als materiellen Fokus.
Gebetspräferenz: Wirkungsbereich +0,5 m Breite & +5 m Länge (3x); Wirkungsdauer +1 Minuten/kME (3x); Aktionsinitiative -3 Runden (3x) Perfektion: Das Gebet erfasst nun auch die Gefahr, die von der Böswilligkeit anderer Wesen dem Priester gegenüber ausgeht. Er verspürt ein ungutes Gefühl, wenn er kurz davor ist, in einen Hinterhalt zu geraten oder sein Gegenüber im Gespräch eine böswillige Absicht hegt.
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Erweiterung: Abklingzeit +1 Runde (3 EP); +1 auf Fertigkeitsproben mit {Gespür} (5 EP); Kosten um -1 MP gesenkt (maximal -50%) (10 EP); nichtmagische Barrieren durchdringen (15 EP)×1 |