Identifikation (Gebet)
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Grad: II |
Zyklus: Magiezyklus |
Dieses Gebet erlaubt es die Funktionen und Kräfte magischer Gegenstände in Erfahrung zu bringen. Zunächst müssen die zu untersuchenden Gegenstände gründlichst gereinigt oder anderweitig in würdevollen und angemessenen Zustand gebracht werden. Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, zieht sich der Anwender an einen heiligen Ort zurück und spricht das Gebet, welches ihm im Folgenden Einsichten seitens seiner Höheren Macht oder ihrer Sendboten eröffnet. Dazu muss der Anwender den Gegenstand für eine Weile berühren, worauf ihn emotionale Eindrücke, fremde Bilder und oftmals kryptische Phrasen überkommen. Um diese zu verstehen und aus ihnen eine Funktion des Gegenstands zu deuten,
muss eine Fertigkeitsprobe auf „Mystik“ {Magiekunde} gegen einen SG von [Magiestärke des Gegenstands × 5] gelingen. Dabei erhält er einen pauschalen Bonus von +[Rang ÷ 2] auf die Fertigkeitsprobe. Zudem haben noch weitere Umstände Einfluss auf den Erfolg des Probewurfs, wobei die folgenden Modifikatoren dem SL lediglich als Richtlinie dienen sollen:
- Ort der Durchführung: innerstes Heiligtum eines Tempels (oder Äquivalent) +5; wohl etablierter und gepflegter Schrein +2; simpler aber adäquater Schrein; ±0; improvisierter Altar -3
- Art des Gegenstands: Reliquien +5; Erzeugnisse, Relikte und klerikale Artefakte ±0; nicht-klerikale Artefakte -3
- Zweck des Gegenstands im Bezug zur Höheren Macht: völlig im Einklang +5; in ihrem Interesse +2; akzeptabel ±0; gleichgültig -2; ihren Prinzipien gegenläufig -5
Für jede Funktion des Gegenstandes ist eine separate Fertigkeitsprobe erforderlich. Erfordert die Aktivierung einer solchen Funktion ein Wort oder eine ganz bestimmte Geste, muss diese ebenfalls mit einer separaten Fertigkeitsprobe in Erfahrung gebracht werden. Scheitert ein Probewurf, kann er mit einer kumulativen Erschwernis von +2 auf den SG wiederholt werden, oder der Anwender versucht, falls vorhanden, eine andere Funktion des Gegenstands zu ergründen. Die erhaltene Information sollte niemals genaue Zahlenwerte beinhalten, sondern stets eine Beschreibung der Funktionen in Worten. Erst nach der ersten Benutzung der magischen Kräfte des Gegenstands sollte der SL die Spielwerte weitergeben. Wurde beim Probewurf eine 1 gewürfelt ist eine etwaige Information sehr vage oder gar fehlerhaft und der Wurf kann nicht wiederholt werden. Hat ein magischer Gegenstand Magieresistenz, muss diese zunächst durchbrochen werden, um überhaupt etwas in Erfahrung zu bringen.
Es kann alle 20 Minuten ein Probewurf abgelegt werden und insgesamt erlaubt eine Anwendung der Identifikation bis zu [Rang × 2] Probewürfe. Hat der Anwender alle Funktionen eines Gegenstands ergründet, oder aufgegeben, bevor alle möglichen Probewürfe aufgebraucht sind, kann er sich dem nächsten magischen Gegenstand zuwenden oder das Gebet beenden. Dies geschieht spätestens, wenn alle möglichen Probewürfe durchgeführt wurden.
Nach dem Ende der Identifikation wird sich der Anwender der unmittelbaren Gunst bewusst, die ihm soeben gewährt wurde. Von Demut überwältigt und noch leicht entrückt erhält er -12 auf jedwede klerikale Magieprobe. Diese Schwächung zählt als Opferkomponente und wäre kumulativ mit einer erneuten Anwendung des Gebets, weshalb dies nicht zu empfehlen ist. Mit jeder Stunde die vergeht, schwindet ein Punkt dieser Abzüge. Nach zwölf Stunden hat der Anwender sein Erlebnis vollständig verarbeitet und rationalisiert.
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Erweiterung: Bonus von +1 auf einen einzelnen Probewurf (1 EP); Probewurfintervall um 1 Minute verkürzen (1 EP); Macht +1 (3 EP); Höhe des Opfers um 1 mindern (5 EP); einen weiteren Probewurf durchführen (7 EP) |