Bevorzugte und benachteiligte Probewürfe

Aus IUNA-RPG
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Durch besondere Umstände kann ein Probewurf als „bevorzugt“ oder „benachteiligt“ gelten. Dies kann eine Entscheidung des SL als Konsequenz einer besonders guten oder schlechten Idee zur Umsetzung einer Handlung sein, aus besonderen Fähigkeiten oder mangelnder Kompetenz hervorgehen, oder schlichtweg durch einen magischen Effekt bewirkt werden. Insbesondere Magie, die über Schicksal, Zufall, Glück oder Pech gebietet, kann hier zum Tragen kommen. Ein bevorzugter Probewurf wird nämlich mit 2W10 durchgeführt, und der Spieler darf das bessere Ergebnis wählen. Im Gegensatz dazu wird ein benachteiligter Probewurf zwar auch mit 2W10 durchgeführt, doch hier gilt das schlechtere Ergebnis.

Beispiel 1: Barde Tharis besitzt eine magische Münze, die sein Glück um +1 erhöht. Im Kampf entscheidet er sich, diesen Glückspunkt zu verwenden, um einen Ausweichwurf gegen einen möglicherweise verheerenden Angriff zum bevorzugten Probewurf zu erklären. Er würfelt mit 2W10: Einer der Würfel zeigt eine 3, der andere eine 8. Natürlich wählt er den besseren Würfel, womit das Ausweichen gelingt.

Beispiel 2: Hexe Kendra wurde nach einem gescheiterten Beschwörungsritual von einem Fluch getroffen. Bis dieser gebrochen werden kann, gelten alle Verteidigungswürfe, in welche Kendras {Seelenresistenz} einfließt als benachteiligt. Im Kampf gegen einen untoten Geist wird ein solcher Wurf fällig. Sie würfelt mit 2W10: Einer der Würfel zeigt eine 7, der andere eine 1. Kendra muss das schlechtere Ergebnis hinnehmen, und erleidet so zu allem Überfluss auch die Auswirkungen einer gewürfelten 1.

Wie das letzte Beispiel zeigt, wird das Ergebnis eines bevorzugten oder benachteiligten Probewurfes behandelt, als wäre lediglich der bessere bzw. schlechtere Würfel gefallen. Somit kann es ganz regulär zu glücklichen Würfen und gewürfelten Einsen kommen.

Sollte ein Probewurf durch verschiedene Umstände oder Effekte mehrfach bevorzugt oder benachteiligt sein, werden entsprechend viele Würfel hinzugenommen. Ist ein Probewurf also beispielsweise zweifach bevorzugt, zählt das beste Ergebnis dreier Würfel, ist der Probewurf dreifach benachteiligt zählt das schlechteste Ergebnis von 4W10. Bevorzugung und Benachteiligung eines Probewurfes heben sich gegenseitig auf. Wird ein Probewurf aus irgend einem Grund mit einer anderen Würfelart durchgeführt, werden schlichtweg diese Würfel vervielfacht.

Beispiel 3: Kor der Barbar darf aufgrund einer besonderen Fähigkeit Rettungswürfe als bevorzugte Probewürfe durchführen. Wird er also kampfunfähig, darf er für seine Rettungswürfe mit 2W20 würfeln und das bessere Ergebnis wählen. Allerdings wurde er nun von einem heimtückischen Gift niedergestreckt, das Rettungswürfe benachteiligt. Die beiden Effekte heben sich gegenseitig auf und Kor kann seinen Rettungswurf gemäß den normalen Regeln durchführen.