Magiebasis
Das magische Talent eines Charakters wird durch die so genannte Magiebasis, die Summe dreier Bezugsattribute repräsentiert. Da die Attributswerte bei normalen SC von -3 bis +5 reichen, können einzelne Schwächen zwar ausgeglichen werden, doch vorhandenes Talent kann vor allem am Anfang immensen Einfluss auf den Erfolg der Magieprobe haben. So kann ein begabter Charakter Magien niederen Grades schon von Beginn an mit relativer Sicherheit wirken.
Die Bezugsattribute sind spezifisch je nach dem, welche Art und Methode der Magie der Charakter anwendet. In den Methoden der arkanen und klerikalen Magie ist jeweils eines der Attribute von besonderer zusätzlicher Bedeutung und daher in der folgenden Tabelle durch Unterstreichung hervorgehoben.
- Beispiel: Theurg Lysander beherrscht sowohl arkane als auch klerikale Magie, mit den jeweils grundlegenden Methoden der Memoration und Selektion. Seine Attribute betragen IN-Wi 2, IN-Ve 3, PE-Wi 2, PE-Ch 0 und WA-In 1. Durch die Addition der jeweils drei relevanten Bezugsattribute ergibt sich eine Magiebasis von (2 + 3 + 2 =) 7 für die Anwendung arkaner Magie und eine Magiebasis von (2 + 0 + 1 =) 3 für die Anwendung klerikaler Magie.
Latente Magiepunkte
Die anfänglichen Magiepunkte eines Charakters entsprechen stets seiner Magiebasis in der betreffenden Methode. Man bezeichnet dies auch als „latente Magiepunkte“.
- Beispiel: Mit einer Magiebasis von 7 für die Anwendung arkaner Magie und Magiebasis 3 für die Anwendung klerikaler Magie, verfügt Theurg Lysander zum Zeitpunkt der Charaktererschaffung dementsprechend über 7 MP, die er ausschließlich für Zauber nutzen darf, sowie 3 MP, die exklusiv für das Wirken von Gebeten zur Verfügung stehen.
Bezieht sich ein Effekt auf die Magiepunkte eines Wesens (z.B. weil er erlaubt diese zu stehlen oder proportional zu diesen eine bestimmte Wirkung zeigt), gelten die latenten Magiepunkte auch, wenn das Wesen über keine aktiven magischen Kräfte verfügt. Ist die Magiebasis jedoch negativ, betragen die latenten Magiepunkte Null.