Gutes entdecken (Gebet)
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Grad: I |
Zyklus: Erkenntnis; Verderben |
Dieses Gebet enthüllt dem Anwender die Gegenwart guter Wesen, Gegenstände und Orte in seinem Blickfeld. Die übernatürliche Wahrnehmung hat eine Reichweite von [10 + (Rang × 5)] Metern und äußert sich in Form eines visuellen Eindrucks. Gute Wesen, Gegenstände und Orte scheinen von einer lichten Aura umgeben oder durchwirkt, deren Intensität auf die Stärke der guten Präsenz (minimal, schwach, mäßig, stark, überwältigend) schließen lässt. Beherrscht der Anwender die Gebete „Chaos entdecken“ oder „Ordnung entdecken“, kann er aus der Erscheinung der Aura auch entsprechende methodische Tendenzen der Gesinnung ableiteten, ohne das jeweilige Gebet zusätzlich wirken zu müssen.
Die Gesinnung von SC und NSC wird allerdings nur dann offenbar, wenn diese aus voller Überzeugung einer guten Höheren Macht huldigen, wiederholt läuternde Rituale und heilige Zeremonien durchführen, regelmäßig altruistische Taten vollbringen oder diese Gesinnung anderweitig in besonderer Weise vertreten. Ansonsten genügt eine hilfsbereite oder wohlwollende Einstellung gegenüber dem Anwender nicht, um von diesem Gebet als „gut“ eingestuft zu werden. Als Erweiterung lässt sich jedoch ein pauschaler Bonus für Fertigkeitsproben auf „Aufmerksamkeit“ oder „Überprüfen“ mit {Gespür} erwirken, welche dazu dienen die Beweggründe und Haltung des Gegenüber während der Wirkungsdauer besser einzuschätzen.
Übernatürliche gute Wesen, wie beispielsweise Celestier oder manche Fay, strahlen immer Gutes aus, außer sie vermögen ihre Aura zu verbergen. Gelingt eine Fertigkeitsproben auf „Aufmerksamkeit“ oder „Überprüfen“ mit {Gespür} gegen einen SG von 10, erhält der Anwender auch einen Eindruck von der Absicht oder Haltung des Wesens in Form eines beschreibenden Adjektivs (z.B. friedlich, heroisch, gnädig, züchtigend, großzügig). Je 5 EP wird dieser Eindruck vom SL noch genauer ausgeführt. Die Gesinnunsaura von mächtigen Celestiern kann allerdings so überwältigend sein, dass ihr Anblick und insbesondere genauere Analyse den Anwender möglicherweise in Schock versetzt oder schier blendet (SL-Entscheid). Damit eine gute Präsenz um einen Gegenstand oder an einem Ort wahrgenommen werden kann, muss dieser als geweiht gelten. Ein Heiltrank, ein Gebetsbuch oder ein Weisenhaus sind nicht per se „gut“, auch wenn sie für friedliche und wohltätige Zwecke genutzt werden.
Das Gebet wirkt solange sich der Anwender darauf konzentriert, was ihn natürlich bezüglich weiterer Aktionen einschränkt. Bricht die Konzentration, schwindet die Wirkung nach [WA-Intuition] Runden. Physische Hindernisse können die Wahrnehmung durch Gutes entdecken blockieren. So können Präsenzen, die sich hinter einer 1 cm dicke Platte aus Blei oder Gusseisen, einer soliden Schicht anderen Metalls von mehr als 3 cm Dicke, Stein von mehr als 15 cm Dicke, oder einer hölzernen Barriere von mehr als 30 cm Dicke befinden nicht erspürt werden, insofern die Barriere selbst nicht Teil dessen ist, das die böse Präsenz ausmacht, wie beispielsweise die Wände im Heiligtum einer guten Gottheit. Außerdem können Illusionen und spezialisierte Antimagie die Erkenntnis durch dieses Gebet stören oder gar ganz unterbinden.
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Erweiterung: Erweiterung: Abklingzeit +1 Runde (3 EP); +1 auf Fertigkeitsproben mit {Gespür} (5 EP); Kosten um -1 MP gesenkt (maximal -50%) (10 EP); nichtmagische Barrieren durchdringen (15 EP) |