Magieresistenz
Magieresistenz ist eine grundlegende Widerstandskraft gegen alle Arten von Magie. Sie unterscheidet sich in einigen wichtigen Punkten von den drei Defensivspezialisierungen {Körperresistenz}, {Geistesresistenz} und {Seelenresistenz} und den Resistenzen von Gegenständen, vornehmlich dadurch, dass sie sowohl Wesen als auch Gegenständen und Gebieten zuteil sein kann.
- Für Charaktere hat die Magieresistenz bei der Erschaffung einen Wert von 0 und kann auch im weiteren Spiel nicht durch XP gesteigert werden. Normalerweise können nur Zauber, Gebete, magische Gegenstände oder ähnliches Magieresistenz verleihen. Zwar besitzen manche Wesen von Natur aus Magieresistenz, doch die meisten für SC in Frage kommenden Rassen gehören nicht dazu. Die wenigen Ausnahmen können die Magieresistenz durch die Rassenfähigkeit „Magiewiderstand“ bis zu einem bestimmten Wert steigern.
- Theoretisch ist dem Wert der Magieresistenz, analog zu den Resistenzen von Gegenständen, keine Obergrenze gesetzt. Allerdings ist die Magieresistenz aus verschiedenen Quellen normalerweise nicht kumulativ, es gilt stets nur der stärkste Effekt. Daher ist als Formulierung meist „verleiht eine Magieresistenz von X“ zu finden. Ist der Effekt kumulativ zu bereits bestehender Magieresistenz, wird dies durch die Formulierung „erhöht die Magieresistenz um +X“ ausgedrückt. Die Magieresistenz ist außerdem von Effekten wie „+1 auf alle Probewürfe“ oder „-1 auf alle Verteidigungswürfe“ nicht betroffen.
- Magieresistenz wirkt uneingeschränkt gegen alle magischen Effekte und zwar bereits bevor diese ihre Wirkung entfalten können. Gelingt ein „Magieresistenzwurf“ wird die Magie unterbunden. Soll der magische Effekt innerhalb des Einflussbereichs der Magieresistenz entstehen, kommt er bei einem gelungenen Magieresistenzwurf gar nicht erst zustande. Entsteht der Effekt anderenorts und überschneidet sich sein Wirkungsbereich mit dem der Magieresistenz, wird dieser Überschneidungsbereich von der Wirkung ausgenommen. Beispiele finden sich bei der Erläuterung des Magieresistenzwurfes.
- Hat ein Wesen, Gegenstand oder Gebiet für seine Magieresistenz die Angabe „X“ ist es antimagisch und wird von keinerlei magischen Effekten betroffen.
Ein solches Wesen ist von Natur aus immun gegen jede Art der Magie, was dann jedoch auch für positive Effekte gilt. Außerdem ist es selbst nicht in der Lage aktiv Magie zu wirken. Passive inhärente Magie ist jedoch nicht nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich.
Ein solcher Gegenstand kann auf keinerlei Weise von Magie beeinflusst werden, weder beschädigt noch bewegt noch identifiziert. Wurde ihm diese Eigenschaft im Zuge seiner Erschaffung verliehen, kann er jedoch selbst über weitere magische Kräfte verfügen.
In einem solchen Gebiet kann schlichtweg keinerlei Magie gewirkt werden. Magische Effekte mit begrenzter Wirkungsdauer enden sofort, wenn sie in den Bereich gebracht werden. Dauerhafte und permanente magische Wirkungen pausieren, solange sie sich in solch einem Bereich befinden.
Bei Magieresistenz muss man zwischen natürlicher und künstlicher Magieresistenz unterscheiden:
Natürliche Magieresistenz ist einem Wesen angeboren und kann von diesem kontrolliert werden. Auch hat die körperliche Verfassung des Wesens Einfluss auf die Stärke des Schutzes - Abzüge durch Verletzung und Schmerz werden auf den Magieresistenzwurf angerechnet. Dafür kann natürliche Magieresistenz willentlich gesenkt werden, um das Wirken unterstützender Magien zuzulassen.
Künstliche Magieresistenz wird durch Magie, Artefakte oder ähnliche Mittel hervorgerufen und wirkt unvermindert auch gegen positive Effekte. Ein wohlwollende Urheber muss dann gegen die Magieresistenz ankämpfen, außer das Zielwesen entledigt sich, wenn möglich, kurzzeitig deren Quelle. Anders als bei natürlicher Magieresistenz hat die körperliche Verfassung des Wesens keinen Einfluss auf die Stärke des Schutzes - Abzüge durch Verletzung und Schmerz sind unerheblich für den Magieresistenzwurf.