Dornenteppich (Gebet)
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Grad: IV |
Zyklus: Pflanze |
Dieses Gebet überwuchert den Boden im Wirkungsbereich binnen weniger Augenblicke mit dornigen Ranken und dürrem Gestrüpp, welche bis zu einer Stunde lang bestehen bleiben und damit ein ernstzunehmendes Hindernis darstellen. Voraussetzung ist allerdings das Vorhandensein von natürlichem Erdboden, felsigem Untergrund oder zumindest befestigten, hölzernen Bodenbrettern, von wo der Dornenteppich seinen Ursprung nehmen kann. Der Wirkungsbereich beginnt stets unmittelbar beim Anwender und bemisst [Rang × 5] m², welche in beliebiger, zusammenhängender Form angeordnet werden können. Am besten lässt sich dies natürlich auf einem Kampfplan visualisieren, dessen Felder je einen Quadratmeter bemessen. Ansonsten sollten zur besseren Vorstellung einfache geometrische Formen gewählt werden, welche die mögliche Fläche ausfüllen.
Der Dornenteppich ragt anderthalb Meter in die Höhe und dürfte den meisten Humanoiden damit bis zur Brust reichen. Er kann nach seiner Erschaffung nicht mehr verändert werden.
Die nadelspitzen Dornen behindern das Vorankommen im Wirkungsbereich erheblich. Um überhaupt voranzukommen, muss ein Verteidigungswurf gelingen, und selbst dann ist der der Bewegungsfaktor beim Gehen halbiert. Laufen oder Rennen sind schlichtweg nicht möglich. Der Verteidigungswurf muss jede Runde wiederholt werden, solange man sich im Wirkungsbereich aufhält und fortbewegen möchte. Zudem erleiden Wesen für jedes durchquerte „Feld“ von einem Quadratmeter Ausmaß 3W4 Schadenspunkte durch Stich, welcher nur mit gelungenem „Ausweichen“ vermieden oder mit erfolgreichem „Widerstehen“ halbiert werden kann. Misslingt der Verteidigungswurf mit 5 oder mehr Fehlpunkten, erleidet das Wesen den Schaden auch ohne voranzukommen. Solle ein Wesen einmal den maximal möglichen Schaden erleiden, resultiert dies in einer offenen Wunde mit 1W4 Rd/1 SP.
Der Anwender ist stets von der Wirkung des Dornenteppichs ausgenommen, das Gestrüpp scheint sich regelrecht vor ihm zu teilen und hinter ihm wieder zu verstricken. Mit ausreichend Erfolgspunkten kann er dies auch seinen Verbündeten zuteil werden lassen. Ein gelungener Magieresistenzwurf hat den gleichen Effekt. Fliegende Wesen sind vor der Wirkung gefeit, solange sie hoch genug fliegen, während riesige und noch größere Wesen von der Bewegungseinschränkung nicht betroffen sind, jedoch normal Schaden erleiden können.
Der Dornenteppich kann auch durch Gewalteinwirkung zerstört werden. Diesbezüglich besitzt ein „Feld“ von einem Quadratmeter 25 Zustandspunkte, eine Reduktion von 3 und ist gegen kritische Treffer sowie Stichschaden gefeit. Das Dornengestrüpp wird allerdings durch jedweden Hitze- oder Feuerschaden entzündet. Die Flammen greifen rasant um sich und erfassen binnen 1W4+1 Runden den gesamten Wirkungsbereich. Der Brand hält dann abermals 1W4+1 Runden an, nach denen der Dornenteppich völlig vernichtet ist. Wesen, die sich inmitten der brennenden Ranken aufhalten, erleiden in jeder Runde 2W6 Schadenspunkte durch Hitze, zusätzlich zu etwaigem regulären Schaden durch den Versuch zu entkommen. Gegen diesen Hitzeschaden sind jedoch auch der Anwender und seine Verbündeten nicht gefeit.
Nach Ablauf der Wirkungsdauer wird das Dornengestrüpp völlig stumpf und brüchig und stellt keinerlei Hindernis mehr dar. Binnen 3W6 Runden zerfällt es zu Staub, der rasch verweht und spurlos verschwindet. Dies geschieht in gleicher Weise und genauso schnell, wenn der Anwender die Wirkung freiwillig vorzeitig beendet, oder sie durch Antimagie gebannt wird.
Um das Gebet zu wirken, benötigt der Anwender sein heiliges Symbol, mit welchem der Ursprung des Wirkungsbereiches berührt werden muss.
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Erweiterung: Macht +1 (1 EP); Wirkungsbereich +1 m² (2 EP); Verbündete von der Wirkung ausnehmen (15 EP)×1 |