Rechtschaffen Neutral

Aus IUNA-RPG
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Die folgende Beschreibungen dieser Gesinnung ist lediglich eine idealisierte Interpretation, die als Richtlinie und Beispiel dienen soll. Ein Charakter muss daher natürlich nicht in allen Belangen mit diesen Ausführungen übereinstimmen, um dieser Gesinnung anzugehören. In der Regel genügen einige Gemeinsamkeiten unter Einhaltung der Grundidee um die Zuordnung angemessen zu rechtfertigen.

Für einen rechtschaffen neutralen Charakter sind Ordnung, Gesetz und Organisation auf verschiedenen Ebenen von höchster Bedeutung. Er steht voll hinter der Regierung seiner Gesellschaft, ob nun Tyrannei oder Demokratie, und ihren Entscheidungen. Ist er Mitglied einer Organisation, fügt er sich nach bestem Können in deren Hierarchie und Bürokratie ein. Er ist regeltreu, loyal und unbestechlich. Er hat auch in seinem Privatleben einen Hang zur Ordnung und neigt dazu Dinge verwalten, archivieren und organisieren zu wollen. Anordnungen und Befehle, die er von höheren Stellen oder seiner anerkannten Obrigkeit erhält, werden nicht selten blind und ohne Hinterfragung befolgt, im vollen Vertrauen auf deren Richtigkeit und Kompetenz. Die Vorzüge von Ordnung und Regelung überwiegen viele ethische Zweifel. Ist ein Charakter dieser Gesinnung selbst in einer führenden Position, nimmt er diese Aufgabe mit großem Ehrgeiz und Pflichtbewusstsein wahr und fordert auch von seinen Untergebenen Treue und Loyalität. Jene, die nachweislich gegen das System arbeiten und geltende Gesetze gebrochen haben müssen aufgehalten und gegebenenfalls bestraft werden. Dabei ist jede Strafe, die vom Gesetz vorgesehen ist, auch legitim. Natürlich kann auch ein solcher Charakter in extremen Fällen unter Gewissensbissen leiden. Wird er mit einer neuen Form der Gesellschaft konfrontiert, etwa auf einer Reise, so wird er deren Regeln und Gesetze meist anerkennen und sich nach ihnen richten, insofern sie ihm nicht völlig widerstreben. Er könnte natürlich aber zunächst auch bestrebt sein die Rechte, die er durch seine Position in einer Gesellschaft innehat auch in der fremden Gesellschaft einzufordern. Diese Gesinnung kann aber auch allein dadurch gerechtfertigt sein, dass der Charakter treu einem bestimmten Kodex folgt, fremdbestimmt oder selbst auferlegt, der vom moralischen Standpunkt weder eindeutig als Gut noch als Böse eingeordnet werden kann.

Beispiel: Ein rechtschaffen neutraler Charakter befindet sich am späten Abend in seinem Zimmer im ersten Stockwerk eines Gasthauses. Im Schein einer Kerze sitzt er an einem kleinen Tisch, in ein Buch vertieft. Geräusche aus der schmalen Gasse zwischen dem Gasthaus und dem Nachbargebäude lassen ihn aufhorchen. Er blickt aus dem Fenster und sieht wie dort unten im Halbdunkel ein Mann von zwei anderen brutal zusammengeschlagen wird. Der Charakter eilt im Bewusstsein seiner Bürgerpflicht selbst zur nächsten Stadtwache und führt diese schnellstmöglich in die Gasse. Er will nicht durch eigenes, vorschnelles Eingreifen veranlassen, dass die Täter entkommen oder gar ihn angreifen. Zugleich will er jedoch sicher gehen, dass alles ordnungsgemäß abläuft. Sollte das Opfer am Ende sogar selbst ein Verbrecher sein, kann es gleich mit eingesperrt werden. Ansonsten wird er ihm später raten, alle verfügbaren juristischen Mittel gegen die Angreifer in Bewegung zu setzen. Für den Fall, dass er zu lange braucht um die Wachen zu holen, hatte er sich noch in seinem Zimmer ein paar Momente genommen, um sich die Gesichter der beiden Männer einzuprägen. Er wird nach bestem Können mit den Behörden zusammenarbeiten um eine Ergreifung der Täter zu ermöglichen.