Feenlieder

Aus IUNA-RPG
Version vom 30. Juni 2026, 10:19 Uhr von Christian (Diskussion | Beiträge) (Zugang zu Feenliedern (Klassenfähigkeit))
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Feenlieder sind eine Form der Transzendenzmagie, die es dem geübten Anwender erlaubt aufgrund überragender musischer und künstlerischer Begabung übernatürliche Effekte mit seiner Stimme und Darbietung hervorzurufen. Sie basiert auf dem Gleichgewicht zwischen Körper und Seele, welche in der künstlerischen Darbietung ihren Ausdruck findet. Ihre Anwendung gilt daher als spirituelle Aktion. Von allen Methoden der Transzendenzmagie sind die Feenlieder sicherlich am wenigsten wissenschaftlich erforscht und greifbar. Es scheint vielmehr eine individuelle Erfahrung zu sein, die angeborenes Talent erfordert und die sich einer strengen Kategorisierung und Vereinheitlichung entzieht. Manche Aspekte dieser Magieform scheinen gar willkürlich oder zufällig, was sicherlich auch ihrem Ursprung, der Traumsphäre, geschuldet ist. Dieser mystische Ort ist Quell aller Kreativität und Inspiration, und Heimat der Fay, die oftmals als die originären und namensgebenden Nutzer dieser Magieform betrachtet werden. Zumindest gibt es keinen eindeutigen historischen Beleg für die erstmalige Anwendung der Feenlieder durch einen Sterblichen aus der Weltensphäre. Stattdessen scheint diese Magieform an verschiedenen Orten unabhängig voneinander aufgetaucht zu sein, und bis heute ist sie in ähnliche Ausprägungen überall auf Iuna zu finden. In manchen Regionen gibt es Organisationen, die sich der Lehre der Feenlieder verschrieben haben, doch in den allermeisten Fällen bleiben ihre Anwender kuriose Einzelfälle herausragenden musischen Talents.


Zugang zu Feenliedern (Klassenfähigkeit)

Überklasse: transzendent
Art: Klassenfähigkeit
XP-Kosten: 1.000 XP × Kostenfaktor
Voraussetzung: Gesinnung nicht rechtschaffen; Summe der drei relevanten Bezugsattribute PE-Ch, WA-In und WA-Si beträgt 2; {Singen} auf SW 2; eine weitere musische oder künstlerische Spezialisierung (z.B. {Instrument} oder {Literatur}) auf SW 2; Wahl einer Muse, welcher das erste bekannte Lied bestimmt
Lernaufwand: 3-4 (1W2+2) Jahre

Beschreibung: Zwei grundlegende Bedingungen scheinen für den Zugang zu Feenlieder essentiell. Einerseits bedarf es einer gewissen Grundhaltung, einem Freigeist, der nach Inspiration und Selbstverwirklichung strebt, der seine Kreativität nicht von Formalien und Obligationen ersticken lassen will. Daher können angehende Anwender der Feenlieder keine rechtschaffene Gesinnung haben. Andererseits muss sich der Charakter auf eine bestimmte, künstlerische Herangehensweise festlegen. Die Stimme ist der Schlüssel zum Wirken von Feenliedern, weshalb man die Spezialisierung {Singen} beherrschen muss. Darüber hinaus ist noch eine zweite musische oder künstlerische Spezialisierung erforderlich. Üblicherweise ist dies ein bestimmtes {Instrument}, welches den Gesang begleitet, und dessen Meisterschaft gleichermaßen angestrebt werden sollte. Alternativ könnte jedoch auch das kunstvolle Rezitieren poetischer Verse mittels {Literatur}, komplexer Wortgeflechte mittels {Rhetorik} oder kryptischer Rätsel mittels {Logik} zum Erfolg führen. Auch darstellerische Kunstformen wie {Tanzen}, {Gaukelei}, {Schauspiel} oder {Zeremonie} könnten so interpretiert werden, dass sie dem Ziel einer herausragenden, zauberhaften, fesselnden oder dramatischen Darbietung gerecht werden. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, der Charakter bzw. der Spieler sollten eine klare Vorstellung davon haben, wie sich die künstlerische Darbietung gestaltet, und dies auch anschaulich vermitteln können.

Auswirkung:


Neue Muse erschließen

Überklasse: transzendent
Art: Klassenfähigkeit
XP-Kosten: [500 + (erschlossene Wege × 300)] XP × Kostenfaktor
Voraussetzung: Zugang zu Feenliedern; eine weitere musische oder künstlerische Spezialisierung auf SW 2
Lernaufwand: 60 Lernpunkte / 1 Lernprobe pro Tag; Unterweisung erforderlich

Beschreibung: Alle existenten Lieder sind einer bestimmten Muse zugeordnet. Erlangt der Charakter Zugang zu Feenliedern, beginnt er zunächst mit der Muse, die seinem Naturell und seiner Veranlagung am ehesten entspricht. Ihm steht es jedoch frei, noch weitere Musen zu erschließen. Dies ist jedoch ein langwieriger und herausfordernder Prozess, der damit beginnt, das eigene musisches Repertoire zu erweitern: Der Charakter muss eine neue künstlerische Spezialisierung erlernen, die dann neben {Singen} als zweite Leitkompetenz für die angestrebte Muse gilt. Der Charakter könnte beispielsweise ein weiteres {Instrument} erlernen, oder sich einer anderen Darstellungsform widmen. Auch hier sollte der Spieler anschaulich beschreiben können, wie sich das letztendliche Wirken der zugehörigen Lieder dieser Muse im Spiel gestalten wird.

Auswirkung: Das Erschließen einer neuen Muse ist eine grundlegende Erweiterung des eigenen spirituellen Verständnisses und musischen Potentials. Der Charakter ist dabei auf sich allein gestellt und muss seine eigenen schöpferischen Grenzen austesten und schrittweise erweitern. Dieser Lernvorgang wird mit dem Lernsystem umgesetzt:

  • Im Zuge dessen müssen 60 Lernpunkte gesammelt werden. Die erforderlichen XP werden zu Beginn des Lernvorgangs entrichtet.
  • Um Lernpunkte zu erhalten, müssen erfolgreiche Lernproben abgelegt werden. Jeden Tag ist nur eine Lernprobe nach mindestens einer Stunde der Übung erlaubt. Die Lernprobe entspricht einer Fertigkeitsprobe auf „Musizieren“ {Singen} mit einem SG von 25.
    • Dieser Schwierigkeitsgrad kann durch die gegebenen Umstände um bis zu ±5 modifiziert werden. Hier ist die zweite gewählte Spezialisierung entscheidend. Ist die Situation der gewählten Kunstform besonders zuträglich, gibt es beispielsweise ein aufmerksames Publikum oder willige Zuhörer, deren Reaktion hilfreiche Rückschlüsse auf die Harmonie der Darbietung liefern können, mindert dies den SG um -5. Ist der Charakter jedoch durch die herrschenden Umstände abgelenkt oder behindert, etwa da er in seiner körperlichen und kreativen Freiheit eingeschränkt ist, wird der SG um +5 erhöht.
    • Für jede weitere Stunde des Übens kann der SG zusätzlich um -1 gemindert werden, bis hin zu einem minimalen SG von 15.
  • Die Lernprobe ist ein offener Probewurf. Bei Erfolg erhält der Charakter einen Lernpunkt. Erreicht er ein Vielfaches des geforderten SG, erhält er auch entsprechend viele Lernpunkte durch diese Lernprobe.
  • Das Scheitern einer Lernprobe hat keine negativen Konsequenzen, abgesehen vom ausgebliebenen Fortschritt.
  • Die Lernproben müssen daher auch nicht an aufeinanderfolgenden Tagen abgelegt werden. Der Charakter kann sich soviel Zeit lassen wie notwendig.
  • Sobald die erforderlichen 60 Lernpunkte gesammelt sind, steigt der Rang der neu erschlossenen Muse auf 1. Er kann im weiteren Verlauf des Spiels noch bis zu einem Maximum von 10 weiter gesteigert werden.
  • Der Charakter beherrscht außerdem umgehend ein Lied mit SG 5 und damit einem äquivalenten Grad von 0, welches dieser Muse zugeordnet ist. Dieses hat er während dem Lernvorgang selbst entwickelt und kann es gemäß der normalen Regeln anwenden. Es ist kein separater Lernvorgang notwendig.
  • Im Folgenden steht es ihm frei weitere Lieder des neuen Muse zu entwickeln.

Abgesehen vom zeitlichen Aufwand und den künstlerischen Voraussetzungen gibt es keine Begrenzung dafür, welche und wie viele der sechs Musen sich ein Anwender der Feenlieder erschließen kann.


Neues Lied erlernen

Überklasse: transzendent
Art: Klassenfähigkeit
XP-Kosten: [(äquivalenter Grad des Liedes + 1) × 100] XP × Kostenfaktor
Voraussetzung: Zugang zu Feenliedern; Zugang zu einer passenden Muse; ein bekanntes Lied dieser Muse
Lernaufwand: [SG des Lieds × 2] Lernpunkte / 1 Lernprobe pro Tag; Unterweisung erforderlich

Beschreibung: Lieder sind besondere magische Effekte, welche dem Anwender erlauben mit Hilfe seiner Stimme und seiner künstlerischen Darbietung übernatürliche Dinge zu vollbringen. Dabei nutzt er seine inneres musisches Potential, sein „Hym“, welches er aus dem seelischen Einklang mit seiner Kunst schöpft. Die Wirkungen von Liedern basieren dabei auf eigenen, prägenden Erlebnissen des Charakters im Spiel – ob heroisch, tragisch, amüsant oder düster – und werden vom Spieler selbst ersonnen. Dabei ist er an die regulären Richtlinien zur Entwicklung magischer Effekte gebunden, weshalb dies in Zusammenarbeit mit der SL geschehen sollte. So könnte beispielsweise ein wildes Festgelage einen verwirrenden oder bezaubernden Effekt inspirieren, ein triumphaler Sieg könnte Grundlage für einen stärkenden Effekt sein, während der tragische Verlust eines Freundes vielleicht Anlass für einen Effekt ist, der Schmerzen und Wunden lindert. Alternativ können auch Lieder von anderen Anwendern dieser Magiemethode erlernt werden, was jedoch eine persönliche Bindung oder zumindest hinreichende Empathie voraussetzt. Auch kann die Unterweisung stets nur freiwillig erfolgen. Ein so erlerntes Lied hat jedoch meist eine schwächere Wirkung als das Original und ist schwerer zu erlernen. Unter bestimmten Bedingungen können bekannte Lieder jedoch auch weiter entwickelt und verstärkt werden.

Auswirkung: Das Entwickeln eines Liedes ist eine individuelle Verarbeitung persönlicher Erlebnisse, welcher passend zu einer Muse Form und Wirkung verliehen wird. Der Lernvorgang wird mit dem Lernsystem umgesetzt:

  • Basierend auf einem Ereignis im Spiel bzw. einem Erlebnis des Charakters, schlägt der Spieler die Grundidee für die Wirkung sowie den Titel des angestrebten Liedes vor. Je dramatischer und prägender ein Ereignis, desto mächtiger ist der potentielle Effekt eines daraus entwickelten Liedes (SL-Entscheid ). Jedes Erlebnis kann jedoch nur Grundlage für genau ein Lied sein. Auch wenn ein Ereignis besonders prägend ist, kann es somit nicht genutzt werden um zwei verschiedene Lieder zu entwickeln.
  • Die tatsächliche Wirkung des Liedes ist an eine besondere Bedingung geknüpft: Ein neues Lied kann maximal einen um 1W3 Punkte höheren Schwierigkeitsgrad haben, als das schwierigste, bereits bekannte Lied der betreffenden Muse. Dies wird vom Spieler mit einem Würfelwurf ermittelt, was dann den äquivalenten Grad des neuen Liedes und damit auch die erforderlichen XP-Kosten festlegt. Der Spieler kann auch auf den Würfelwurf verzichten. Dann hat das neue Lied den gleichen SG wie ein bereits bekanntes Lied seiner Wahl, das der betreffenden Muse zugeordnet ist.
  • Die SL entwickelt dann den Effekt nach den Vorstellungen des Spielers und trägt dafür Sorge, dass dieser dem möglichen äquivalenten Grad angemessen ist.
  • Um das neue Lied zu entwickeln muss der Charakter dann insgesamt [SG des Lieds × 2] Lernpunkte sammeln.
  • Um Lernpunkte zu erhalten, müssen erfolgreiche Lernproben abgelegt werden. Jeden Tag ist nur eine Lernprobe nach einer Stunde Musizieren und Üben erlaubt. Diese entspricht der Magieprobe zur Anwendung des angestrebten Liedes, allerdings ist der SG zusätzlich um +1W3 erhöht.
  • Diese Erschwernis kann je [äquivalenter Grad + 1] Hym, die der Charakter zum Üben aufwendet, um -1 gemindert werden. Ist der SG beispielsweise um +2 erhöht, und handelt es sich um ein Lied mit einem äquivalenten Grad von I, wäre die Erschwernis durch das Aufwenden von 4 Hym vollständig negiert.
  • Die Lernprobe ist ein offener Probewurf. Bei Erfolg erhält der Charakter einen Lernpunkt. Erreicht er ein Vielfaches des geforderten SG, erhält er auch entsprechend viele Lernpunkte durch diese Lernprobe.
  • Das Scheitern einer Lernprobe hat keine negativen Konsequenzen, abgesehen vom ausgebliebenen Fortschritt.
  • Die Lernproben müssen daher auch nicht an aufeinanderfolgenden Tagen abgelegt werden. Der Charakter kann sich soviel Zeit lassen wie notwendig.
  • Sobald die erforderlichen [SG des Lieds × 2] Lernpunkte gesammelt sind, beherrscht der Charakter das Lied und kann es gemäß den folgenden Regeln anwenden und als Voraussetzung für weitere Lieder geltend machen.

Es gibt keine maximale Anzahl an Liedern, die ein Charakter erlernen kann. Sie sind alle fest mit seiner Persönlichkeit und seinem Werdegang verbunden und können ihm nicht genommen werden. Es steht dem Charakter jedoch frei, unzureichend scheinende Lieder selbst aus seinem Repertoire zu entfernen.


Anwendung der Feenlieder

Der Charakter kann die ihm bekannten Lieder jederzeit und ohne Vorbereitung wirken. Dabei muss eine Magieprobe gegen den SG des Liedes abgelegt werden. Gelingt diese, tritt der Effekt des Liedes wie gewünscht in Kraft und es fallen die üblichen Magiepunkte-Kosten an. Nutzt der Charakter beispielsweise ein Lied mit äquivalentem Grad III, verbraucht dies 6 Hym. Bei einem Scheitern der Magieprobe fallen immerhin noch die Hälfte der eigentlichen Kosten an, in diesem Beispiel also 3 Hym.
Bezüglich der Initiative muss beachtet werden, dass das Wirken eines Liedes stets eine spirituelle Aktion ist, auch wenn die Darbietung vielleicht bestimmte tänzerische oder akrobatische Bewegungen beinhaltet.


Ergänzungen und Sonderfälle

Fokus

Hat der Charakter ein {Instrument} als zweite Leitkompetenz einer Muse gewählt, so kann er dieses ohne Weiteres als materiellen Fokus zum Wirken der zugehörigen Lieder nutzen. Das Instrument sollte jedoch besondere handwerkliche Qualität in der Fertigung aufweisen und vom Charakter in angemessener Form personalisiert werden. Die Nutzung eines materiellen Fokus erlaubt grundlegend mächtigere Effekte ohne Erhöhung des Schwierigkeitsgrades oder der Hym-Kosten zu wirken, im Gegenzug zur Abhängigkeit von einem definierten physischen Objekt. Da das Instrument aber sowieso zum Musizieren benötigt wird, ist dies kein wirklicher Nachteil. Gegebenenfalls können sich bei anderen gewählten künstlerischen Spezialisierungen auch vergleichbare Fokusobjekte anbieten.

Konzentration

Eine weitere Möglichkeit die Wirkungsstärke eines Liedes zu steigern, ohne Schwierigkeitsgrad oder Hym-Kosten zu erhöhen, ist es „Konzentration“ als Wirkungsdauer zu bestimmen. Dann hält die Wirkung des Effekts so lange, wie sich der Anwender darauf konzentriert, was in den meisten Fällen auch der Dauer einer Darbietung entspricht, zuzüglich der etwaigen Abklingzeit

Fremde Lieder

Anstatt ein eigenes Lied zu entwickeln, kann ein Charakter auch ein Lied von einem anderen Anwender dieser Magiemethode erlernen. Dies setzt jedoch eine persönliche Bindung oder zumindest hinreichende Empathie voraus, um sich in das zu Grunde liegende Erlebnis hinein zu versetzen. Auch kann niemand gezwungen werden, sein Lied zu teilen, die Unterweisung erfolgt stets freiwillig. Der Lernvorgang findet dann in Begleitung statt, folgt aber ansonsten dem gleichen Schema:

  • Auch ein gelerntes Lied kann maximal einen um 1W3 Punkte höheren Schwierigkeitsgrad haben, als das schwierigste, bereits bekannte Lied der betreffenden Muse. Hat das Original also einen höheren SG als der Charakter erreichen kann, wird die Wirkung der „Kopie“ entsprechend geringer ausfallen. Umgekehrt kann die Kopie allerdings auch nicht mächtiger als das Original sein.
  • Um ein kopiertes Lied zu erlernen muss der Charakter insgesamt nur [SG des Lieds] Lernpunkte sammeln, da das Konzept bereits besteht und erprobt ist.
  • Für die erforderliche Stunde müssen sich Lehrender und Lernender gemeinsam der Übung widmen.
  • Der SG der Lernprobe ist bei kopierten Liedern allerdings um +5 erhöht. Auch hier kann die Erschwernis durch das Aufwenden von Hym gemindert werden.

Nachdem das Lied jedoch erlernt wurde, wird es in jeder Hinsicht wie ein selbst entwickeltes Lied behandelt. Sollte das Potential des Liedes noch nicht ausgeschöpft sein, kann es später gemäß den normalen Regeln weiterentwickelt werden. Dennoch ist es eine Frage der Ehre, den Urheber des Originals offen zu nennen und ihm den gebührenden Ruhm zuzugestehen. Dies mag auch ein Grund sein, die eigenen Lieder überhaupt zu teilen. In Regionen Iunas in denen Feenlieder üblicher sind, könnte es also durchaus einige berühmte und verbreitete Lieder geben, mit Urhebern deren Namen weithin bekannt sind.

Weiterentwicklung

Sollte das dramatische Potential eines zugrunde liegenden Erlebnisses noch nicht voll ausgeschöpft sein, kann das betreffende Lied auch noch nachträglich weiter entwickelt werden. Möchte ein Spieler also ein Ereignis nutzen, um ein Lied daraus zu entwickeln, sollte in Absprache mit der SL zunächst festgelegt werden, welcher maximale äquivalente Grad mit diesem erreichbar wäre. Diese Entscheidung sollte objektiv und einvernehmlich getroffen werden. Ein Zwischenfell, der sich zumindest für eine spannende oder amüsante Anekdote eignet, mag für einen Effekt geringen Grades ausreichend sein. Eine heroische Tat oder dramatische Wendung die für Staunen und Entsetzen sorgte, wird sich sicherlich für einen Effekt mittleren Grades eignen. Ein epischer Sieg oder eine tragische Niederlage, die das Schicksal einer Region entschied oder ein Volk in den Grundfesten erschüttert hat, könnte hingegen auch einen Effekt hohen Grades rechtfertigen. An dieser Stelle wird bewusst drauf verzichtet, konkrete Richtwerte und Zahlen vorzugeben. Die kreative Freiheit, welche der Natur der Feenlieder entspricht, soll auch auf der Meta-Ebene des Spiels zum Tragen kommen.

  • In jedem Fall sollte sich der Spieler also zu jedem Lied nicht nur das zu Grunde liegende Ereignis auf dem Magieblatt der Charaktermappe notieren, sondern auch den festgelegten maximalen äquivalenten Grad.
  • Nach einer Steigerung des Rangs einer Muse steht es dem Charakter zu, ein zugehöriges Lied weiter zu entwickeln.
  • Der Vorgang dauert [äquivalenter Grad + 1] Tage, in denen keine neuen Lieder entwickelt werden können. Der Charakter sollte einen Großteil seiner Zeit damit verbringen sich inhaltlich und emotional mit dem Lied und den zugrunde liegenden Ereignis auseinanderzusetzen, um dessen Potential weiter zu erschließen. Dazu ist keine Lernprobe erforderlich.
  • Nach der Zeit wird der SG des Liedes um +1W3 erhöht, und die SL passt Wirkung und Parameter entsprechend an. Im Idealfall erhöht sich dadurch der äquivalente Grad des Effekts, das diesen spürbar verbessert, jedoch auch die Hym-Kosten erhöht.

Auf diese Weise ist es dem Charakter möglich, das Potential besonders heroischer oder dramatischer Erlebnisse, die sich früh in seiner Laufbahn ereignen, nach und nach zu erschließen. Sie können damit zu langfristigen und charakteristischen Wegbegleitern werden.