Suchen (Spezialisierung)
/to do/
| Kategorie: Abenteuer |
Zuordnung: | SW 1-3 adaptiv SW 4-10 adaptiv |
| Bezugsattribut: WA-Sinne | ||
| Komplexität: 7 | Assoziierte Fertigkeiten: Aufmerksamkeit, Überprüfen | |
Diese Fertigkeit bemisst die geschulte Wahrnehmung mit Auge
Aktiv genutzt befähigt sie einen Charakter unscheinbare Details zu bemerken und so vielleicht wichtige Hinweise zu entdecken. Sie könnte beispielsweise angewandt werden, um in einem Gewölbe nach versteckten Gängen und Fallen zu suchen, einen verstecktes Wesen aufzuspüren, in der Wildnis den Spuren eines Tiers zu folgen oder aber auch um an einem Tatort sachdienliche Hinweise zu finden. Dabei sind vor allem visuelle, aber auch olfaktorische Wahrnehmungen und Reize ausschlaggebend. Die Initiative geht dabei stets vom Spieler aus: Er beschreibt nach was der Charakter sucht oder worauf er achten möchte, woraufhin der SL dann den SG für den Probewurf festgelegt. Als Bezugsattribut wird hier normalerweise WA-Sinne genutzt. Der SL kann jedoch auch entscheiden, dass IN-Verstand herangezogen werden sollte, wenn strategisches Vorgehen gefragt ist und das Untersuchte kritisch hinterfragt werden muss. Gelingt die Fertigkeitsprobe, erhält der Spieler weitere Informationen oder der Charakter findet eben das, was er gesucht hat. Für je 3 EP kann der SL zusätzliche Informationen preisgeben, bzw. der Spieler kann diese erfragen. Misslingt der Wurf, bleibt die Suche erfolglos und es werden keine relevanten Erkenntnisse gewonnen. Natürlich muss ein enthülltes Detail nicht zwangsläufig eine besondere Bedeutung haben. Wenn es darum geht Verstecktes zu finden oder eine Fälschung zu entlarven, kann ein konkurrierender Probewurf gegen „Verstecken“, „Fälschen“ oder eine andere passende Fertigkeit des Gegenüber angemessen sein. Für die Untersuchung von Objekten oder Schriftstücken gibt ein Vergrößerungsglas oder ein äquivalentes Hilfsmittel einen Bonus von +2.
Eine Probe auf Suchen im Sinne des Spurenlesens kann abgelegt werden, wenn der Charakter erfahren will, was genau an einem Ort geschehen ist. Meist bieten offensichtliche Spuren den Anlass genauer hinzusehen. Solche offensichtlichen Spuren, deren Entdeckung als selbstverständlich betrachtet werden kann, wären etwa eine zertrümmerte Tür, ein Leichnam, umgeknicktes Buschwerk oder breite Schleifspuren. Gelingt der Probewurf kann der SL weitere Spuren offenbaren und gegebenenfalls ein mögliches Szenario nahelegen. Des Weiteren ist es dann möglich die Wege der in die Geschehnisse involvierten Wesen zurück- oder weiterzuverfolgen und so zu noch mehr Informationen oder gar den Wesen selbst zu erlangen. Spuren über einen längeren Zeitraum oder eine längere Strecke zu verfolgen kann mehrere Probewürfe erfordern, wenn der SL dies als Mittel nutzen möchte um Spannung zu erzeugen. Bei veränderten Umständen sollte jedoch auf jeden Fall auch ein erneuter Wurf erfolgen. Der grundlegende SG für diese Fertigkeitsprobe wird hauptsächlich durch die Beschaffenheit des Untergrunds bestimmt, dadurch wie wahrscheinlich es ist dass dort bleibende Spuren hinterlassen wurden.
Basis-SG Boden 5 sehr weicher Boden (frischer Schnee, Schlamm) 10 weicher Boden (Waldboden, frisch gepflügtes Feld) 15 fester Boden (Wiese, Schotterstraße, Feldweg) 20 harter Boden (Stein, Fliesen, Pflaster, Holzdielen)
Dieser SG wird aufgrund der Umstände oftmals maßgeblich variiert. Die Modifikatoren in der folgenden Tabelle können dem SL als Richtwert dienen:
SG-Modifikation SG Umstände -1 je 2 involvierter Wesen (z.B. -2 bei den Spuren eines Handgemenges von 4 Personen) ±0 die involvierten Wesen hatten alle die Größenkategorie Mittel ±1 eines der involvierten Wesen war Groß (-1) oder Klein (+1)* ±2 eines der involvierten Wesen war Riesig (-2) oder Sehr Klein (+2)* ±4 eines der involvierten Wesen war Gigantisch (-4) oder Winzig (+4)* ±8 eines der involvierten Wesen war Kolossal (-8) oder Minimal (+8)* -8 dicke Staubschicht bedeckt(e) den Boden -6 schmutzige Füße/Schuhe auf zuvor sauberem Boden -4 dünne Staubschicht oder Sand bedeck(e) den Boden -2 Laub oder trockene Gräser bedecken den Boden +1 je Tag, den die Spuren alt sind +1 je Stunde Regen seit dem die Spuren hinterlassen wurden +1 es wehte ein merklicher Wind seit dem die Spuren hinterlassen wurden +3 es wehte ein starker Wind seit dem die Spuren hinterlassen wurden +3 es regnet oder schneit im Moment des Suchens +3 schlechte Lichtverhältnisse (Nebel, Dämmerung, Kerzenlicht, Mondlicht) +5 der Ort an dem die Spuren hinterlassen wurden ist stark frequentiert +5 es wurde versucht die Spuren zu verwischen +10 frischer Schnee ist gefallen, seit dem die Spuren hinterlassen wurden -5 Der Charakter bewegt sich sehr langsam und vorsichtig um ja nichts zu übersehen oder Spuren zu zerstören (BF ×0,25) ±0 Der Charakter bewegt sich langsam und sucht sorgfältig (BF ×0,5) +5 Der Charakter bewegt sich normal (BF unverändert) +10 Der Charakter läuft oder rennt und versucht dabei noch Spuren aufzuschnappen Von den mit * markierten Modifikatoren gilt zum Spuren finden und verfolgen immer nur schlechteste. Doch bezüglich der Interpretation der Ereignisse sollten alle Modifikatoren gestaffelt herangezogen werden. Je nachdem bis hin zu welchem SG der Probewurf ausreicht, kann der SL Informationen über die involvierten Wesen preisgeben.
Suchen hat jedoch auch noch einen passiven Nutzen: Der SL kann den Spieler auffordern eine Probe abzulegen, wenn es darum geht etwas zufällig zu bemerken. Dies könnte eine Bewegung sein, die grade noch im Augenwinkel wahrzunehmen ist, oder aber der Versuch dem Charakter etwas aus der Tasche zu entwenden, also als konkurrierender Probewurf gegen „Taschenspielerei“. Hier gilt dann normalerweise WA-Intuition als Bezugsattribut.
Doch insbesondere beim Spuren lesen kann ein unerfahrener Charakter keine aufschlussreichen Details erkennen.