Kosmologie (Spezialisierung)
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| Kategorie: Bildung, Magie |
Zuordnung: | SW 1-3 arkan, klerikal, transzendent SW 4-10 arkan, klerikal, transzendent |
| Bezugsattribut: IN-Wissen, (IN-Verstand) | ||
| Komplexität: 10 | Assoziierte Fertigkeiten: Arcana, Mystik | |
"Ob als entrückter Sternendeuter, wagemutiger Sphärenwanderer oder dogmatischer Hochmagier, diese Spezialisierung ermöglicht dem Charakter, die abstrakte Architektur des Universums zu begreifen und kosmische Phänomene aktiv zu nutzen."
Diese Spezialisierung repräsentiert die tiefgehende Kenntnis hochgradig komplexer und abstrakter magischer Theorien. Während sich {Magiekunde} vorwiegend mit der alltäglichen Praxis, der Identifizierung und den etablierten Formen der Magie beschäftigt, fokussiert sich Kosmologie auf die absoluten Fundamente: Wie funktioniert Magie tatsächlich? Woher stammen die kanalisierten Energien, und welchen fundamentalen Gesetzmäßigkeiten unterliegen sie in Zeit und Raum? Ein Experte der Kosmologie widmet sich Themen wie Multidimensionalität, Zeitreisen, Sphärenwechseln sowie dem grundlegenden architektonischen Aufbau des Universums.
Im Spiel wird Kosmologie wahlweise mit der Fertigkeit „Arcana“ (zur Ergründung arkaner Phänomene) oder „Mystik“ (für theologische und klerikale Weltbilder) eingesetzt. In beiden Fällen ist das Bezugsattribut stets IN-Wissen, da der Fokus auf einem hochakademischen, theoretischen Verständnis liegt und weniger auf Intuition oder praktischer Anwendung.
- Konkrete Anwendungsbereiche
Da sich die Kosmologie mit abstrakten und oftmals metaphysischen Konzepten befasst, ist eine klassische Einteilung in triviale bis komplexe Schwierigkeitsgrade für reine Informationsabfragen oft weniger zielführend. Stattdessen kommt die Spezialisierung primär in forschungsorientierten oder hochmagischen Schlüsselsituationen zum Tragen:
- **Kosmische Einflüsse bewerten:** Ein Charakter kann den Einfluss von astronomischen Ereignissen, Planetenkonstellationen oder dem Näherrücken anderer Sphären auf die irdische Magie exakt einschätzen. Eine erfolgreiche Probe erlaubt es, diese Faktoren zu nutzen, um beispielsweise den Schwierigkeitsgrad (SG) eines eigenen Rituals zu senken oder dessen Wirkungsdauer zu verlängern.
- **Anomalien und Dimensionsrisse ergründen:** Tritt ein Bruch in der Realität auf, manifestiert sich ein dimensionales Tor oder versagt Magie an einem bestimmten Ort völlig, liefert Kosmologie die theoretischen Erklärungsmodelle. Der Charakter kann Ursachen für derartige Risse im magischen Gefüge analysieren und theoretische Lösungsansätze zu deren Versiegelung formulieren.
- **Eigene Effekte und Rituale entwickeln:** Wer die absoluten Regeln der Magie versteht, kann diese gezielt formen oder beugen. Die Spezialisierung ist unabdingbar, wenn ein Charakter völlig neuartige magische Effekte erschaffen oder komplexe, bisher unbekannte Rituale konzipieren möchte, die weit über das etablierte Wissen der Spielwelt hinausgehen.
- Erfolgspunkte bei Kosmologie
Erfolgspunkte (EP) bei einer Fertigkeitsprobe mit Kosmologie spiegeln brillante Geistesblitze und tiefe universelle Einsichten wider. Sie können genutzt werden, um situative und langfristige Vorteile zu erlangen. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).
- **2 EP:** Probewert +1 bei der nächsten „Arcana“- oder „Mystik“-Probe innerhalb derselben Szene. Das soeben abgeleitete abstrakte Prinzip kann direkt genutzt werden, um eine praktische magische Herausforderung besser zu verstehen.
- **5 EP:** Der Charakter erkennt eine unsichtbare kosmische Resonanz. Er erhält einen Bonus von +2 auf den Probewert bei der anschließenden Durchführung eines magischen Rituals, insofern er die Ausführung (z. B. den exakten Zeitpunkt oder die Ausrichtung) auf diese Gegebenheiten abstimmt.
- **10 EP:** Der zeitliche oder materielle Aufwand für die theoretische Entwicklung eines neuen magischen Effekts oder Zaubers wird halbiert. Der Charakter hat eine universelle Symmetrie oder Abkürzung in den arkanen oder mystischen Grundformeln entdeckt.
- **15 EP:** Der Spieler darf eine abstrakte, aber in sich schlüssige kosmologische Regel oder ein neues metaphysisches Gesetz für die Spielwelt etablieren (z. B. "Astrale Dimensionsmagie wird an Orten, an denen einst ein Sternschnuppenschauer niederging, unberechenbar verstärkt"). Die SL stimmt zu und integriert diesen Fakt in die Erzählung, sofern er nicht bereits bestehenden Konstanten der Spielwelt widerspricht.
Kosmologie (Spezialisierung)
Kategorie: Bildung, Magie Bezugsattribut: IN-Wissen Komplexität: 10 Zuordnung: SW 1-3 arkan, klerikal, transzendent SW 4-10 arkan, klerikal, transzendent Assoziierte Fertigkeiten: Arcana, Mystik
Diese Spezialisierung repräsentiert die höchste, abstrakteste und wohl auch anspruchsvollste Disziplin der magischen Theorie. Während sich die {Magiekunde} vor allem mit der alltäglichen Praxis, der Kategorisierung messbarer Effekte und anwendungsnahen Prinzipien beschäftigt, ergründet die Kosmologie die absoluten, fundamentalen Wahrheiten der Schöpfung. Sie widmet sich den weitreichenden und oft unbegreiflichen Hintergründen, die erklären, *wie* Magie in ihrem tiefsten Kern tatsächlich funktioniert, woher die kanalisierten Energien ursprünglich stammen und welchen unverrückbaren Gesetzmäßigkeiten das Universum unterliegt. Ein Charakter mit dieser Expertise studiert die komplexe Architektur der kosmischen Sphären, stellt Berechnungen zur Multidimensionalität an, erörtert theoretische Modelle für Sphärenwechsel und wagt sich gar an die paradoxen Konzepte von Zeitreisen. Es ist das Wissen um das große Ganze, das metaphysische Gefüge, das die Welt und alle magischen Strömungen zusammenhält.
In der praktischen Anwendung wird die Kosmologie vornehmlich mit zwei Fertigkeiten eingesetzt, um die unterschiedlichen Quellen und Naturgesetze der Magie zu entschlüsseln. In beiden Fällen ist IN-Wissen das zwingende Bezugsattribut, da es ein immenses Maß an Gelehrsamkeit, Abstraktionsvermögen und Intellekt erfordert, um diese Theorien zu begreifen. Wird die Spezialisierung mit der Fertigkeit „Arcana“ kombiniert, analysiert der Charakter das magische Gefüge aus einer streng wissenschaftlichen und arkanen Perspektive. Es geht um das rationale Verständnis von Dimensionsgrenzen, den Fluss freier Magie im Raum und die Mechanik kosmischer Energien. Kommt hingegen „Mystik“ zum Einsatz, betrachtet der Charakter die kosmologische Ordnung durch die Linse göttlicher Pläne und spiritueller Prinzipien. Hier liegt der Fokus auf der Rolle der höheren Mächte bei der Gestaltung der Sphären, der Natur göttlicher Domänen und der unumstößlichen Resonanz von Schöpfung und Verdammnis.
Anders als bei weltlicheren Bildungsfertigkeiten ist die Kosmologie derart abstrakt, dass sich konkrete, alltägliche Beispiele für Schwierigkeitsgrade kaum sinnvoll formulieren lassen. Es gibt hier schlichtweg kein "Trivialwissen". Wenn ein Charakter durch eine Fertigkeitsprobe Informationen abrufen möchte, bestimmt die Spielleitung (SL) den Schwierigkeitsgrad (SG) maßgeblich anhand der unfassbaren Komplexität der Materie. Ein moderater SG mag vielleicht noch ausreichen, um die grundlegende Struktur der bekanntesten Nachbarsphären oder die allgemeine Natur eines Sternenportals zu benennen. Sollen jedoch die feinen, dimensionalen Fluktuationen während einer planetaren Konjunktion berechnet oder die theoretische Stabilität eines Zeitrisses bewertet werden, sind extrem hohe SGs angemessen. Oftmals ist ein unbestimmter Probewurf das beste Mittel der Wahl: Der erzielte Probewert entscheidet dann schlichtweg darüber, wie tief der Charakter das kosmische Rätsel durchdringen konnte und wie viel von seiner Einsicht sich überhaupt in für Sterbliche verständliche Worte fassen lässt.
Neben der rein akademischen Informationsbeschaffung entfaltet die Kosmologie auch überaus mächtige, praktische Anwendungsmöglichkeiten. Sie erlaubt es dem Charakter, den unmittelbaren Einfluss kosmischer Faktoren – wie Sternenkonstellationen, planetare Ausrichtungen, Finsternisse oder dimensionale Überschneidungen – auf irdische Magie präzise zu bewerten und gezielt zu nutzen. Mit diesem Wissen wird der Charakter befähigt, in völliges Neuland vorzustoßen: Er kann eigene magische Effekte ersinnen, bisher unbekannte Zauberformeln konstruieren und einzigartige, hochkomplexe Rituale entwickeln. Wer die Gesetze des Universums wahrlich versteht, kann beginnen, sie nach seinen eigenen Vorstellungen neu zu formen.
Erfolgspunkte (EP) bei einer Fertigkeitsprobe mit Kosmologie können genutzt werden, um situative Vorteile zu erlangen, die das tiefgreifende Verständnis des Charakters für die Weltarchitektur widerspiegeln. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).
- **2 EP:** Probewert +1 bei der nächsten „Arcana“- oder „Mystik“-Probe mit gleichem oder geringerem SG, insofern die kosmologischen Erkenntnisse einen direkten, hilfreichen Kontext für die Folgeuntersuchung liefern (z.B. beim Identifizieren eines außerweltlichen Artefakts oder beim Analysieren eines Dämonenportals).
- **4 EP:** Ein zusätzliches, tiefgreifendes Detail zur erhaltenen Information erfahren. Dies könnte das exakte Zeitfenster einer bevorstehenden dimensionalen Überlappung sein, die verborgene Schwachstelle in der Barriere zwischen zwei Sphären oder die genaue astrologische Voraussetzung für ein uraltes Ritual.
- **5 EP:** Der Charakter erkennt eine temporäre kosmische Resonanz oder Ausrichtung. Er erhält einen Bonus von +[SG÷5] (abgerundet) auf seinen nächsten Magiewurf, insofern er diesen Effekt oder dieses Ritual exakt auf die soeben berechnete, günstige kosmische Strömung abstimmt.
- **10 EP:** Der Spieler kann selbst eine fundierte kosmologische Theorie oder ein abstraktes metaphysisches Gesetz zur Spielwelt beitragen. Dies könnte die Beschaffenheit einer bisher unbenannten Mikrosphäre, das Postulat über das Verhalten von Magie während einer Sonnenfinsternis oder ein Zitat eines legendären Sphärenwanderers sein. Es steht der SL frei, korrigierend einzugreifen, sollten sich durch die Idee des Spielers gravierende Widersprüche mit den fundamentalen Säulen der Spielwelt ergeben.
Ob als studierter Magus, fanatischer Hexenjäger oder neugierige Sammlerin magischer Artefakte – Mit dieser Spezialisierung wird einem Charakter Fachwissen über die praktische Anwendung von Magie sowie zugehörige theoretische Hintergründe zuteil. Sie kommt vor allem mit der Fertigkeit „Arcana“ zum Einsatz und erlaubt dann sowohl allgemeine Fragen zu diesem Thema zu beantworten, als auch spezifische Informationen zur arkanen Magie abzurufen. Dies umfasst beispielsweise die gängige Systematik und Terminologie, welche es erlaubt magische Effekte zu beschreiben und zu kategorisieren. Auch die üblichen Methoden des Magiewirkens und damit verbundene Traditionen können in Erfahrung gebracht und verglichen werden. Deutlich anspruchsvoller sind diverse Theorien, welche die Vorgänge beim Wirken von Magie erläutern und das Zustandekommen magischer Effekte erklären. Für den Schwierigkeitsgrad, um derartige Informationen zu erhalten, gelten die üblichen Richtlinien. Allerdings bleibt die Magiekunde selbst bei theoretischen Überlegungen stets auf anwendungsnahe Aspekte fokussiert. Wirklich komplexe und abstrakte Theorien, wie beispielsweise beispielsweise Multidimensionalität, Zeitreisen oder Sphärenwechsel sind der Spezialisierung {Kosmologie} vorbehalten.
Magiekunde kann auch mit der Fertigkeit „Mystik“ eingesetzt werden. Klerikale Magie unterscheidet sich sowohl im Werdegang ihrer Anwender als auch in der praktischen Anwendung maßgeblich von arkaner Magie, und obgleich sie sich ebenfalls durch Kenntnisse in „Arcana“ analysieren und kategorisieren lässt, bedarf es einer anderen Herangehensweise, um die verbundenen Hintergründe treffend zu erfassen und den etablierten Diskurs der Glaubensgemeinschaften aufzugreifen. Hier steht das Wirken höherer Mächte, sowie deren Diener als Werkzeuge ihrer Gunst und ihres Zorns, im Mittelpunkt. Auch magische Einflussnahme durch andere übernatürliche Wesen kann durch das Zusammenspiel mit „Mystik“ ergründet und in einen Kontext gesetzt werden, welcher der wissenschaftlich orientierten Betrachtung mittels „Arcana“ entgeht.
Anders verhält es sich mit den verschiedenen Methoden der Transzendenzmagie. Sie basieren auf diversen Leitkompetenzen mit vornehmlich praktischem Fokus und widmen sich daher nur eingeschränkt dem theoretischen Diskurs. Für sie gibt es keine vergleichbare Fertigkeit, die eigens der zugrundeliegenden Theorie gewidmet ist und zusammen mit Magiekunde zum Einsatz kommen könnte. Für allgemeine Fragen bezüglich den Auswirkungen solcher Magien ist eine Fertigkeitsprobe auf „Arcana“ {Magiekunde} normalerweise völlig ausreichend. Bei spezifischen Fragen der Anwendung könnte jedoch auch der jeweilige Domänenrang als Fertigkeitswert zur Probe mit Magiekunde herangezogen werden. Unter bestimmten Umständen mag dies auch für Anwender der arkanen oder klerikalen Magie denkbar und sinnvoll sein.
Neben der Abfrage von Informationen, kann Magiekunde auch praktisch genutzt werden. Oftmals gibt es spezialisierte magische Mittel, Zauber, Gebete oder Gegenstände, welche den gleichen Effekt besser oder mit deutlich weniger Aufwand bewirken, jedoch steht Magiekunde jedem der sich ihrem Studium gewidmet hat jederzeit und ohne weitere Kosten zur Verfügung.
Wirken erkennen
Wird die Aktion „Wirken“ in Sicht- und Hörweite des Charakters durchgeführt, darf dieser eine passende Fertigkeitsprobe mit Magiekunde gegen einen SG von [(Grad × 3) + 5] durchführen, um den gewirkten E