Geruch des schwarzen Blutes (Technik)
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Voraussetzung: Instinkt des Tigers |
Zugehörigkeit: Schule des Tigers |
Diese Technik erlaubt dem Anwender für [Rang × 3] Minuten untote und dämonische Präsenzen in seiner unmittelbaren Umgebung zu bemerken und näher zu untersuchen. Dabei ist es sowohl möglich gegenwärtige als auch vergangene Präsenzen wahrzunehmen, wobei eine derartige übernatürliche Spur nach [Rang × 2] Stunden zur Unkenntlichkeit verblasst ist. Je stärker und aktueller die Präsenz, desto intensiver ist der Sinneseindruck, der durch den Einsatz dieser Technik entsteht. Die Meisten beschreiben es als eine Art nebelartige Aura, die ein derartiges Wesen umgibt, oder eine entsprechende Schliere, die eine vergangene Spur darstellt, welche sich vor dem inneren Auge des Anwenders manifestiert. Dabei werden untote Präsenzen meist mit den Farben Schwarz und Grün assoziiert, während dämonische Präsenzen in Tönen von Rot und Violett erscheinen. Auch begleitende Gerüche von Fäulnis, Blut, Rauch und Schwefel werden berichtet, was dieser Technik auch ihren Namen gab. Diese subjektiven Eindrücke können jedoch von Anwender zu Anwender variieren und erfordern ein gewisses Maß an Erfahrung, um richtig interpretiert zu werden.
Durch tiefere Konzentration können weitergehende Informationen zur erspürten Präsenz erlangt werden. Der Anwender kann eine Fertigkeitsprobe auf „Aufmerksamkeit“ {Gespür} gegen SG 5 ablegen, um die Gefährlichkeit der Präsenz genauer abzuschätzen. Gelingt die Fertigkeitsprobe gegen SG 10, kann er eine Aussage über die ungefähre Motivation des Wesens treffen. Zusätzlich kann auch eine Fertigkeitsprobe auf „Arcana“ oder „Mystik“ {Okkultismus} gegen SG 10 abgelegt werden, um Details zur untersuchten Präsenz zu erspüren, etwa die genaue Art des Wesens oder mögliche Stärken und Schwächen (SL-Entscheid). Dabei wird ein Detail offenbart, plus ein Weiteres je 5 Erfolgspunkte. Bei allen Fertigkeitsproben gilt: Handelt es sich lediglich um eine vergangene Spur, wird der SG pauschal um +5 erhöht. Außerdem erfährt der Anwender die Information eher in Form von Andeutungen und Gefühlseindrücken als in Form von Fakten oder gar Zahlenwerten. Eine Wiederholung der Probewürfe bezüglich der gleichen Präsenz ist erst nach erneutem Wirken dieser Technik zulässig.
Die übernatürliche Wahrnehmung reicht [5 + WA-In] Meter weit in alle Richtungen. Wenn sich der Anwender auf eine bestimmte Spur oder Präsenz konzentriert, um diese näher zu bestimmen, werden alle Anderen undeutlich und verblassen. Auch verschwimmt die Wahrnehmung, wenn er sich schneller als mit halbem BF fortbewegt. Sollte er also eine Spur verfolgen, muss er entweder langsam machen oder immer wieder innehalten, um diese nicht zu verlieren. Die genaue Untersuchung einer Präsenz kann daher auch nur erfolgen, wenn der Anwender still steht.
Physische Hindernisse können die Wahrnehmung durch diese Technik blockieren. So können Präsenzen, die sich hinter einer 1 cm dicke Platte aus Blei oder Gusseisen, einer soliden Schicht anderen Metalls von mehr als 3 cm Dicke, Stein von mehr als 15 cm Dicke, oder einer hölzernen Barriere von mehr als 30 cm Dicke befinden nicht erspürt werden. Außerdem können Illusionen und spezialisierte Antimagie die Erkenntnis durch diese Technik stören oder gar ganz unterbinden.
Eine besondere Erweiterung erlaubt zudem die Wahrnehmung auch auf untoten und dämonischen Mächten berührte, beeinflusste oder verdorbene andersartige Wesen auszudehnen. So könnten beispielsweise Rayatin, Kultisten, Nekromanten oder von der Blutseuche befallene Personen als solche erkannt werden. Um einen ersten Eindruck zu konkretisieren, sind hier jedoch ebenfalls entsprechende Fertigkeitsproben unabdingbar.
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Erweiterung: vergangene Spuren wahrnehmen +1 Stunde (3 EP); Reichweite +1 m (4 EP); Probewürfe mit {Gespür} oder {Okkultismus} +1 (5 EP); erweiterte Wahrnehmung (10 EP)×1 |