Prozentwurf
Einige Werte, die diffizilere Wahrscheinlichkeiten wiedergeben sollen, als sie mit einem einzigen W10 simuliert werden können, sind in Prozent angegeben. Eine entsprechende Überprüfung wird demzufolge als Prozentwurf bezeichnet. Gewürfelt wird mit 2W10, wobei einer der Würfel vor dem Wurf als Zehnerstelle festgelegt werden muss.
Manchmal werden Prozentwürfe lediglich herangezogen um ein zufällig Ergebnis aus einer Vielzahl von Möglichkeiten auszuwählen, die dann in einer Liste oder Tabelle angegeben sind. Doch meist entscheiden Prozentwürfe die über das Eintreten oder Ausbleiben eines Ereignisses. In diesem Fall muss der Würfelwurf kleiner gleich der gegebenen Wahrscheinlichkeit oder Chance sein, um zu gelingen. Übertrifft das Wurfergebnis die Wahrscheinlichkeit, gilt der Prozentwurf als gescheitert, das mit ihm verbundene Ereignis tritt nicht ein.
- Beispiel:
- Ein roter W10 soll die Zehnerstelle sein, ein blauer W10 die Einerstelle
- Wahrscheinlichkeit 60%, Wurf rot 5, Wurf blau 7 → Ergebnis: 57 → Wurf gelungen
- Wahrscheinlichkeit 24%, Wurf rot 8, Wurf blau 1 → Ergebnis: 81 → Wurf gescheitert
- Wahrscheinlichkeit 9%, Wurf rot 0, Wurf blau 9 → Ergebnis: 9 → Wurf gelungen
- Wahrscheinlichkeit 83%, Wurf rot 0, Wurf blau 0 → Ergebnis: 100 → Wurf gescheitert
Da es sowohl Prozentwürfe für positive als auch negative Ereignisse gibt, ist ein „gelungener“ Wurf nicht immer erfreulich. Es muss stets genau darauf geachtet werden, für was die angegebene Wahrscheinlichkeit tatsächlich steht. Das „Gelingen“ der Probe bedeutet lediglich das Eintreten des Ereignisses.
- Beispiel:
- negatives Ereignis: ... es besteht eine Chance von 10%, dass der Charakter erblindet ...
- positives Ereignis: ... die Wahrscheinlichkeit die wirkende Magie zu erkennen beträgt 60% ...
Ebenfalls wichtig ist die Begrifflichkeiten „Prozentwurf“ und „Probewurf“ klar zu unterscheiden. Beispielsweise gibt es bei Prozentwürfen in der Regel weder Erfolgs- und Fehlpunkte noch konkurrierende Probewürfe. Auch kann es hier niemals offene Probewürfe geben. Effekte und Bedingungen die sich ausdrücklich auf Probewürfe beziehen, beeinflussen Prozentwürfe nicht, und umgekehrt.