Anatomie (Spezialisierung): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Durchführung einfacher, nicht operativer Prozeduren zur Steigerung des Wohlbefindens, wie beispielsweise Akupunktur zur Entspannung oder das Einrenken von Knochen und Gelenken. Der Patient erhält nach der Behandlung für eine Stunde einen Bonus von +1 auf alle [[Probewürfe]], es können jedoch gleichzeitig [[Zustände#Lähmung|Lähmungserscheinungen]] oder ähnliche Funktionsstörungen im behandelten Körperteil auftreten (Wahrscheinlichkeit 10%). <br> | + | Durchführung einfacher, nicht operativer Prozeduren zur Steigerung des Wohlbefindens, wie beispielsweise Akupunktur zur Entspannung oder das Einrenken von Knochen und Gelenken. Der Patient erhält nach der Behandlung für eine Stunde einen Bonus von +1 auf alle [[Probewürfe]], es können jedoch gleichzeitig [[Zustände#Lähmung|Lähmungserscheinungen]] oder ähnliche Funktionsstörungen im behandelten Körperteil auftreten (Wahrscheinlichkeit 10%). <br> Bei Misslingen der [[Fertigkeitsprobe]] erleidet der Patient zusätzlich zu den maximalen Nebenwirkungen noch eine weitere Konsequenz: unerwartete Blutungen, die zusätzlich 10% [[Lebenskraft]] kosten; verdoppelte Dauer der [[Zustände#Lähmung|Lähmung]]; [[Zustände#Schwäche|Schwäche]] oder [[Zustände#Beneblung|Schwindel]] (Abzug: -1) für 24 Stunden; oder es können unschöne Narben zurückbleiben. Je 5 [[Fehlpunkte]] tritt kumulativ eine weitere solche Konsequenz ein. |
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| − | Durchführung riskanter, nicht operativer Prozeduren mit heilender Absicht, wie beispielsweise Akupunktur am Auge oder ähnlich empfindlichen Stellen oder die manuelle Korrektur dauerhafter Fehlhaltungen, die das Rückgrat in Mitleidenschaft ziehen könnten. Nach | ||
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Version vom 14. Juni 2019, 21:09 Uhr
/to do/
| Kategorie: Bildung |
Zuordnung: | SW 1-3 arkan, klerikal, transzendent SW 4-10 arkan, klerikal, transzendent |
| Bezugsattribut: IN-Wissen, GE-Präzision, (IN-Verstand) | ||
| Komplexität: 8 | Assoziierte Fertigkeiten: Heilkunde, Wissenschaft | |
Diese Spezialisierung verleiht medizinisches Fachwissen über den detaillierten Aufbau des Körpers, physiologische Zusammenhänge und biologische Körperfunktionen. Im Zusammenspiel mit der Fertigkeit „Wissenschaft“ kann der Charakter einerseits auf die gängige akademische Fachsprache zurückgreifen und so die korrekten Bezeichnungen für Organe, Knochen und Prozeduren nutzen, oder sich andererseits kompetent über medizinische Theorien austauschen. Diese sind meist kulturell geprägt und müssen nicht zwangsläufig mit den Erkenntnissen moderner Medizin in Einklang stehen. In einem Setting nach asiatischem Vorbild würde beispielsweise auch das Wissen um die Energiemeridiane des Körpers und die Theorie der Akupunktur von dieser Spezialisierung abgedeckt. Hier ist stets IN-Wissen das Bezugsattribut.
Für die alltägliche Anwendung wird Anatomie jedoch stets mit der Fertigkeit „Heilkunde“ eingesetzt. Welche Funktion erfüllt ein bestimmtes Organ, und welchen Bedingungen sind dazu notwendig? Wie sollte sich ein gesundes Organ verhalten und aussehen und über welche Gefäße wird es versorgt? Welche Zusammengänge und Wechselwirkungen gibt es zwischen bestimmten Körperfunktionen? Bei welchen Ausfällen und Mangelerscheinungen besteht Lebensgefahr? Mit welchen Bändern, Muskeln und Sehnen sind gewisse Knochen verbunden? Welchen Belastungen müssen diese normalerweise standhalten, welche Bewegungsabläufe vollziehen sie? Solche und ähnliche Fragen, bezüglich Funktion und Zusammenspiel verschiedener Knochen, Muskeln, Gefäße und Organe, können durch eine Fertigkeitsprobe beantwortet und abgerufen werden. Auch für solche Anwendungen wird IN-Wissen als Bezugsattribut herangezogen. Dabei gelten folgende Richtlinien für den Schwierigkeitsgrad der Probe:
SG Information Beschreibung & Beispiele 5 Trivial medizinische Grundlagen, die jedem Bürger mit gewisser Allgemeinbildung bekannt sein könnten (z.B. grundlegender Aufbau des Körpers mit Knochen, Muskeln und Organen; Namen und Lage der wichtigsten inneren Organe, wie Herz, Lunge und Gehirn sowie der prominentesten Knochen; Bezeichnungen und Zuständigkeiten der Sinnesorgane (Auge: Sehen, Ohren: Hören, Nase: Riechen, Zunge: Schmecken, Haut: Fühlen); ...) 10 Gängig medizinische Fakten, die zwar auch im Alltag zu beobachten sind, jedoch bei Weitem nicht von jedem Bürger erklärt werden könnten (z.B. grundlegende Funktionen der wichtigsten inneren Organe (Herz: Blutkreislauf, Lunge: Atmung, Magen: Verdauung, Leber: Stoffwechsel); lebenswichtige Körperfunktionen und Bedingungen zum Lebebserhalt identifizieren; ...) 15 Anspruchsvoll medizinische Informationen, die man eigentlich nur nach entsprechendem Studium kennen kann oder gezielt nachschlagen müsste (z.B. Fachbegriffe für die wichtigsten Organe, Muskeln und Knochen; Fachbegriffe für grundlegende und häufig genutzte medizinische Prozeduren; detaillierter Aufbau des Körpers mit Gefäßen und Nervenbahnen; grundlegende Funktionen anderer Organe sowie sekundäre Funktionen der wichtigsten Organe; Zusammenspiel verschiedener wichtiger Organe (Herz-Lunge, Magen-Darm, Leber-Niere) sowie der Knochen und Muskeln in den Extremitäten; ...) 20 Komplex detaillierte medizinische Informationen, die eigentlich nur in akademischen Kreisen eine Rolle spielen, sowie kritische Betrachtung und Verknüpfung anatomischer Fakten (z.B. Fachbegriffe für sonstige Organe, Muskeln und Knochen sowie Gefäße und Nervenbahnen; Fachbegriffe für spezifische und seltene medizinische Prozeduren; detaillierter Aufbau und Funktionsweise der Sinnesorgane; Zusammenspiel von Knochen, Sehnen und Muskeln in komplexen Gliedmaßen; Zusammenhang von Symptomen und Ursachen bei anatomisch bedingten Beschwerden; ...) 25 Abstrakt Betrachtung anatomischer Fakten aus ungewöhnlichen Perspektiven, Finden alternativer und neuartiger Ansätze, sowie Anwendung spekulativer Theorien (z.B. Vergleich und Verknüpfung unterschiedlicher medizinischer Theorien; Entwicklung neuer Behandlungmethoden auf Basis alternativer Ansätze; ...)
Ein Charakter, dessen Fertigkeitswert in „Wissenschaft“ deutlich höher ist als in „Heilkunde“, hat sich wohl aus rein akademischem Interesse mit Anatomie beschäftigt. Ihm sind Aufbau und Funktionen des Körpers eher aus Büchern und von Zeichnungen bekannt, tatsächlich damit konfrontiert war er vielleicht höchstens aus den Zuschauerrängen eines Vorlesungssaals. Umgekehrt ist ein Charakter mit deutlich höherer „Heilkunde“ als „Wissenschaft“ wohlmöglich jemand, der sich die Anatomie selbst beigebracht hat, durch Beobachtungen und unmittelbare Erfahrungen am lebenden oder toten Objekt. Er kennt vielleicht nicht die passenden Fachbegriffe, weiß jedoch mit den Skalpell umzugehen und eine Operation erfolgreich durchzuführen.
Die praktische Umsetzung theoretischer Heilkonzepte und anatomischen Fachwissens wird nämlich ebenfalls mit Fertigkeitsproben auf „Heilkunde“ realisiert. Sei es der fachgerechte Einsatz von Akupunktur und ähnlicher Methoden, oder aber die Durchführung operativer Eingriffe – zum Wohle des Patienten ist eine entsprechende Kompetenz in Anatomie unabdingbar. Da es in der Praxis auf eine ruhige Hand und akribische Genauigkeit ankommt, gilt hier GE-Präzision als Bezugsattribut. Der Schwierigkeitsgrad einer solchen Prozedur ergibt sich unmittelbar aus deren Aufwand und Risiko. Dabei kann das Umfeld und die zur Verfügung stehende Ausrüstung einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis haben. Steht dem Charakter entsprechende Fachliteratur zur Verfügung, oder ist ein Austausch mit anderen Fachkundigen möglich, kann er sich besonders gut auf einen operativen Eingriff vorbereiten. Dies nimmt [SG ÷ 6] Tage in Anspruch, woraufhin eine Fertigkeitsprobe auf „Wissenschaft“ {Anatomie} mit IN-Verstand als Bezugsattribut durchgeführt wird. Bei Gelingen erhält der Charakter +1 auf den anschließend bei der Operation notwendigen Probewurf. Dieser Bonus kann mit Erfolgspunkten noch weiter ausgebaut werden. Im Folgenden werden einige praktische Beispiele der Anwendung dieser Spezialisierung beschrieben:
SG Anwendung 6 Äußerliche Behandlung: Durchführung einfacher, oberflächlicher operativer Prozeduren, wie das Ziehen von Zähnen, einem Aderlass oder das Entfernen von Warzen und kleinen Geschwüren. Der Patient verliert bei gelungener Behandlung (bis zu) 20% seiner Lebenspunkte. Die Prozedur dauert lediglich [1W3 × 10] Minuten (oder SL-Entscheid).
Durchführung einfacher, nicht operativer Prozeduren zur Steigerung des Wohlbefindens, wie beispielsweise Akupunktur zur Entspannung oder das Einrenken von Knochen und Gelenken. Der Patient erhält nach der Behandlung für eine Stunde einen Bonus von +1 auf alle Probewürfe, es können jedoch gleichzeitig Lähmungserscheinungen oder ähnliche Funktionsstörungen im behandelten Körperteil auftreten (Wahrscheinlichkeit 10%).
Bei Misslingen der Fertigkeitsprobe erleidet der Patient zusätzlich zu den maximalen Nebenwirkungen noch eine weitere Konsequenz: unerwartete Blutungen, die zusätzlich 10% Lebenskraft kosten; verdoppelte Dauer der Lähmung; Schwäche oder Schwindel (Abzug: -1) für 24 Stunden; oder es können unschöne Narben zurückbleiben. Je 5 Fehlpunkte tritt kumulativ eine weitere solche Konsequenz ein.12 Einfacher Eingriff: Durchführung von risikoarmen, jedoch invasiven operativen Prozeduren, wie dem Entfernen von Abszessen unter der Haut, dem Ziehen eingewachsener Weisheitszähne, einer regulären Entbindung oder oberflächlichen Operationen an Augen, Ohren oder Nase. Solche Prozeduren sind ohne entsprechendes medizinisches Material, wie sterile Messer, Binden oder Nadel und Faden, kaum machbar. Der Patient verliert im Laufe des Eingriffs (bis zu) 40% seiner Lebenspunkte. Die Prozedur dauert [1W4 × 30] Minuten (oder SL-Entscheid).
Durchführung anspruchsvoller, nicht operativer Prozeduren mit therapeutischer Absicht, wie beispielsweise Akupunktur zur Schmerzlinderung oder dem Richten ausgekugelter Gelenke oder verklemmter Nerven. Nach gelungener Behandlung können allerdings für 1W6 Stunden Lähmungserscheinungen oder ähnliche Funktionsstörungen im behandelten Körperteil auftreten (Wahrscheinlichkeit 20%).
Bei Misslingen der Fertigkeitsprobe erleidet der Patient zusätzlich zu den maximalen Nebenwirkungen noch eine weitere Konsequenz: ein passendes Attribut, der Bewegungsfaktor oder die Erscheinung des Patienten wird für 1W4+2 Wochen um -1 gemindert. Je 5 Fehlpunkte kann Dauer oder Höhe des Abzugs erhöht werden, oder es tritt kumulativ eine der oben beschriebenen Konsequenzen ein.18 Schwieriger Eingriff: Durchführung von riskanten Operationen, wie das Entfernen des Blinddarms, ein Kaiserschnitt oder ähnliche Eingriffe im Bauchraum, Operationen am Rücken oder den Gelenken, sowie invasive Prozuduren an Augen, Ohren oder Nase. Für solche Eingriffe die Unterstützung durch kompetente Assistenten angeraten. Der Patient verliert im Laufe des Eingriffs (bis zu) 60% seiner Lebenspunkte. Die Prozedur dauert 1W4+2 Stunden (oder SL-Entscheid).
Durchführung riskanter, nicht operativer Prozeduren mit heilender Absicht, wie beispielsweise Akupunktur am Auge oder ähnlich empfindlichen Stellen oder die manuelle Korrektur dauerhafter Fehlhaltungen, die das Rückgrat in Mitleidenschaft ziehen könnten. Nach gelungener Behandlung können für 1W3 Tage Lähmungserscheinungen oder ähnliche Funktionsstörungen im behandelten Körperteil auftreten (Wahrscheinlichkeit 30%).
Bei Misslingen der Fertigkeitsprobe erleidet der Patient zusätzlich zu den maximalen Nebenwirkungen noch eine weitere Konsequenz: ein passendes Attribut, der Bewegungsfaktor oder die Erscheinung des Patienten wird dauerhaft um -1 gemindert. Je 4 Fehlpunkte tritt kumulativ eine der oben beschriebenen Konsequenzen ein. Unerwartete Blutungen können hier durchaus auch zum Tod des Patienten führen.24 Kritischer Eingriff: Durchführung von Operationen an unmittelbar lebenswichtigen Organen, wie Herz, Lunge oder Gehirn, etwa um Fehlbildungen zu beheben oder Tumore zu entfernen. Der Patient verliert im Laufe des Eingriffs (bis zu) 80% seiner Lebenspunkte und selbst bei Gelingen des Probewurfs wird ein passendes Attribut, der Bewegungsfaktor oder die Erscheinung des Patienten temporär um -1W3 gemindert. Die Erholungsrate beträgt 1 Punkt pro Monat. Die Prozedur dauert 1W8+4 Stunden (oder SL-Entscheid).
Bei Misslingen des Probewurfs ist der ermittelte Verlust an Attributen oder Eigenschaften permanent. Je 3 Fehlpunkte tritt kumulativ eine der oben beschriebenen Konsequenzen ein. Bei mehr als 12 Fehlpunkten verstirbt der Patient.
Zumindest örtliche Betäubung ist zu empfehlen, ansonsten muss dem Patienten eine eine Fertigkeitsprobe auf „Kontrolle“ {Beherrschung} gegen den gleichen SG gelingen. Etwaige Fehlpunkte werden unmittelbar als Abzug auf die „Heilkunde“
Das Fehlen von sinnvollerweise medizinisches Material notwendig,
Anatomie vs. Heilmagie
Mods durch Ausrüstung/Bedingungen:
Die Qualität kann den Probewert positiv und negativ beeinflussen. Unterstützung durch einen kompetenten Assistenten ist angeraten und kann den Probewurf um +2 erleichtern. und kann den Probewurf jeweils um +1 erleichtern (maximal +3)
Umstände Hilfsmittel SG Umstand PW Hilfsmittel -3 Zwei Mauern / Oberflächen im rechten Winkel zueinander (z.B. die Ecke eines Raumes) -1 Abgenutztes Seil -5 Zwei gegenüberliegende Mauern / Oberflächen (z.B. ein enger Schacht oder Kamin) +1 Hochwertiges Seil +3 Oberfläche ist nass oder rutschig +2 Kletterhaken +5 Oberfläche ist schmierig oder vereist +3 spezielle Kletterhandschuhe und Schuhwerk
Erfolgspunkte bei einer Fertigkeitsprobe mit Anatomie können genutzt werden, um situative Vorteile zu erlangen. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).
Theorie:
- 2 EP: Probewert +1 bei der nächsten „Gesellschafts“-Probe mit gleichem oder geringeren SG, die sinnvollerweise von der erhaltenen
- 5 EP: Der Bonus auf die „Heilkunde“-Probe nach erfolgreicher Planung und Vorbereitung eines operativen Eingriffs wird um +1 erhöht.
Praxis:
- X EP: Die Nebenwirkungen des Eingriffs (Lebenspunktverlust,) werden um X% gemindert.
- 8 EP: .... Schnellere Erholung nach Eingriff / HR?