Seelenresistenz (Spezialisierung)
| Kategorie: Kampf (Defensive) |
Zuordnung: | SW 1-3 allgemein, klerikal, transzendent SW 4-10 klerikal, transzendent |
| Bezugsattribut: PE-Charisma, (PE-Wille) | ||
| Komplexität: 6 | Assoziierte Fertigkeiten: Abwehren, Ausweichen, Widerstehen | |
Die Seelenresistenz eines Wesens ist ein Maß für seine angeeignete Widerstandskraft gegen alle besonderen Effekte, die seine Seele erschüttern oder erfassen sollen, ihm seine Lebenskraft entreißen, auf seine Gesinnung abzielen oder die Essenz seiner Persönlichkeit eindämmen. Es sind Effekte, denen ein Charakter nicht so häufig ausgesetzt ist, die jedoch umso verheerendere Auswirkungen haben, wenn man nicht gegen sie gewappnet ist. Ein gutes Beispiel dafür sind Flüche, primordiale Magien, welche direkt mit der Seele ihres Opfers verwoben werden, sodass sie mit üblichen Antimagien nicht zu beheben sind. Stattdessen ist ein mindestens ebenso mächtiger Segen erforderlich, um die tief verwurzelten negativen Energien wieder zu tilgen. Des Weiteren fallen diverse nekromantischen Effekte wie Lebensraub, Todesmagie, Versiegelung, Besessenheit, Seelenraub oder -wanderung, sowie Effekte, deren Wirkung unmittelbar von der Gesinnung eines Wesens abhängig ist, in die Zuständigkeit der Seelenresistenz.
Die Seelenresistenz fließt als Spezialisierung in den Probewert von Verteidigungswürfen gegen eben solche Effekte ein, und im Gegensatz zur {Körperresistenz} und {Geistesresistenz}, deren Bezugsattribut sich mit wenigen Ausnahmen nach der genutzten Defensivaktion richtet, diktiert der Einsatz der Seelenresistenz immer auch das Bezugsattribut. Dieses ist normalerweise PE-Charisma, mit der Ausnahme von Besessenheit, die als Form der fremden Einflussnahme nach PE-Wille verlangt.
Hat ein Wesen für seine Seelenresistenz die Angabe „X“ ist es seelenlos. Weder verspürt es Emotionen noch folgt es eigener Motivation oder moralischem Empfinden. Stattdessen bestimmen niederste Instinkte und vorgegebene Routinen und Weisungen sein Handeln. Das Konzept der Gesinnung kann hier keine Anwendung finden, nicht mehr als bei einem leblosen Gegenstand. Beispiele wären mechanische Konstrukte und amorphe Lebensformen, sowie gewöhnliche Pflanzen. Sie werden von Effekten, die auf die Seele abzielen, nicht betroffen.