Kostenfaktoren
Die Klassenprozente in einer Überklasse bestimmen einen Kostenfaktor für das Erschließen von weiteren Klassenfähigkeiten und Fertigkeiten dieser Überklasse. Der Kostenfaktor wird stets mit den jeweiligen XP-Kosten multipliziert. Je höher die Klassenprozente desto niedriger wird der Kostenfaktor. Somit ist es für einen Charakter umso einfacher sich Eigenschaften einer Überklasse anzueignen, je mehr er bereits von dieser beherrscht. Je länger der Charakter aber in eine andere Richtung strebt, und XP für diese aufwendet, desto mehr verschieben sich Klassenprozente und somit auch Kostenfaktoren zu deren Gunsten. Bleibt ein Charakter also seiner Linie treu, kann er zwar schneller Fortschritte erzielen, ist in der Palette seiner Möglichkeiten nicht so breit aufgestellt. Einem Charakter, der sich in verschiedene Richtungen entwickelt, stehen deutlich mehr Möglichkeiten offen, er wird im Vergleich jedoch mehr Erfahrungspunkte aufwenden müssen um Ähnliches zu erreichen. Dem Ganzen liegt die logische Überlegung zugrunde, dass eine Weiterbildung und Verbesserung in bereits vertrauten Fachgebieten in der Regel am Einfachsten ist. Im Gegensatz dazu ist etwas völlig Neues zu erlernen stets mit Umdenken und Einarbeiten verbunden und damit verhältnismäßig schwierig. Hat man sich jedoch eine Weile mit dem Neuen auseinander gesetzt, so fällt es zunehmend leichter. Diese Überlegung aus dem Alltag mag vor allem für die Extreme, welche von den Überklassen repräsentiert werden im Besonderen zutreffen. Aufgrund der Zuordnung vieler Fertigkeiten ist es schwierig einen langfristig überlebensfähigen oder schlichtweg plausiblen Charakter zu erstellen, der tatsächlich mit 100% einer Überklasse entspricht. Zumindest einige Prozente in verschiedenen Überklassen sind normal und auch beabsichtigt.
Anders als bei den anderen fünf Überklassen haben erlangte Fähigkeiten und Fertigkeiten der allgemeinen Überklasse keinen Einfluss auf die bisher eingeschlagene Richtung ‒ ihr Kostenfaktor bleibt mit einem Wert von 1,25 immer konstant ‒ was ihr in gewisser Weise eine Sonderstellung einbringt. Ein Charakter mit konsequentem Schwerpunkt auf eine Überklasse kann rasch den Punkt erreichen, an dem deren Kostenfaktor besser ist, als der der allgemeine Kostenfaktor.
Der Verlauf der Klassenprozente sieht wie folgt aus:
Klassenprozente Kostenfaktor 100% × 1,00 95% × 1,05 90% × 1,10 85% × 1,15 80% × 1,20 75% × 1,25 70% × 1,30 65% × 1,35 60% × 1,40 55% × 1,45 50% × 1,50 45% × 1,55 40% × 1,60 35% × 1,65 30% × 1,70 25% × 1,75 20% × 1,80 15% × 1,85 10% × 1,90 5% × 1,95 0% × 2,00
Die Tabellenwerte ermitteln sich nach den folgenden Formeln:
- [math]Kostenfaktor = (200 - Klassenprozent) ÷ 100[/math] bzw. [math]Klassenprozent = Kostenfaktor × (-100) + 200[/math]
Es gibt manche Vorteile oder Fähigkeiten, die Einfluss auf die Kostenfaktoren nehmen. Der Vorteil der „Klassenkombination“ mindert beispielsweise die Kostenfaktoren zweier Überklassen, je dichter deren Klassenprozente beieinander liegen. Dies ist durch eine besondere Philosophie oder Ausbildung begründet, welche auf ein Gleichgewicht zwischen den Prinzipien abzielt, die von den beiden Überklassen repräsentiert werden. Derartige Fähigkeiten oder Vorteile sind im übrigen auch die einzige Möglichkeit den allgemeinen Kostenfaktor zu verändern, und dann meist auch nur für bestimmte Teilbereiche.