Liuthari (Höhere Macht): Unterschied zwischen den Versionen

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'''[[Gesinnung einer Höheren Macht|Gesinnung]]:''' [[Chaotisch Gut]]
 
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'''[[Ideologien höherer Mächte|Ideologie]]:''' '''Liuthari''' lehrt, dass in jeder Seele ein Funke des Lichts wohnt, selbst wenn diese sich im Schatten verloren glaubt. Keine Schuld ist so groß, dass sie nicht durch Vergebung gemildert werden könnte, und kein Fehler so gravierend, dass durch seine Akzeptanz nicht ein neuer Weg entstünde. Die Zwielichtgöttin sieht die Essenz des Seins nicht in starren Regeln oder vorschnellen Urteilen, sondern in der wunderschönen Vielfalt, die erwächst, wenn jeder den Mut und die Freiheit besitzt, sich selbst zu verwirklichen und sein Schicksal neu zu formen. Ihre Stimme flüstert von der Möglichkeit, Altes hinter sich zu lassen und seelische Wunden zu heilen – sei es durch die Vergebung gegenüber anderen oder die Annahme der eigenen Fehlbarkeit. So zählt jede Geste der Akzeptanz, jedes Angebot der Vergebung, jede Hand, die einem Gefallenen gereicht wird.  Mögen dies auch keine schillernden Heldentaten sein, so sind es doch stille, unermesslich wertvolle Funken, die das Dunkel erhellen. '''Liuthari''' weiß, dass der Weg zur Umkehr nicht leicht ist. Die Schatten des Zweifels und der Angst können erdrückend wirken, doch in ihnen liegt zugleich die Chance zur Wandlung. Sie duldet weder eine Tyrannei des Lichts, das richtet und verurteilt, noch die absolute Dunkelheit, die Schrecken bringt und Hoffnung raubt. Stattdessen ruft sie dazu auf, Brücken zu bauen, Kompromisse zu finden und Versöhnung zu suchen. '''Liuthari''' verachtet niemanden – selbst jenen, die ihr Herz verschließen, anderen einen Neubeginn verweigern oder selbst im Dunkel verloren scheinen, soll die Möglichkeit gegeben sein, ihren Weg zurückzufinden – sofern sie es denn wollen. Wer jedoch absichtlich den Pfad der Zerstörung und des Hasses beschreitet, andere in Unfreiheit zwingt und unterjocht, mit Grausamkeit wütet, mit Tücke hintergeht und dabei keinerlei Reue zeigt, der schlägt '''Liutharis''' Angebot der Versöhnung aus und verwirkt damit auch ihre Gunst. '''Liuthari''' vergibt, aber sie ist nicht blind gegenüber wissentlicher Bosheit, und ihr entschlossenes Einschreiten kann ebenso unerwartet wie verheerend für ihre Feinde sein. Im Zwielicht jedoch ist nichts endgültig – und das ist das wahre Geschenk der Göttin. Es ist nie zu spät, sich einem Neubeginn zu öffnen – jede Dämmerung, die der Nacht den Weg bereitet, und jeder Morgen, der neues Licht bringt, ist ein Ausdruck von '''Liutharis''' Gnade.  
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'''[[Ideologien höherer Mächte|Ideologie]]:''' '''Liuthari''' lehrt, dass in jeder Seele ein Funke des Lichts wohnt, selbst wenn diese sich im Schatten verloren glaubt. Keine Schuld ist so groß, dass sie nicht durch Vergebung gemildert werden könnte, und kein Fehler so gravierend, dass durch seine Akzeptanz nicht ein neuer Weg entstünde. Die Zwielichtgöttin sieht die Essenz des Seins nicht in starren Regeln oder vorschnellen Urteilen, sondern in der wunderschönen Vielfalt, die erwächst, wenn jeder den Mut und die Freiheit besitzt, sich selbst zu verwirklichen und sein eigenes Schicksal zu gestalten. Ihre Stimme flüstert von der Möglichkeit, Altes hinter sich zu lassen und seelische Wunden zu heilen – sei es durch die Vergebung gegenüber anderen oder die Annahme der eigenen Fehlbarkeit. So zählt jede Geste der Akzeptanz, jedes Angebot der Vergebung, jede Hand, die einem Gefallenen gereicht wird.  Mögen dies auch keine schillernden Heldentaten sein, so sind es doch stille, unermesslich wertvolle Funken, die das Dunkel erhellen. '''Liuthari''' weiß, dass der Weg zur Umkehr nicht leicht ist. Die Schatten des Zweifels und der Angst können erdrückend wirken, doch in ihnen liegt zugleich die Chance zur Wandlung. Sie duldet weder eine Tyrannei des Lichts, das richtet und verurteilt, noch die absolute Dunkelheit, die Schrecken bringt und Hoffnung raubt. Stattdessen ruft sie dazu auf, Brücken zu bauen, Kompromisse zu finden und Versöhnung zu suchen. '''Liuthari''' verachtet niemanden – sogar jenen, die ihr Herz verschließen, anderen einen Neubeginn verweigern oder selbst im Dunkel verloren scheinen, soll die Möglichkeit gegeben sein, ihren Weg zurückzufinden – sofern sie es denn wollen. Wer jedoch absichtlich den Pfad der Zerstörung und des Hasses beschreitet, andere in Unfreiheit zwingt und unterjocht, mit Grausamkeit wütet, mit Tücke hintergeht und dabei keinerlei Reue zeigt, der schlägt '''Liutharis''' Angebot der Versöhnung aus und verwirkt damit auch ihre Gunst. '''Liuthari''' vergibt, aber sie ist nicht blind gegenüber wissentlicher Bosheit, und ihr entschlossenes Einschreiten kann ebenso unerwartet wie verheerend für ihre Feinde sein. Im Zwielicht jedoch ist nichts endgültig – und das ist das wahre Geschenk der Göttin. Es ist nie zu spät, sich einem Neubeginn zu öffnen – jede Dämmerung, die der Nacht den Weg bereitet, und jeder Morgen, der neues Licht bringt, ist ein Ausdruck von '''Liutharis''' Gnade.  
  
'''[[Ikonen höherer Mächte|Ikone]]''': '''Liuthari''' wird stets als wunderschöne Frau mit mitternachtsschwarzer Haut und wallendem, weißem Haar dargestellt, die in tänzerischer Pose zwei silberne Klingen führt. Manchmal werden ihr auch andere Waffen zuteil, welche jedoch mit der gleichen meisterlichen Grazie geführt werden. Als Verkörperung des Zwielichts sind auch ihre [[Ikonen höherer Mächte|Ikonen]] geprägt von hohen Kontrasten, und oftmals ist ihr Gesicht von Schatten verborgen und nur vage zu erkennen.
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'''[[Ikonen höherer Mächte|Ikone]]''': '''Liuthari''' wird stets als wunderschöne Frau mit mitternachtsschwarzer Haut und wallendem, weißem Haar dargestellt, die in tänzerischer Pose zwei silberne Klingen führt. Manchmal werden ihr auch andere Waffen zuteil, welche jedoch mit der gleichen meisterlichen Grazie geführt werden. Als Verkörperung des Zwielichts sind auch ihre [[Ikonen höherer Mächte|Ikonen]] geprägt von hohen Kontrasten, und oftmals ist ihr anmutiges Gesicht von Schatten verborgen und nur vage zu erkennen.
  
 
'''[[Religiöse Symbolik höherer Mächte|Symbolik]]:''' Ein oft verwendetes [[Religiöse Symbolik höherer Mächte|Symbol]] von '''Liuthari''' sind zwei gekreuzte, silberne Klingen – die bevorzugten Waffen der Halbgöttin – welche auch soweit stilisiert werden, dass sie zwei schmalen Mondsicheln gleichen – ebenfalls gekreuzt, die eine zunehmend, die andere abnehmend. Manchmal wird stattdessen jedoch auch ein gebrochener, silberner Kreis als [[Religiöse Symbolik höherer Mächte|Symbol]] gewählt, welcher für die Möglichkeit steht, aus alten Mustern auszubrechen und neue Wege einzuschlagen. Er symbolisiert die Überwindung von Hindernissen und den Neubeginn nach einem Scheitern und ist vor allem bei weniger kämpferisch orientierten Glaubensgemeinschaften beliebt. Die typischen Farben sind weiß, schwarz und silbergrau.  
 
'''[[Religiöse Symbolik höherer Mächte|Symbolik]]:''' Ein oft verwendetes [[Religiöse Symbolik höherer Mächte|Symbol]] von '''Liuthari''' sind zwei gekreuzte, silberne Klingen – die bevorzugten Waffen der Halbgöttin – welche auch soweit stilisiert werden, dass sie zwei schmalen Mondsicheln gleichen – ebenfalls gekreuzt, die eine zunehmend, die andere abnehmend. Manchmal wird stattdessen jedoch auch ein gebrochener, silberner Kreis als [[Religiöse Symbolik höherer Mächte|Symbol]] gewählt, welcher für die Möglichkeit steht, aus alten Mustern auszubrechen und neue Wege einzuschlagen. Er symbolisiert die Überwindung von Hindernissen und den Neubeginn nach einem Scheitern und ist vor allem bei weniger kämpferisch orientierten Glaubensgemeinschaften beliebt. Die typischen Farben sind weiß, schwarz und silbergrau.  
  
'''[[Mythologischer Hintergrund einer Höheren Macht|Mythologischer Hintergrund]]:''' '''Liuthari''' wird als Tochter der Mondgöttin [[Alymar (Höhere Macht)|Alymar]] betrachtet, und teilt mit dieser einige grundlegende Eigenschaften, grenzt sich andererseits jedoch auch deutlich von ihrer Schöpferin ab. Beide Gottheiten haben einen Hang zum Unkonventionellen, hinterfragen starre Strukturen und legen Wert auf individuelle Freiheiten, wenn auch auf unterschiedliche Weisen. Beide werden mit dem Verborgenen und dem Unbekannten assoziiert, doch wo [[Alymar (Höhere Macht)|Alymar]] unberechenbarer und schwer zu fassen scheint, ihre Motive oft unklar und ihre Handlungen zuweilen widersprüchlich, wirkt '''Liuthari''' deutlich transparenter und nahbarer. Sie hat keinen Sinn für Geheimnisse, Manipulation und hintergründige Verstrickungen, sondern bevorzugt eine direkte Vorgehensweise, die den Sterblichen unmittelbar zu Gute kommt. Selbstlose Vergebung entspricht hingegen nicht [[Alymar (Höhere Macht)|Alymars]] Naturell und sie betrachtet diesen Wesenszug ihrer Tochter zuweilen als naiv und weltfremd. Trotz aller Widersprüche, verbindet die beiden Gottheiten dennoch ein untrennbares Band, wie es zwischen Eltern und Kind zu erwarten ist, hat [[Alymar (Höhere Macht)|Alymar]] ihre Tochter doch aus gänzlich eigener Kraft zur [[Pantheon#Halbgötter|Halbgöttin]] erhoben. Gemeinsam stehen sie gegen die Mächte der Finsternis, insbesondere die Göttin [[Naress (Höhere Macht)|Naress]] sowie verschiedene [[Pantheon#Erzdämonen|Erzdämonen]], die ihren geteilten Prinzipien widerstreben.
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'''[[Mythologischer Hintergrund einer Höheren Macht|Mythologischer Hintergrund]]:''' '''Liuthari''' wird als Tochter der Mondgöttin [[Alymar (Höhere Macht)|Alymar]] betrachtet, und teilt mit dieser einige grundlegende Eigenschaften, grenzt sich andererseits jedoch auch deutlich von ihrer Schöpferin ab. Beide Gottheiten haben einen Hang zum Unkonventionellen, hinterfragen starre Strukturen und legen Wert auf individuelle Freiheiten, wenn auch auf unterschiedliche Weisen. Beide werden mit dem Verborgenen und dem Unbekannten assoziiert, doch wo [[Alymar (Höhere Macht)|Alymar]] unberechenbarer und schwer zu fassen scheint, ihre Motive oft unklar und ihre Handlungen zuweilen widersprüchlich, wirkt '''Liuthari''' deutlich transparenter und nahbarer. Sie hat keinen Sinn für Geheimnisse, Manipulation und hintergründige Verstrickungen, sondern bevorzugt eine direkte Vorgehensweise, die den Sterblichen unmittelbar zu Gute kommt. Selbstlose Vergebung entspricht hingegen nicht [[Alymar (Höhere Macht)|Alymars]] Naturell und sie betrachtet diesen Wesenszug ihrer Tochter zuweilen als naiv und weltfremd. Trotz aller Widersprüche, verbindet die beiden Gottheiten dennoch ein untrennbares Band, wie es zwischen Eltern und Kind zu erwarten ist hat [[Alymar (Höhere Macht)|Alymar]] ihre Tochter doch aus gänzlich eigener Kraft zur [[Pantheon#Halbgötter|Halbgöttin]] erhoben. Gemeinsam stehen sie gegen die Mächte der Finsternis, insbesondere die Göttin [[Naress (Höhere Macht)|Naress]] sowie verschiedene [[Pantheon#Erzdämonen|Erzdämonen]], die ihren geteilten Prinzipien widerstreben.
  
 
'''[[Residenz einer Höheren Macht|Götterreich]]:''' Die westliche Mythologie beschreibt das jenseitige Reich von '''Liuthari''' als „[[Die Gärten des Mondes (Götterreich)|Die Gärten des Mondes]]“, ein [[Zweireich]] in dem sie als [[Pantheon#Halbgötter|Halbgöttin]] gemeinsam mit ihrer Schöpferin [[Alymar (Höhere Macht)|Alymar]] herrscht.  
 
'''[[Residenz einer Höheren Macht|Götterreich]]:''' Die westliche Mythologie beschreibt das jenseitige Reich von '''Liuthari''' als „[[Die Gärten des Mondes (Götterreich)|Die Gärten des Mondes]]“, ein [[Zweireich]] in dem sie als [[Pantheon#Halbgötter|Halbgöttin]] gemeinsam mit ihrer Schöpferin [[Alymar (Höhere Macht)|Alymar]] herrscht.  
  
'''[[Namen höherer Mächte|Namen und Varianten]]:''' Der Name '''„Liuthari“''' ist unmittelbar aus dem Elfischen entnommen, wird die [[Pantheon#Halbgötter|Halbgöttin]] doch auch heute noch unter dem gleichen Namen vom Volk der [[Elfen#Mondelfen|Mondelfen]] verehrt. Er setzt sich aus den Worten ''Líuth'', welches sinngemäß "Dämmerung," "Zwielicht" oder "nebulös" bedeuten kann, sowie ''Tharis'', was mit "Befreiung" oder "Gnade" übersetzt wird. Die Silben sind jedoch zu einem untrennbaren Eigennamen verschmolzen, der lediglich eine poetische Übersetzung wie „Gnade der Dämmerung“ oder „Freiheit im Zwielicht“ erlaubt. Während feststeht, dass der Glaube an '''Liuthari''' tatsächlich im Elfischen seinen Ursprung nahm, ist nicht eindeutig überliefert, wie er sich auch unter den Menschen in [[Cathos]] verbreitete. Es legt nahe, dass früher eine stärkere Verbundenheit zwischen den Nationen der Menschen des südlichen Kontinents und den dort ansässigen [[Elfen#Mondelfen|Mondelfen]] existierte, denn heutzutage lebt das Elfenvolk zurückgezogen, und ist für viele Menschen kaum mehr als ein Mythos. <br>
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'''[[Namen höherer Mächte|Namen und Varianten]]:''' Der Name '''„Liuthari“''' ist unmittelbar aus dem Elfischen entnommen, wird die [[Pantheon#Halbgötter|Halbgöttin]] doch auch heute noch unter dem gleichen Namen vom Volk der [[Elfen#Mondelfen|Mondelfen]] verehrt. Er setzt sich aus den Worten ''Líuth'', welches sinngemäß „Dämmerung“ und „Zwielicht“ oder als Adjektiv auch „nebulös“ bedeuten kann, sowie ''Tharis'', was mit „Befreiung“ oder „Gnade“ übersetzt wird. Die Worte sind jedoch zu einem untrennbaren Eigennamen verschmolzen, der lediglich eine poetische Übersetzung wie „Gnade der Dämmerung“ oder „Freiheit im Zwielicht“ erlaubt. Während feststeht, dass der Glaube an '''Liuthari''' tatsächlich im Elfischen seinen Ursprung nahm, ist nicht eindeutig überliefert, wie er sich auch unter den Menschen in [[Cathos]] verbreitete. Es legt nahe, dass früher eine stärkere Verbundenheit zwischen den Nationen der Menschen des südlichen Kontinents und den dort ansässigen [[Elfen#Mondelfen|Mondelfen]] existierte, denn heutzutage lebt das Elfenvolk zurückgezogen, und ist für viele Menschen kaum mehr als ein Mythos. <br>
 
Eine besondere Variante des Glaubens an '''Liuthari''' hat sich auf der Insel Thelakis, weit im Südwesten von [[Cathos]], in der galæischen See entwickelt. Hier wird sie als alleinige Göttin unter dem Namen „[[Galerie_–_Gottheiten_von_Cathos#Thelakis|Calythra]]“ verehrt, und gilt als ein Leuchtfeuer der Hoffnung für diejenigen, die Schutz und Zuflucht suchen. Insbesondere Frauen, die Unterdrückung und Verfolgung erlitten haben, werden hier mit offenen Armen empfangen und in einem neuen Leben willkommen geheißen, völlig ungeachtet der Umstände und ihrer Herkunft. Hier finden sie eine unerschütterliche Einheit unter Schwestern, die nicht durch Blut, sondern durch ein gemeinsames Ziel verbunden sind – ihre neue Heimat, eine Bastion der Unabhängigkeit und Akzeptanz, zu verteidigen.<br>  
 
Eine besondere Variante des Glaubens an '''Liuthari''' hat sich auf der Insel Thelakis, weit im Südwesten von [[Cathos]], in der galæischen See entwickelt. Hier wird sie als alleinige Göttin unter dem Namen „[[Galerie_–_Gottheiten_von_Cathos#Thelakis|Calythra]]“ verehrt, und gilt als ein Leuchtfeuer der Hoffnung für diejenigen, die Schutz und Zuflucht suchen. Insbesondere Frauen, die Unterdrückung und Verfolgung erlitten haben, werden hier mit offenen Armen empfangen und in einem neuen Leben willkommen geheißen, völlig ungeachtet der Umstände und ihrer Herkunft. Hier finden sie eine unerschütterliche Einheit unter Schwestern, die nicht durch Blut, sondern durch ein gemeinsames Ziel verbunden sind – ihre neue Heimat, eine Bastion der Unabhängigkeit und Akzeptanz, zu verteidigen.<br>  
In der Religion des östlichen Kontinents [[La'Tien]] findet sich die Entsprechung zu '''Liuthari''' in der Göttin „[[Galerie_–_Gottheiten_von_La'Tien#Hikuni|Ariaketsuki]]“, die sehr ähnliche Prinzipien vertritt, jedoch stets ohne Waffen dargestellt wird. Allerdings werden in einer Gesellschaft, die sehr auf Etikette, Ehre und Pflichtgefühl bedacht ist, Fehltritte weder leicht übersehen noch leicht verziehen. Und so mag an dieser Mentalität liegen, dass es keine Tempel oder Schreine gibt, die Ariaketsuki gewidmet sind, und Legenden über ihre Taten und Segnungen scheinen bei der Vielzahl von Volksmärchen, Liedern und Gedichten über Mondgeister und ihre rätselhafte Natur kaum eine Rolle zu spielen. Dennoch finden sich auch hier jene, welche durch den tief empfundenen Wunsch nach Veränderung und Erlösung den Weg zur Göttin des Zwielichts finden und ihr nachfolgen. <br>  
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In der Religion des östlichen Kontinents [[La'Tien]] findet sich die Entsprechung zu '''Liuthari''' in der Göttin „[[Galerie_–_Gottheiten_von_La'Tien#Hikuni|Ariaketsuki]]“, die sehr ähnliche Prinzipien vertritt, jedoch stets ohne Waffen dargestellt wird. Allerdings werden in einer Gesellschaft, die sehr auf Etikette, Ehre und Pflichtgefühl bedacht ist, Fehltritte weder leicht übersehen noch schnell verziehen. Und so mag an dieser Mentalität liegen, dass es keine Tempel oder Schreine gibt, die Ariaketsuki gewidmet sind. Legenden über ihre Taten und Segnungen scheinen bei der Vielzahl von Volksmärchen, Liedern und Gedichten über Mondgeister und deren rätselhafte Natur kaum hervorzustechen. Dennoch finden sich auch hier jene, welche durch den tief empfundenen Wunsch nach Veränderung und Erlösung den Weg zur Göttin des Zwielichts finden und ihr nachfolgen. <br>  
Im Norden des Kontinents [[N'Baia]], im Zerbrochenen Reich von Xalica, wird '''Liuthari''' unter dem Namen „[[Galerie_–_Gottheiten_von_N%27baia#Zerbrochenes_Reich_von_Xalica|Etechi]]“ verehrt. In einem Pantheon der Gegensätze nimmt sie einen besonderen Platz ein, da es keine andere Gottheit gibt, die als ihr Gegenspieler angesehen wird. Sie gilt vielmehr als die Verkörperung des Gegensatzes selbst, als Göttin von Licht und Dunkelheit, und als Schutzpatronin aller, die sich im Leben schwierigen Herausforderungen oder Entscheidungen stellen müssen. Etechi gilt jedoch keineswegs als Schicksalsweberin, wie es so manch anderer fremdländischer Gottheit zugeschrieben wird, denn im xalicanischen Glauben liegt das Schicksal sogar außerhalb des göttlichen Einflusses. Im Gegenteil, Etechi ist diejenige, die Einsicht und Führung bieten kann, um ein vorbestimmtes Schicksal zu vermeiden und selbstbestimmte Wege zu beschreiten. <br>
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Im Norden des Kontinents [[N'Baia]], im Zerbrochenen Reich von Xalica, wird '''Liuthari''' unter dem Namen „[[Galerie_–_Gottheiten_von_N%27baia#Zerbrochenes_Reich_von_Xalica|Etechi]]“ verehrt, deren Ikonen ein deutlich menschlicheres Erscheinen aufweisen. In einem Pantheon der Gegensätze nimmt sie einen besonderen Platz ein, da es keine andere Gottheit gibt, die als ihr Gegenspieler angesehen wird. Sie gilt vielmehr als die Verkörperung des Gegensatzes selbst, als Göttin von Licht und Dunkelheit, und als Schutzpatronin aller, die sich im Leben schwierigen Herausforderungen oder Entscheidungen stellen müssen. Etechi gilt jedoch keineswegs als Schicksalsweberin, wie es so manch anderer fremdländischer Gottheit zugeschrieben wird, denn im xalicanischen Glauben liegt das Schicksal sogar außerhalb des göttlichen Einflusses. Im Gegenteil, Etechi ist diejenige, die Einsicht und Führung bieten kann, um ein vorbestimmtes Schicksal zu vermeiden und selbstbestimmte Wege zu beschreiten. <br>
  
 
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  Gottheit_Liuthari_E.jpeg|'''Liuthari'''<br>(Mondelfen)
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  Gottheit_Liuthari_E.jpeg|'''[[Galerie – Gottheiten der Elfen#Mindere Gottheiten der Mondelfen|Liuthari]]'''<br>(Mondelfen)
  Gottheit_Ariaketsuki.jpeg|'''Ariaketsuki'''<br>(Menschen, La'Tien)
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  Gottheit_Ariaketsuki.jpeg|'''[[Galerie – Gottheiten von La'Tien#Hikuni|Ariaketsuki]]'''<br>(Menschen, La'Tien).
  Gottheit_Etechi.jpeg|'''Etechi'''<br>(Menschen, N'Baia, Xalica)
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  Gottheit_Etechi.jpeg|'''[[Galerie – Gottheiten von N'baia#Zerbrochenes Reich von Xalica|Etechi]]'''<br>(Menschen, N'Baia, Xalica)
  Gottheit_X.jpeg|'''Calythra'''<br>(Menschen, Cathos, Thelakis)
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  Gottheit_Calythra.jpeg|'''[[Galerie – Gottheiten von Cathos#Thelakis|Calythra]]'''<br>(Menschen, Cathos, Thelakis)
 
  Gottheit_X.jpeg|'''Sanjarya'''<br>(Naga, La'Tien, Hebishima)
 
  Gottheit_X.jpeg|'''Sanjarya'''<br>(Naga, La'Tien, Hebishima)
 
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'''[[Dogmen und Gebote]]:'''
 
'''[[Dogmen und Gebote]]:'''
* Eine Anhängerin '''Liutharis''' muss den Grundsätzen von Vergebung und Akzeptanz folgen und diese bestmöglich leben. Dies bedeutet jedoch nicht nur anderen zu vergeben, sondern auch sich selbst. Nur so kann innerer Friede erreicht und die Nähe zur Göttin erfahren werden. Zudem erfordert es die Erkenntnis, dass Sterbliche nunmal komplexe und auch fehlbare Wesen sind, deren Seelen Licht- und Schattenseiten haben. Diese Komplexität anzuerkennen, bedeutet andere nicht vorschnell zu verurteilen, sondern sich um Verständnis zu bemühen. Priesterinnen Liutharis sollen sich auch ihrer eigenen Fehlbarkeit bewusst sein und sich nicht über andere erheben. Stattdessen sind sie angehalten, sich in andere hineinzuversetzen und ihre Motive und Beweggründe zu verstehen, bevor sie urteilen. Als Vermittler in Konflikten suchen sie stets nach Lösungen, die allen Beteiligten gerecht werden.  
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* Eine Anhängerin '''Liutharis''' muss den Grundsätzen von Vergebung und Akzeptanz folgen und diese bestmöglich leben. Dies bedeutet jedoch nicht nur anderen zu vergeben, sondern auch sich selbst. Nur so kann innerer Friede erreicht und die Nähe zur Göttin erfahren werden. Zudem erfordert es die Erkenntnis, dass Sterbliche nunmal komplexe und auch fehlbare Wesen sind, deren Seelen Licht- und Schattenseiten haben. Diese Komplexität anzuerkennen, bedeutet andere nicht vorschnell zu verurteilen, sondern sich um Verständnis zu bemühen. Priesterinnen '''Liutharis''' sollen sich auch ihrer eigenen Fehlbarkeit bewusst sein und sich nicht über andere erheben. Stattdessen sind sie angehalten, sich in andere hineinzuversetzen und ihre Motive und Beweggründe zu verstehen, bevor sie urteilen. Als Vermittler in Konflikten suchen sie stets nach Lösungen, die allen Beteiligten gerecht werden.  
 
* Ebenfalls von großer Bedeutung sind die Prinzipien von Wandel, Umkehr und Neubeginn. Das Leben ist ein ständiger Fluss, nichts bleibt für immer gleich. Daher betonen die Lehren '''Liutharis''' die Akzeptanz von Veränderung und die Bereitschaft, sich gegebenenfalls immer wieder neu zu erfinden. Jeder neue Morgen bietet eine neue Chance, Dinge besser zu machen. Die Priesterschaft ermutigt daher, aus Fehlern zu lernen und wann immer nötig einen Neubeginn zu wagen, egal wie oft man bereits gestrauchelt ist. Auch innerhalb der Priesterschaft werden starre Dogmen abgelehnt. Stattdessen entscheidet sich die kollektive Vorgehensweise in einer gegebenen Situation oftmals aus der offenen Diskussion innerhalb der Gemeinschaft.  
 
* Ebenfalls von großer Bedeutung sind die Prinzipien von Wandel, Umkehr und Neubeginn. Das Leben ist ein ständiger Fluss, nichts bleibt für immer gleich. Daher betonen die Lehren '''Liutharis''' die Akzeptanz von Veränderung und die Bereitschaft, sich gegebenenfalls immer wieder neu zu erfinden. Jeder neue Morgen bietet eine neue Chance, Dinge besser zu machen. Die Priesterschaft ermutigt daher, aus Fehlern zu lernen und wann immer nötig einen Neubeginn zu wagen, egal wie oft man bereits gestrauchelt ist. Auch innerhalb der Priesterschaft werden starre Dogmen abgelehnt. Stattdessen entscheidet sich die kollektive Vorgehensweise in einer gegebenen Situation oftmals aus der offenen Diskussion innerhalb der Gemeinschaft.  
 
*'''Liuthari''' schätzt die Einzigartigkeit jedes Einzelnen, womit die individuellen Freiheit eine weitere wichtige Maxime ist. Die Priesterschaft ermutigt jeden, den eigenen Weg zu finden und die eigene Wahrheit zu leben, solange man damit niemand anderem schadet. Der äußere Zwang hin zu bestimmten Handlungsweisen wird strikt abgelehnt, man soll sich stattdessen mit Toleranz und Offenheit begegnen, auch wenn man vielleicht andere Herkunft, Erscheinung, Ansichten oder Lebensweisen hat.
 
*'''Liuthari''' schätzt die Einzigartigkeit jedes Einzelnen, womit die individuellen Freiheit eine weitere wichtige Maxime ist. Die Priesterschaft ermutigt jeden, den eigenen Weg zu finden und die eigene Wahrheit zu leben, solange man damit niemand anderem schadet. Der äußere Zwang hin zu bestimmten Handlungsweisen wird strikt abgelehnt, man soll sich stattdessen mit Toleranz und Offenheit begegnen, auch wenn man vielleicht andere Herkunft, Erscheinung, Ansichten oder Lebensweisen hat.
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'''[[Verehrung höherer Mächte|Gesellschaft und Repräsentation]]:'''
 
'''[[Verehrung höherer Mächte|Gesellschaft und Repräsentation]]:'''
* Üblicherweise sind Anhänger '''Sinthals''' wandernde Prediger, die von Dorf zu Dorf ziehen und mit Rat und Tat der einfachen Bevölkerung zur Seite stehen. Sie fungieren als weise Ratgeber aber wenn nötig auch als Streiter für das Gute und Beschützer der Bedürftigen. Zu gegebener Zeit wählen sie sich einen Schüler, den sie als würdig und bereit erachten die Prinzipien ihres Glaubens zu empfangen und weiterzutragen und setzen ihre Reise in dessen Begleitung fort. Nur selten setzen sie sich zur Ruhe, sondern dienen dem Guten bis zu ihrem letzen Atemzug.
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Die gesellschaftliche Akzeptanz der Lehren von '''Liuthari''' varriert stark, je nach kulturellem Hintergrund.
* Im Westen Iunas gibt es einige Bruderschaften und Schwesternschaften, die in ländlichen Klöstern und Abteien organisiert sind. Die dortigen Mönche und Nonnen suchen die Nähe '''Sinthals''' im Gebet, meditativen Arbeit und der Unterstützung umgebender Dörfer und Gemeinden. Auch Reisende sind in diesen Inseln der Ruhe, weitab von der Geschäftigkeit und dem ambitioniertem Streben großer Städte und Tempel stets willkommen.
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* Die Glaubensgemeinschaften im südwestlichen [[Cathos]] sind eher klein und halten sich oftmals bedeckt. Insbesondere in Regionen wo konservative Gesellschaftsnormen vorherrschen, begegnet man ihnen zuweilen mit einer Mischung aus Misstrauen, Vorsicht und vielleicht sogar offener Ablehnung. '''Liutharis''' Betonung der individuellen Freiheit und das Hinterfragen von Autoritäten und strengen Hierarchien wird von lokalen Herrschern nicht selten als subversiv und gefährlich angesehen. Die differenzierte Sichtweise von Gut und Böse sowie die Vorstellung, dass jedwede aufrichtig bereute Tat vergeben werden kann, könnte von diesen als Schwächung der sozialen Ordnung und als Freibrief für unmoralisches Verhalten interpretiert werden. Dort wo auf strenge Gesetze und harte Strafen gesetzt wird, um Recht und Ordnung zu wahren, können die Maximen der Vergebung und zweiten Chancen als Zeichen von Schwäche und Nachgiebigkeit gesehen werden, welche Kriminalität und Chaos Tür und Tor öffnen. Auch die Toleranz gegenüber unterschiedlichen Lebensweisen und Ansichten, die Liuthari predigt, mag dort wo Andersdenkende mit Argwohn betrachtet werden, auf Ablehnung stoßen. Doch glücklicherweise ist dies nicht überall auf [[Cathos]] der Fall. Insbesondere im Osten des Kontinents, dort wo die Einflüsse elfischer Verbundenheit noch stärker nachhallen und eine liberalere Mentalität herrscht, hat auch die Kirche der '''Liuthari''' einen höheren Stellenwert und größere Tempel, deren Priesterschaften offen agieren können.
* Ähnliches findet sich im östlichen [[La'Tien]], wo sich Schreine zu Ehren guter [[Schamanismus|Kami]] seit Generationen in der Obhut einzelner Familien befinden. Diese [[Mediation|Naturgeister]] werden als Inkarnationen des Guten betrachtet und die Oberen und Wächter der Schreine stehen im tiefen Glauben an dessen Tugenden.  
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* Im Volk der [[Elfen#Mondelfen|Mondelfen]] genießen die Anhänger '''Liutharis''' hingegen durchweg hohes Ansehen und treten hier deutlich kriegerischer in Erscheinung. Gewappnet mit Klinge und Magie sind sie stets bereit, die Grenzen ihres Reiches gegen unerwünschte Eindringlinge zu verteidigen. Dabei bekleiden die Priesterinnen normalerweise hohe militärische Ränge und gelten als resolute und zugleich emphatische Anführerinnen. Ihnen ist nichts daran gelegen das Blut Unwissender zu vergießen, sondern sie versuchen stets Fremde subtil von den verborgenen elfischen Siedlungen abzulenken, auf dass ihre Präsenz garnicht erst wahrgenommen wird. Auch sind die Priesterinnen oftmals Teil von Gesandtschaften, die sich auf gefährliche, geheime oder – in seltenen Fällen – diplomatische Missionen jenseits der Grenzen begeben. Innerhalb der elfischen Gemeinschaft verfolgen die Anhänger '''Liutharis''' jedoch auch ihre Aufgaben im Dienste der Vergebung und Akzeptanz, etwa indem sie als Schlichter fungieren oder andere bei der Selbstfindung unterstützen.
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* Im Inselreich Thelakis, weit im Südwesten von [[Cathos]], übernimmt '''Liutharis''' Glaubensgemeinschaft weitreichende politische Verantwortung und ihr Glaube wird als offizielle Staatsreligion öffentlich zelebriert. Die Hohepriesterin der [[Galerie_–_Gottheiten_von_Cathos#Thelakis|Calythra]], wie die [[Pantheon#Halbgötter|Halbgöttin]] hier genannt wird, herrscht gemeinsam mit der vom Volke erwählten Königin über die Insel – das „Zweigestirn von Thelakis“. Die nationale Identität ist hier unabdingbar mit den moralischen Leitsätzen der '''Liuthari''' verbunden, und ihre Priesterinnen genießen höchstes Ansehen.  
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* Im östlichen [[La'Tien]] ist '''Liuthari''' unter dem Namen [[Galerie_–_Gottheiten_von_La'Tien#Hikuni|Ariaketsuki]] zwar eine von höchster geistlicher Stelle anerkannte Göttin im Pantheon des Kaiserreiches, doch gibt es keine etablierten Tempel, die ihr geweiht wären. In der normalen Bevölkerung ist sie eher unbekannt und wird von Uneingeweihten oftmals mit ihrer Mutter, der Mondgöttin [[Galerie_–_Gottheiten_von_La'Tien#Hikuni|Tsukidemi]], oder anderen legendären Mondgeistern gleichgesetzt. Ihre Verehrung findet daher nur im Privaten statt, von jenen, die ihre Lehren für sich als wahr und richtig erkannt haben. Ihre Priester – seien es auch nur wenige – gehen ihrer Berufung daher meist auf Wanderschaft nach und versuchen im Kleinen allgemein im Sinne ihrer Glaubensgrundsätze zu wirken. Der von ihnen gepredigte Freigeist würde in der strikten Gesellschaft des östlichen Kaiserreiches sicherlich anecken, sollte er vor einer großen Zuhörerschaft proklamiert werden.
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* Im Zerbrochenen Reich von Xalica, im Norden des Kontinents [[N'Baia]], steht die Priesterschaft der [[Galerie_–_Gottheiten_von_N%27baia#Zerbrochenes_Reich_von_Xalica|Etechi]] wiederum öffentlich im Dienste der Bevölkerung. Ihren Glaubensgrundsätzen folgend, fungieren sie als Berater in schwierigen Lebenslagen, unterstützen bei der Entscheidungsfindung und helfen dabei persönliche Veränderungen umzusetzen. Dabei kommt es nicht selten vor, dass ein Priester der Etechi einen Gläubigen für eine Weile begleitet, manchmal um tatkräftige Hilfestellung zu leisten oder Schutz zu bieten, ein anderes Mal als stiller Beobachter und Zeuge des angestrebten Wandels.
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Die Glaubensgemeinschaft der '''Liuthari''' ist in drei Gruppierungen unterteilt, die auch als „Chöre“ bezeichnet werden.
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* Chor der Morgenröte: Die Mitglieder dieser Gruppierung sehen sich vornehmlich als Repräsentanten ihres Glaubens gegenüber Außenstehenden. Sie werden am ehesten mit diplomatischen Aufgaben oder der Kooperation mit anderen Organisationen betraut. Aus diesen Erfahrungen erwachsen oftmals besondere Führungsqualitäten, die dann wiederum der eigenen Gemeinschaft zu Gute kommen, wenn sie später leitende Positionen innerhalb der Kirche bekleiden. So fühlen sich vor allem jene mit extrovertiertem Wesen, die gerne mit anderen interagieren, zu diesem Chor hingezogen. 
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* Chor der Dämmerung: Diese Gruppierung agiert normalerweise eher im Hintergrund. Sie sind die stillen Beschützer der Gemeinschaft, Sammler und Hüter ihrer Geheimnisse, geduldige Berater und Seelsorger zugleich. Oftmals werden sie mit internen, organisatorischen Aufgaben betraut, bemühen sich um Harmonie und offene Kommunikation und halten die Gemeinschaft so aus dem Inneren zusammen. Daher ist dieser Chor vor allem für jene ansprechend, die von ihrer Natur eher introvertiert sind und nicht so gerne im Mittelpunkt der Ereignisse stehen.
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* Chor der Mitternacht: Die Anhänger dieser Gruppierung fokussieren ihre Bemühungen auf die Entwicklung ihrer individuellen Stärken und Fähigkeiten, um der Gemeinschaft als schlagkräftige Waffen in unterschiedlichsten Situationen dienen zu können. Oftmals organisieren sie sich in noch kleineren Splittergruppen, die unter klangvollen Titeln eine freundschaftliche Rivalität entwickeln, an denen alle Beteiligten nur weiter wachsen können. Dieser Chor zieht daher vor allem jene an, die wagemutig, kompetitiv und besonders abenteuerlustig sind.
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* Die drei Chöre arbeiten eng zusammen, um ihre Aufgaben und Pflichten bestmöglich zu erfüllen, sodass eine scharfe Abgrenzung in diesem Sinne kaum möglich ist. Eine Gesandtschaft der '''Liuthari''' besteht normalerweise aus drei Mitgliedern, einer aus jedem Chor, die sich gegenseitig mit ihren jeweiligen Stärken ergänzen und etwaige Schwächen ausgleichen.  
  
 
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Eine mittelalterliche, konservative Gesellschaft würde der Glaubensgemeinschaft von Liuthari wahrscheinlich mit einer Mischung aus Misstrauen, Vorsicht und vielleicht sogar offener Ablehnung begegnen. Dies liegt an mehreren Faktoren, die im Kontrast zu den Werten und Strukturen einer solchen Gesellschaft stehen:
 
 
**Gründe für Misstrauen und Ablehnung:**
 
 
*  **Hinterfragung der Autorität:** Liutharis Betonung der individuellen Freiheit und des Hinterfragens von Autoritäten würde in einer Gesellschaft, die auf strenger Hierarchie und Gehorsam basiert, als Bedrohung wahrgenommen werden. Die Kirche, der Adel und andere Machtstrukturen könnten die Lehren Liutharis als subversiv und gefährlich ansehen.
 
*  **Relativierung von "Gut" und "Böse":** Die differenzierte Sichtweise von Gut und Böse, die Liuthari vertritt, würde in einer mittelalterlichen Gesellschaft, die oft eine klare Schwarz-Weiß-Moral hat, auf Unverständnis stoßen. Die Vorstellung, dass selbst "böse" Taten vergeben werden können, könnte als Schwächung der sozialen Ordnung und als Freibrief für unmoralisches Verhalten interpretiert werden.
 
*  **Ablehnung von Dogmatismus:** Liutharis Ablehnung starrer Dogmen und die Betonung des individuellen Gewissens würden in direktem Widerspruch zur vorherrschenden religiösen Orthodoxie stehen. Die Priesterschaft der etablierten Religion(en) würde die Anhänger Liutharis wahrscheinlich als Ketzer betrachten.
 
*  **Fokus auf Vergebung und zweite Chancen:**  In einer Gesellschaft, die stark auf Vergeltung und Bestrafung setzt, könnte die Betonung von Vergebung und zweiten Chancen als Zeichen von Schwäche und Nachgiebigkeit gesehen werden. Man könnte befürchten, dass dies zu einem Anstieg von Kriminalität und Chaos führen würde.
 
*  **Toleranz gegenüber Andersdenkenden:** Die Toleranz gegenüber unterschiedlichen Lebensweisen und Ansichten, die Liuthari predigt, wäre in einer homogenen, konservativen Gesellschaft ein Fremdkörper. Man würde Andersdenkende wahrscheinlich mit Argwohn und Ablehnung betrachten.
 
 
**Mögliche Reaktionen der Gesellschaft:**
 
 
*  **Marginalisierung und Verfolgung:** Die Glaubensgemeinschaft von Liuthari könnte an den Rand der Gesellschaft gedrängt und ihre Anhänger als Außenseiter behandelt werden. Im schlimmsten Fall könnten sie sogar Verfolgung und Gewalt ausgesetzt sein.
 
*  **Misstrauen und Überwachung:** Die Aktivitäten der Gemeinschaft könnten von den Autoritäten genau beobachtet und überwacht werden. Man würde versuchen, jegliche Anzeichen von "subversivem" Verhalten zu unterbinden.
 
*  **Koexistenz mit Einschränkungen:**  Es ist auch möglich, dass die Gesellschaft die Glaubensgemeinschaft von Liuthari bis zu einem gewissen Grad toleriert, solange sie sich unauffällig verhält und die bestehende Ordnung nicht offen in Frage stellt. Allerdings würden sie wahrscheinlich unter ständiger Beobachtung stehen und ihre Möglichkeiten, ihren Glauben öffentlich auszuleben, wären eingeschränkt.
 
*  **Anziehungskraft auf Ausgestoßene:** Trotz der möglichen Ablehnung durch die Mehrheitsgesellschaft könnte die Lehre Liutharis eine starke Anziehungskraft auf Menschen ausüben, die sich von der Gesellschaft ausgestoßen und unverstanden fühlen.  Verbrecher auf dem Pfad der Reue, gesellschaftliche Außenseiter und Menschen, die unter der strengen Ordnung leiden, könnten in Liutharis Gemeinschaft Trost und Akzeptanz finden.
 
 
**Zusammenfassend** lässt sich sagen, dass die Glaubensgemeinschaft von Liuthari in einer mittelalterlichen, konservativen Gesellschaft wahrscheinlich auf erhebliche Widerstände stoßen würde. Ihre Werte und Prinzipien würden als Bedrohung für die bestehende Ordnung wahrgenommen werden. Dennoch könnten sie gerade durch ihre Andersartigkeit und ihren Fokus auf Vergebung und Akzeptanz eine Nische für sich finden und jenen Hoffnung bieten, die am Rande der Gesellschaft stehen. Der Grad der Toleranz oder Ablehnung hinge letztlich von den spezifischen Gegebenheiten und der Macht der etablierten Autoritäten in dieser fiktiven Welt ab.
 
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===Verliehene Kräfte===
 
===Verliehene Kräfte===
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'''[[Zyklen]]:'''  
 
'''[[Zyklen]]:'''  
Die Glaubensgemeinschaft der '''Liuthari''' ist in drei Gruppierungen unterteilt, die auch als „Chöre“ bezeichnet werden. Je nach dem welchem Chor ein Charakter angehört, kann er Zugang zu vier bestimmten [[Zyklen]] erhalten:
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Je nach dem welchem Chor ein Charakter angehört, kann er Zugang zu vier bestimmten [[Zyklen]] erhalten, welche ihn bei der Erfüllung seiner Aufgaben in besonderer Weise unterstützen können:
 
*Chor der Morgenröte: [[Dunkelheitszyklus]], [[Erlösungszyklus]], [[Lichtzyklus]] und [[Präsenzzyklus]]  
 
*Chor der Morgenröte: [[Dunkelheitszyklus]], [[Erlösungszyklus]], [[Lichtzyklus]] und [[Präsenzzyklus]]  
 
*Chor der Dämmerung: [[Dunkelheitszyklus]], [[Geheimniszyklus]], [[Gleichgewichtszyklus]] und [[Lichtzyklus]]
 
*Chor der Dämmerung: [[Dunkelheitszyklus]], [[Geheimniszyklus]], [[Gleichgewichtszyklus]] und [[Lichtzyklus]]
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| align="left"| bewirkt abhängig von der Tageszeit einen von vier machtvollen Effekten, der alle Wesen im Wirkungsbereich betrifft
 
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* Einige [[Gebete]] des [[Dunkelheitszyklus]], [[Geheimniszyklus]] und [[Präsenzzyklus]] sind im Hinblick auf ihrer moralische Tragweite mit besonderem Bedacht einzusetzen. Hier gewährt '''Liuthari''' ihren Priesterinnen einen Vertrauensvorschuss, der stets aufs Neue verdient sein will.  
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Es sei noch erwähnt, dass einige [[Gebete]] des [[Dunkelheitszyklus]], [[Geheimniszyklus]] und [[Präsenzzyklus]] im Hinblick auf ihrer moralische Tragweite mit besonderem Bedacht einzusetzen sind. Hier gewährt '''Liuthari''' ihren Priesterinnen einen Vertrauensvorschuss, der stets aufs Neue verdient sein will. Die [[Gebete]] des [[Dunkelheitszyklus]], die Angst und Schrecken manifestieren, sind als letzter Ausweg zur Abschreckung und Strafe jener zu sehen, die sich nicht anders von ihrem niederträchtigen Tun abbringen oder aufhalten lassen. Die durch den [[Geheimniszyklus]] verliehenen Möglichkeiten Erinnerungen zu manipulieren, sollen vor allem dazu dienen, schmerzhafte Erlebnisse und Traumata zu tilgen – jedoch nur mit ausdrücklicher Zustimmung und wenn dies zum eigenen Wohl und dem Wohl anderer ist. Die [[Gebete]] des [[Präsenzzyklus]] dürfen nicht dazu verwendet werden, den freien Willen anderer zu unterbinden oder gar zu brechen, und eine Umkehr zu erzwingen. Sie können jedoch als kurzfristige, gewaltfreie Lösung eines Konfliktes vertretbar sein.  
  
 
'''[[Magiepunkte#Klerikale Magie|Auffrischung der Magiepunkte]]:'''
 
'''[[Magiepunkte#Klerikale Magie|Auffrischung der Magiepunkte]]:'''
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* Schnell: Der Charakter praktiziert seinen Glauben unmittelbar und gegen äußere Widerstände. Vielleicht vermittelt er aktiv in einer langanhaltenden Konfliktsituation oder setzt sich mit all seinen Möglichkeiten für den Schutz von Minderheiten und Verfolgten ein.  
 
* Schnell: Der Charakter praktiziert seinen Glauben unmittelbar und gegen äußere Widerstände. Vielleicht vermittelt er aktiv in einer langanhaltenden Konfliktsituation oder setzt sich mit all seinen Möglichkeiten für den Schutz von Minderheiten und Verfolgten ein.  
 
* Direkt: In einem Moment der Erkenntnis, in der eine bleibende Lehre aus einem begangenen Fehler gezogen wird, erhält der Charakter je nach Tragweite einen oder zwei [[MP]] zurück. <br> Gelingt es dem Charakter ein böses Wesen zur Umkehr zu bewegen, erhält er sofort verbrauchte [[MP]] in Höhe von dessen doppelter [[Stufe]] (oder [[GW]]) zurück, mindestens jedoch zwei. Die Einsicht muss ernst gemeint sein und auch tatsächlich eine Änderung des Verhaltens bewirken.  
 
* Direkt: In einem Moment der Erkenntnis, in der eine bleibende Lehre aus einem begangenen Fehler gezogen wird, erhält der Charakter je nach Tragweite einen oder zwei [[MP]] zurück. <br> Gelingt es dem Charakter ein böses Wesen zur Umkehr zu bewegen, erhält er sofort verbrauchte [[MP]] in Höhe von dessen doppelter [[Stufe]] (oder [[GW]]) zurück, mindestens jedoch zwei. Die Einsicht muss ernst gemeint sein und auch tatsächlich eine Änderung des Verhaltens bewirken.  
 
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* Besondere Umstände: Verrät der Charakter bewusst die Maximen seines Glaubens, verliert er augenblicklich bis zu fünf [[MP]] (SL-Entscheid). Es können auch [[MP]] verloren gehen, die bereits zum Festlegen von [[Gebete]]n genutzt wurden ([[Selektion|→]]), wodurch auch das vorbereitete [[Gebet]] nichtig ist.  
<br> Konnte der Charakter einen Diener böser [[Pantheon#Höhere Mächte|höherer Mächte]] aufhalten und dessen Pläne vereiteln, erhält er sofort verbrauchte [[MP]] in Höhe der [[Stufe|Stufendifferenz]] (bzw. [[GW]]-Differenz) zurück, mindestens jedoch einen. Je nach Situation kann dies auch das Besiegen eines [[Dämonen|dämonischen]] oder korrumpierten Wesens bedeuten. Hier sollte der [[SL]] je nach Ausprägung der Ideologie oder kulturellen Besonderheiten klare Richtlinien vorgeben.
 
* Besondere Umstände: Begeht der Charakter eine objektive böse Tat, verliert er augenblicklich bis zu fünf [[MP]] (SL-Entscheid). Eine alltägliche Gemeinheit, wie eine absichtliche Bloßstellung oder Irreführung, kostet ihn beispielsweise einen [[MP]], wenn die Konsequenzen weitreichend sind auch mehr. Es können auch [[MP]] verloren gehen, die bereits zum Festlegen von [[Gebete]]n genutzt wurden ([[Selektion|→]]), wodurch auch das vorbereitete [[Gebet]] verloren ist.  
 
 
* Anbetung: Vor dem Gebet zur Auffrischung der [[Magiepunkte]] ist es üblich '''Liuthari''' in Form von Musik oder Tanz zu huldigen. Geschieht dies gemeinsam mit anderen, ist dies in Bezug auf die Auffrischung wie die Begleitung eines Anhängers der gleichen oder einer befreundeten [[Pantheon#Höhere Mächte|Höheren Macht]] zu bewerten, selbst wenn die Teilnehmer gar nicht aktiv an '''Liuthari''' glauben. Die Anbetung findet normalerweise zur Zeit der Dämmerung statt, also vor dem Sonnenaufgang oder nach dem Sonnenuntergang.  
 
* Anbetung: Vor dem Gebet zur Auffrischung der [[Magiepunkte]] ist es üblich '''Liuthari''' in Form von Musik oder Tanz zu huldigen. Geschieht dies gemeinsam mit anderen, ist dies in Bezug auf die Auffrischung wie die Begleitung eines Anhängers der gleichen oder einer befreundeten [[Pantheon#Höhere Mächte|Höheren Macht]] zu bewerten, selbst wenn die Teilnehmer gar nicht aktiv an '''Liuthari''' glauben. Die Anbetung findet normalerweise zur Zeit der Dämmerung statt, also vor dem Sonnenaufgang oder nach dem Sonnenuntergang.  
 
**Erwartetes Verhalten von Gläubigen:**
 
 
*  **Bereitschaft zur Vergebung:** Gläubige sollten aktiv daran arbeiten, Groll und Groll loszulassen und anderen zu vergeben, die ihnen Unrecht getan haben.
 
*  **Selbstreflexion und Einsicht:**  Liuthari erwartet, dass ihre Anhänger ihre eigenen Fehler erkennen und bereit sind, daraus zu lernen.
 
*  **Toleranz und Offenheit:** Gläubige sollten anderen mit Toleranz und Offenheit begegnen, auch wenn sie andere Ansichten oder Lebensweisen haben.
 
*  **Hilfsbereitschaft und Unterstützung:** Liutharis Anhänger werden ermutigt, jenen beizustehen, die gestrauchelt sind, und ihnen auf dem Weg zurück ins Licht zu helfen.
 
*  **Streben nach innerem Frieden:** Die Suche nach innerem Frieden und Ausgeglichenheit durch Akzeptanz und Vergebung ist ein zentrales Ziel für die Gläubigen.
 
**Erwartetes Verhalten von Priesterinnen und Priestern:**
 
*  **Vorbildfunktion in Vergebung und Akzeptanz:** Priester und Priesterinnen Liutharis müssen die Prinzipien der Göttin in ihrem eigenen Leben verkörpern.
 
*  **Seelsorger und Berater:** Sie dienen als Ansprechpartner für jene, die Rat und Beistand suchen, und helfen ihnen, mit ihren Fehlern und den Herausforderungen des Lebens umzugehen.
 
*  **Vermittler in Konflikten:** Sie setzen sich für friedliche Konfliktlösung und Versöhnung ein.
 
*  **Hüter des Zwielichts:** Sie verteidigen die Prinzipien der Toleranz, des Neubeginns und der individuellen Freiheit gegen Fanatismus und Dogmatismus.
 
*  **Studium und Weisheit:** Sie sind angehalten, sich stets weiterzubilden und ihr Verständnis für die menschliche Natur und die Komplexität der Welt zu vertiefen.
 
*  **Demut und Bescheidenheit:** Priester und Priesterinnen Liutharis sind sich ihrer eigenen Fehlbarkeit bewusst und erheben sich nicht über andere. Sie sehen sich als Diener der Göttin und ihrer Prinzipien.
 
  
 
'''[[Mystische Gaben|Zugängliche Mystische Gaben]]:'''  
 
'''[[Mystische Gaben|Zugängliche Mystische Gaben]]:'''  
Die übliche Auswahl umfasst folgende mystische Gaben: [[Böses spüren (Mystische Gabe)|Böses spüren]]*, [[Heilende Hände (Mystische Gabe)|Heilende Hände]]* (''[[Vitale Hände (Mystische Gabe)|Vitale Hände]], [[Läuternde Hände (Mystische Gabe)|Läuternde Hände]], [[Beseelte Hände (Mystische Gabe)|Beseelte Hände]]''), [[Schild des Glaubens (Mystische Gabe)|Schild des Glaubens]]*, [[Reiner Leib (Mystische Gabe)|Reiner Leib]]*, [[Seelensprache (Mystische Gabe)|Seelensprache]], [[Untote bannen (Mystische Gabe)|Untote bannen]], [[Zeichen (Mystische Gabe)|Zeichen der Erlösung]]*, [[Zeichen (Mystische Gabe)|Zeichen des Schutzes]]*<br> Der [[SL]] kann die [[mystische Gaben|mystischen Gaben]] dieser Auswahl auch durch andere ersetzen, die besser zum kulturelle Hintergrund des Charakters oder einem verehrten Repräsentanten des Guten passen. Zusätzliche [[mystische Gaben]] können aber im weiteren Spiel durch wertvolle Dienste im Namen einer guten [[Pantheon#Gottheiten|Gottheit]] oder anderen [[Pantheon#Höhere Mächte|höheren Macht]] zugänglich werden.
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Die übliche Auswahl umfasst folgende mystische Gaben: [[Innere Stärke (Mystische Gabe)|Innere Stärke]]*, [[Gunst (Mystische Gabe)|Gunst]]* ''(Lebenszyklus, Magiezyklus)'', [[Heilende Hände (Mystische Gabe)|Heilende Hände]]* ''([[Vitale Hände (Mystische Gabe)|Vitale Hände]], [[Schützende Hände (Mystische Gabe)|Schützende Hände]])'', [[Zeichen (Mystische Gabe)|Zeichen]]* ''(meist Licht und Dunkelheit)'', ... <br> Der [[SL]] kann die [[mystische Gaben|mystischen Gaben]] dieser Auswahl auch durch andere ersetzen, die besser zum kulturelle Hintergrund des Charakters oder der regional verehrten Variante '''Liutharis''' passen.
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Die Verleihung klerikaler und mystischer Kräfte durch Liuthari an ihre Priesterinnen und Priester würde ihre Aspekte als Göttin der Vergebung, des Neubeginns, der Akzeptanz und des Zwielichts widerspiegeln. Diese Kräfte wären auf Heilung, Unterstützung, Schutz und das Verständnis der menschlichen Natur in all ihren Facetten ausgerichtet.
 
 
 
Hier sind einige mögliche Kräfte, die Liuthari ihren Anhängern gewähren könnte:
 
 
 
**Heilende Kräfte:**
 
 
 
*  **Wunden heilen:** Die Fähigkeit, physische Verletzungen durch Handauflegen oder Gebete zu heilen, als Symbol für Liutharis heilenden Einfluss.
 
*  **Krankheiten lindern:** Die Macht, Krankheiten zu lindern und den Heilungsprozess zu beschleunigen, als Zeichen für den Neubeginn, den Liuthari ermöglicht.
 
*  **Seelische Wunden heilen:**  Dies wäre eine besondere Fähigkeit, die es erlaubt, emotionales Trauma, seelischen Schmerz und geistige Narben zu heilen, die durch Vergebung und Akzeptanz ermöglicht wird.
 
*  **Vergiftungen neutralisieren:** Die Macht, Gifte und Toxine aus dem Körper zu entfernen, symbolisch für die Reinigung von Körper und Geist.
 
*  **Regeneration:** In fortgeschrittener Form könnten Liutharis Priester sogar verlorene Gliedmaßen oder Organe regenerieren, ein Symbol für die ultimative Macht des Neubeginns.
 
 
 
**Unterstützende und schützende Kräfte:**
 
 
 
*  **Segen der Vergebung:** Ein Segen, der es dem Ziel ermöglicht, leichter mit seinen eigenen Fehlern und den Fehlern anderer umzugehen, was Reue, Vergebung und Versöhnung fördert.
 
*  **Schutz vor dem Bösen:** Ein Schutzzauber, der das Böse abwehrt, jedoch nicht auf Basis von Stärke oder Zerstörung, sondern indem er die innere Reinheit und den guten Willen des zu Schützenden stärkt.
 
*  **Trost und Beruhigung:** Die Fähigkeit, durch Gebete oder Gesang Angst, Verzweiflung und Wut zu lindern und stattdessen Hoffnung und inneren Frieden zu fördern.
 
*  **Zuflucht gewähren:**  Die Macht, einen geweihten Ort zu einem sicheren Hafen zu machen, an dem Verfolgte und Hilfsbedürftige Schutz und Beistand finden.
 
*  **Gemeinschaft stärken:**  Die Fähigkeit, Harmonie und Zusammenarbeit in einer Gruppe zu fördern, indem sie gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz stärkt.
 
 
 
**Kräfte des Zwielichts und der Erkenntnis:**
 
 
 
*  **Gedanken lesen:**  Nicht um Geheimnisse zu stehlen, sondern um die wahren Beweggründe und Nöte anderer zu verstehen und so besser helfen zu können.
 
*  **Wahre Gestalt erkennen:** Die Fähigkeit, Täuschungen und Illusionen zu durchschauen und die wahre Gestalt von Personen oder Dingen zu erkennen, um zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden zu können. Dies würde auch das Erkennen von guten Absichten hinter schlechten Taten ermöglichen.
 
*  **Einsicht in die Vergangenheit:**  Die Macht, in die Vergangenheit einer Person zu blicken, um die Ursachen ihres Leidens oder ihrer Verfehlungen zu verstehen, was eine fundierte Vergebung ermöglicht.
 
*  **Kommunikation mit Geistern:** Die Fähigkeit, mit den Geistern Verstorbener zu kommunizieren, um ungelöste Konflikte zu klären, Vergebung zu ermöglichen oder letzte Worte zu überbringen.
 
*  **Bewusstseinsreise:**  Eine fortgeschrittene Form der Meditation oder des Traums, die es erlaubt, das eigene Bewusstsein zu erweitern, tiefe Einsichten zu gewinnen und spirituelle Führung zu erfahren.
 
 
 
**Spezielle, einzigartige Kräfte:**
 
 
 
*  **Das Band der Reue:** Eine Fähigkeit, die einen Übeltäter mit den Konsequenzen seiner Taten konfrontiert, indem sie ihn den Schmerz und das Leid spüren lässt, das er anderen zugefügt hat. Dies dient nicht der Bestrafung, sondern der Förderung von Reue und dem Wunsch nach Wiedergutmachung.
 
*  **Der Schleier des Vergessens:**  Eine sehr mächtige und selten verliehene Fähigkeit, die es erlaubt, schmerzhafte Erinnerungen aus dem Gedächtnis eines anderen zu entfernen, aber nur mit dessen ausdrücklicher Zustimmung und wenn dies zu seinem eigenen Wohl und dem Wohl anderer ist.
 
*  **Der Pfad der zweiten Chance:** Eine Fähigkeit, die einer Person, die aufrichtig bereut und sich ändern will, einen neuen Weg im Leben eröffnet, indem sie ihr hilft, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und eine neue Identität anzunehmen.
 
 
 
**Einschränkungen und Verantwortlichkeiten:**
 
 
 
*  **Aufrichtigkeit:** Liutharis Kräfte würden am besten bei jenen wirken, die aufrichtig sind, sowohl bei den Priestern als auch bei den Zielen ihrer Kräfte.
 
*  **Kein Zwang:** Die Kräfte könnten nicht dazu verwendet werden, den freien Willen anderer zu manipulieren oder zu brechen. Vergebung und Akzeptanz müssen freiwillig erfolgen.
 
*  **Demut und Weisheit:** Liutharis Priester wären angehalten, ihre Kräfte mit Demut und Weisheit einzusetzen und sich stets der Konsequenzen ihres Handelns bewusst zu sein.
 
 
 
Diese Kräfte würden Liutharis Priesterinnen und Priester zu mächtigen Heilerinnen, Vermittlern und Seelsorgern machen, die in der Lage sind, tiefes Leid zu lindern und den Weg zu einem besseren Leben zu weisen. Sie wären Symbole der Hoffnung und der zweiten Chancen in einer oft unbarmherzigen Welt.  Gibt es bestimmte Kräfte, die du besonders interessant findest oder weiter ausarbeiten möchtest?
 
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[[Kategorie:Klerikal]]
 
[[Kategorie:Klerikal]]
 
[[Kategorie:Religion]]
 
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[[Kategorie:IUNA]]
 
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Aktuelle Version vom 27. Juli 2025, 22:09 Uhr

Gottheit Liuthari.jpeg

Die Gottheit

Aspekte: Umkehr, Neubeginn, Vergebung, Minderheiten, Akzeptanz, Dämmerung, Zwielicht

Beinamen: Die Tänzerin im Zwielicht; Die Herrin der Dämmerung; Die Hüterin des Letzen Lichts; Die Stimme der Ungebrochenen

Gesinnung: Chaotisch Gut

Ideologie: Liuthari lehrt, dass in jeder Seele ein Funke des Lichts wohnt, selbst wenn diese sich im Schatten verloren glaubt. Keine Schuld ist so groß, dass sie nicht durch Vergebung gemildert werden könnte, und kein Fehler so gravierend, dass durch seine Akzeptanz nicht ein neuer Weg entstünde. Die Zwielichtgöttin sieht die Essenz des Seins nicht in starren Regeln oder vorschnellen Urteilen, sondern in der wunderschönen Vielfalt, die erwächst, wenn jeder den Mut und die Freiheit besitzt, sich selbst zu verwirklichen und sein eigenes Schicksal zu gestalten. Ihre Stimme flüstert von der Möglichkeit, Altes hinter sich zu lassen und seelische Wunden zu heilen – sei es durch die Vergebung gegenüber anderen oder die Annahme der eigenen Fehlbarkeit. So zählt jede Geste der Akzeptanz, jedes Angebot der Vergebung, jede Hand, die einem Gefallenen gereicht wird. Mögen dies auch keine schillernden Heldentaten sein, so sind es doch stille, unermesslich wertvolle Funken, die das Dunkel erhellen. Liuthari weiß, dass der Weg zur Umkehr nicht leicht ist. Die Schatten des Zweifels und der Angst können erdrückend wirken, doch in ihnen liegt zugleich die Chance zur Wandlung. Sie duldet weder eine Tyrannei des Lichts, das richtet und verurteilt, noch die absolute Dunkelheit, die Schrecken bringt und Hoffnung raubt. Stattdessen ruft sie dazu auf, Brücken zu bauen, Kompromisse zu finden und Versöhnung zu suchen. Liuthari verachtet niemanden – sogar jenen, die ihr Herz verschließen, anderen einen Neubeginn verweigern oder selbst im Dunkel verloren scheinen, soll die Möglichkeit gegeben sein, ihren Weg zurückzufinden – sofern sie es denn wollen. Wer jedoch absichtlich den Pfad der Zerstörung und des Hasses beschreitet, andere in Unfreiheit zwingt und unterjocht, mit Grausamkeit wütet, mit Tücke hintergeht und dabei keinerlei Reue zeigt, der schlägt Liutharis Angebot der Versöhnung aus und verwirkt damit auch ihre Gunst. Liuthari vergibt, aber sie ist nicht blind gegenüber wissentlicher Bosheit, und ihr entschlossenes Einschreiten kann ebenso unerwartet wie verheerend für ihre Feinde sein. Im Zwielicht jedoch ist nichts endgültig – und das ist das wahre Geschenk der Göttin. Es ist nie zu spät, sich einem Neubeginn zu öffnen – jede Dämmerung, die der Nacht den Weg bereitet, und jeder Morgen, der neues Licht bringt, ist ein Ausdruck von Liutharis Gnade.

Ikone: Liuthari wird stets als wunderschöne Frau mit mitternachtsschwarzer Haut und wallendem, weißem Haar dargestellt, die in tänzerischer Pose zwei silberne Klingen führt. Manchmal werden ihr auch andere Waffen zuteil, welche jedoch mit der gleichen meisterlichen Grazie geführt werden. Als Verkörperung des Zwielichts sind auch ihre Ikonen geprägt von hohen Kontrasten, und oftmals ist ihr anmutiges Gesicht von Schatten verborgen und nur vage zu erkennen.

Symbolik: Ein oft verwendetes Symbol von Liuthari sind zwei gekreuzte, silberne Klingen – die bevorzugten Waffen der Halbgöttin – welche auch soweit stilisiert werden, dass sie zwei schmalen Mondsicheln gleichen – ebenfalls gekreuzt, die eine zunehmend, die andere abnehmend. Manchmal wird stattdessen jedoch auch ein gebrochener, silberner Kreis als Symbol gewählt, welcher für die Möglichkeit steht, aus alten Mustern auszubrechen und neue Wege einzuschlagen. Er symbolisiert die Überwindung von Hindernissen und den Neubeginn nach einem Scheitern und ist vor allem bei weniger kämpferisch orientierten Glaubensgemeinschaften beliebt. Die typischen Farben sind weiß, schwarz und silbergrau.

Mythologischer Hintergrund: Liuthari wird als Tochter der Mondgöttin Alymar betrachtet, und teilt mit dieser einige grundlegende Eigenschaften, grenzt sich andererseits jedoch auch deutlich von ihrer Schöpferin ab. Beide Gottheiten haben einen Hang zum Unkonventionellen, hinterfragen starre Strukturen und legen Wert auf individuelle Freiheiten, wenn auch auf unterschiedliche Weisen. Beide werden mit dem Verborgenen und dem Unbekannten assoziiert, doch wo Alymar unberechenbarer und schwer zu fassen scheint, ihre Motive oft unklar und ihre Handlungen zuweilen widersprüchlich, wirkt Liuthari deutlich transparenter und nahbarer. Sie hat keinen Sinn für Geheimnisse, Manipulation und hintergründige Verstrickungen, sondern bevorzugt eine direkte Vorgehensweise, die den Sterblichen unmittelbar zu Gute kommt. Selbstlose Vergebung entspricht hingegen nicht Alymars Naturell und sie betrachtet diesen Wesenszug ihrer Tochter zuweilen als naiv und weltfremd. Trotz aller Widersprüche, verbindet die beiden Gottheiten dennoch ein untrennbares Band, wie es zwischen Eltern und Kind zu erwarten ist – hat Alymar ihre Tochter doch aus gänzlich eigener Kraft zur Halbgöttin erhoben. Gemeinsam stehen sie gegen die Mächte der Finsternis, insbesondere die Göttin Naress sowie verschiedene Erzdämonen, die ihren geteilten Prinzipien widerstreben.

Götterreich: Die westliche Mythologie beschreibt das jenseitige Reich von Liuthari als „Die Gärten des Mondes“, ein Zweireich in dem sie als Halbgöttin gemeinsam mit ihrer Schöpferin Alymar herrscht.

Namen und Varianten: Der Name „Liuthari“ ist unmittelbar aus dem Elfischen entnommen, wird die Halbgöttin doch auch heute noch unter dem gleichen Namen vom Volk der Mondelfen verehrt. Er setzt sich aus den Worten Líuth, welches sinngemäß „Dämmerung“ und „Zwielicht“ oder als Adjektiv auch „nebulös“ bedeuten kann, sowie Tharis, was mit „Befreiung“ oder „Gnade“ übersetzt wird. Die Worte sind jedoch zu einem untrennbaren Eigennamen verschmolzen, der lediglich eine poetische Übersetzung wie „Gnade der Dämmerung“ oder „Freiheit im Zwielicht“ erlaubt. Während feststeht, dass der Glaube an Liuthari tatsächlich im Elfischen seinen Ursprung nahm, ist nicht eindeutig überliefert, wie er sich auch unter den Menschen in Cathos verbreitete. Es legt nahe, dass früher eine stärkere Verbundenheit zwischen den Nationen der Menschen des südlichen Kontinents und den dort ansässigen Mondelfen existierte, denn heutzutage lebt das Elfenvolk zurückgezogen, und ist für viele Menschen kaum mehr als ein Mythos.
Eine besondere Variante des Glaubens an Liuthari hat sich auf der Insel Thelakis, weit im Südwesten von Cathos, in der galæischen See entwickelt. Hier wird sie als alleinige Göttin unter dem Namen „Calythra“ verehrt, und gilt als ein Leuchtfeuer der Hoffnung für diejenigen, die Schutz und Zuflucht suchen. Insbesondere Frauen, die Unterdrückung und Verfolgung erlitten haben, werden hier mit offenen Armen empfangen und in einem neuen Leben willkommen geheißen, völlig ungeachtet der Umstände und ihrer Herkunft. Hier finden sie eine unerschütterliche Einheit unter Schwestern, die nicht durch Blut, sondern durch ein gemeinsames Ziel verbunden sind – ihre neue Heimat, eine Bastion der Unabhängigkeit und Akzeptanz, zu verteidigen.
In der Religion des östlichen Kontinents La'Tien findet sich die Entsprechung zu Liuthari in der Göttin „Ariaketsuki“, die sehr ähnliche Prinzipien vertritt, jedoch stets ohne Waffen dargestellt wird. Allerdings werden in einer Gesellschaft, die sehr auf Etikette, Ehre und Pflichtgefühl bedacht ist, Fehltritte weder leicht übersehen noch schnell verziehen. Und so mag an dieser Mentalität liegen, dass es keine Tempel oder Schreine gibt, die Ariaketsuki gewidmet sind. Legenden über ihre Taten und Segnungen scheinen bei der Vielzahl von Volksmärchen, Liedern und Gedichten über Mondgeister und deren rätselhafte Natur kaum hervorzustechen. Dennoch finden sich auch hier jene, welche durch den tief empfundenen Wunsch nach Veränderung und Erlösung den Weg zur Göttin des Zwielichts finden und ihr nachfolgen.
Im Norden des Kontinents N'Baia, im Zerbrochenen Reich von Xalica, wird Liuthari unter dem Namen „Etechi“ verehrt, deren Ikonen ein deutlich menschlicheres Erscheinen aufweisen. In einem Pantheon der Gegensätze nimmt sie einen besonderen Platz ein, da es keine andere Gottheit gibt, die als ihr Gegenspieler angesehen wird. Sie gilt vielmehr als die Verkörperung des Gegensatzes selbst, als Göttin von Licht und Dunkelheit, und als Schutzpatronin aller, die sich im Leben schwierigen Herausforderungen oder Entscheidungen stellen müssen. Etechi gilt jedoch keineswegs als Schicksalsweberin, wie es so manch anderer fremdländischer Gottheit zugeschrieben wird, denn im xalicanischen Glauben liegt das Schicksal sogar außerhalb des göttlichen Einflusses. Im Gegenteil, Etechi ist diejenige, die Einsicht und Führung bieten kann, um ein vorbestimmtes Schicksal zu vermeiden und selbstbestimmte Wege zu beschreiten.


Die Anhängerschaft

Übliche Völker: Menschen, Halbelfen, Elfen, Sephir, Einzelfälle in allen Völkern möglich

Gesinnung der Anhängerschaft: 5% RG; 25% NG; 45% CG; 10% NN; 15% CN

Voraussetzung: PE-Charisma 2; GE-Agilität 1; „Überzeugen“ auf FW 2

Charakteristische Kenntnisse:Akrobatik“, „Überzeugen“, {Magiekunde}, {Einhandschwerter} oder {Säbelklingen}

Dogmen und Gebote:

  • Eine Anhängerin Liutharis muss den Grundsätzen von Vergebung und Akzeptanz folgen und diese bestmöglich leben. Dies bedeutet jedoch nicht nur anderen zu vergeben, sondern auch sich selbst. Nur so kann innerer Friede erreicht und die Nähe zur Göttin erfahren werden. Zudem erfordert es die Erkenntnis, dass Sterbliche nunmal komplexe und auch fehlbare Wesen sind, deren Seelen Licht- und Schattenseiten haben. Diese Komplexität anzuerkennen, bedeutet andere nicht vorschnell zu verurteilen, sondern sich um Verständnis zu bemühen. Priesterinnen Liutharis sollen sich auch ihrer eigenen Fehlbarkeit bewusst sein und sich nicht über andere erheben. Stattdessen sind sie angehalten, sich in andere hineinzuversetzen und ihre Motive und Beweggründe zu verstehen, bevor sie urteilen. Als Vermittler in Konflikten suchen sie stets nach Lösungen, die allen Beteiligten gerecht werden.
  • Ebenfalls von großer Bedeutung sind die Prinzipien von Wandel, Umkehr und Neubeginn. Das Leben ist ein ständiger Fluss, nichts bleibt für immer gleich. Daher betonen die Lehren Liutharis die Akzeptanz von Veränderung und die Bereitschaft, sich gegebenenfalls immer wieder neu zu erfinden. Jeder neue Morgen bietet eine neue Chance, Dinge besser zu machen. Die Priesterschaft ermutigt daher, aus Fehlern zu lernen und wann immer nötig einen Neubeginn zu wagen, egal wie oft man bereits gestrauchelt ist. Auch innerhalb der Priesterschaft werden starre Dogmen abgelehnt. Stattdessen entscheidet sich die kollektive Vorgehensweise in einer gegebenen Situation oftmals aus der offenen Diskussion innerhalb der Gemeinschaft.
  • Liuthari schätzt die Einzigartigkeit jedes Einzelnen, womit die individuellen Freiheit eine weitere wichtige Maxime ist. Die Priesterschaft ermutigt jeden, den eigenen Weg zu finden und die eigene Wahrheit zu leben, solange man damit niemand anderem schadet. Der äußere Zwang hin zu bestimmten Handlungsweisen wird strikt abgelehnt, man soll sich stattdessen mit Toleranz und Offenheit begegnen, auch wenn man vielleicht andere Herkunft, Erscheinung, Ansichten oder Lebensweisen hat.
  • Trotz ihres Strebens nach einem harmonischen Zusammenleben, sind die Anhänger Liutharis durchaus wehrhaft. Sie sehen es als ihre heilige Pflicht die genannten Prinzipien der Toleranz, Freiheit und Individualität gegen Unterdrückung, Fanatismus und Dogmatismus zu verteidigen. Wie auch ihre Göttin die Augen nicht vor wissentlicher Bosheit verschließt, zeigt auch ihre Priesterschaft hier Entschlossenheit und Stärke. Denn Grausamkeit und Intoleranz zu akzeptieren, läutet das Ende aller Freiheit ein. So bieten sie Verfolgten Zuflucht und Suchenden Rat, ungeachtet ihrer Hintergründe, und stellen sich schützend vor jene, die sich nicht selbst verteidigen können. All jenen, die den Mut haben, ihre eigenen Schatten zu konfrontieren und zum Licht zu streben, wird ihre aufrichtige Unterstützung zuteil.

Gesellschaft und Repräsentation: Die gesellschaftliche Akzeptanz der Lehren von Liuthari varriert stark, je nach kulturellem Hintergrund.

  • Die Glaubensgemeinschaften im südwestlichen Cathos sind eher klein und halten sich oftmals bedeckt. Insbesondere in Regionen wo konservative Gesellschaftsnormen vorherrschen, begegnet man ihnen zuweilen mit einer Mischung aus Misstrauen, Vorsicht und vielleicht sogar offener Ablehnung. Liutharis Betonung der individuellen Freiheit und das Hinterfragen von Autoritäten und strengen Hierarchien wird von lokalen Herrschern nicht selten als subversiv und gefährlich angesehen. Die differenzierte Sichtweise von Gut und Böse sowie die Vorstellung, dass jedwede aufrichtig bereute Tat vergeben werden kann, könnte von diesen als Schwächung der sozialen Ordnung und als Freibrief für unmoralisches Verhalten interpretiert werden. Dort wo auf strenge Gesetze und harte Strafen gesetzt wird, um Recht und Ordnung zu wahren, können die Maximen der Vergebung und zweiten Chancen als Zeichen von Schwäche und Nachgiebigkeit gesehen werden, welche Kriminalität und Chaos Tür und Tor öffnen. Auch die Toleranz gegenüber unterschiedlichen Lebensweisen und Ansichten, die Liuthari predigt, mag dort wo Andersdenkende mit Argwohn betrachtet werden, auf Ablehnung stoßen. Doch glücklicherweise ist dies nicht überall auf Cathos der Fall. Insbesondere im Osten des Kontinents, dort wo die Einflüsse elfischer Verbundenheit noch stärker nachhallen und eine liberalere Mentalität herrscht, hat auch die Kirche der Liuthari einen höheren Stellenwert und größere Tempel, deren Priesterschaften offen agieren können.
  • Im Volk der Mondelfen genießen die Anhänger Liutharis hingegen durchweg hohes Ansehen und treten hier deutlich kriegerischer in Erscheinung. Gewappnet mit Klinge und Magie sind sie stets bereit, die Grenzen ihres Reiches gegen unerwünschte Eindringlinge zu verteidigen. Dabei bekleiden die Priesterinnen normalerweise hohe militärische Ränge und gelten als resolute und zugleich emphatische Anführerinnen. Ihnen ist nichts daran gelegen das Blut Unwissender zu vergießen, sondern sie versuchen stets Fremde subtil von den verborgenen elfischen Siedlungen abzulenken, auf dass ihre Präsenz garnicht erst wahrgenommen wird. Auch sind die Priesterinnen oftmals Teil von Gesandtschaften, die sich auf gefährliche, geheime oder – in seltenen Fällen – diplomatische Missionen jenseits der Grenzen begeben. Innerhalb der elfischen Gemeinschaft verfolgen die Anhänger Liutharis jedoch auch ihre Aufgaben im Dienste der Vergebung und Akzeptanz, etwa indem sie als Schlichter fungieren oder andere bei der Selbstfindung unterstützen.
  • Im Inselreich Thelakis, weit im Südwesten von Cathos, übernimmt Liutharis Glaubensgemeinschaft weitreichende politische Verantwortung und ihr Glaube wird als offizielle Staatsreligion öffentlich zelebriert. Die Hohepriesterin der Calythra, wie die Halbgöttin hier genannt wird, herrscht gemeinsam mit der vom Volke erwählten Königin über die Insel – das „Zweigestirn von Thelakis“. Die nationale Identität ist hier unabdingbar mit den moralischen Leitsätzen der Liuthari verbunden, und ihre Priesterinnen genießen höchstes Ansehen.
  • Im östlichen La'Tien ist Liuthari unter dem Namen Ariaketsuki zwar eine von höchster geistlicher Stelle anerkannte Göttin im Pantheon des Kaiserreiches, doch gibt es keine etablierten Tempel, die ihr geweiht wären. In der normalen Bevölkerung ist sie eher unbekannt und wird von Uneingeweihten oftmals mit ihrer Mutter, der Mondgöttin Tsukidemi, oder anderen legendären Mondgeistern gleichgesetzt. Ihre Verehrung findet daher nur im Privaten statt, von jenen, die ihre Lehren für sich als wahr und richtig erkannt haben. Ihre Priester – seien es auch nur wenige – gehen ihrer Berufung daher meist auf Wanderschaft nach und versuchen im Kleinen allgemein im Sinne ihrer Glaubensgrundsätze zu wirken. Der von ihnen gepredigte Freigeist würde in der strikten Gesellschaft des östlichen Kaiserreiches sicherlich anecken, sollte er vor einer großen Zuhörerschaft proklamiert werden.
  • Im Zerbrochenen Reich von Xalica, im Norden des Kontinents N'Baia, steht die Priesterschaft der Etechi wiederum öffentlich im Dienste der Bevölkerung. Ihren Glaubensgrundsätzen folgend, fungieren sie als Berater in schwierigen Lebenslagen, unterstützen bei der Entscheidungsfindung und helfen dabei persönliche Veränderungen umzusetzen. Dabei kommt es nicht selten vor, dass ein Priester der Etechi einen Gläubigen für eine Weile begleitet, manchmal um tatkräftige Hilfestellung zu leisten oder Schutz zu bieten, ein anderes Mal als stiller Beobachter und Zeuge des angestrebten Wandels.

Die Glaubensgemeinschaft der Liuthari ist in drei Gruppierungen unterteilt, die auch als „Chöre“ bezeichnet werden.

  • Chor der Morgenröte: Die Mitglieder dieser Gruppierung sehen sich vornehmlich als Repräsentanten ihres Glaubens gegenüber Außenstehenden. Sie werden am ehesten mit diplomatischen Aufgaben oder der Kooperation mit anderen Organisationen betraut. Aus diesen Erfahrungen erwachsen oftmals besondere Führungsqualitäten, die dann wiederum der eigenen Gemeinschaft zu Gute kommen, wenn sie später leitende Positionen innerhalb der Kirche bekleiden. So fühlen sich vor allem jene mit extrovertiertem Wesen, die gerne mit anderen interagieren, zu diesem Chor hingezogen.
  • Chor der Dämmerung: Diese Gruppierung agiert normalerweise eher im Hintergrund. Sie sind die stillen Beschützer der Gemeinschaft, Sammler und Hüter ihrer Geheimnisse, geduldige Berater und Seelsorger zugleich. Oftmals werden sie mit internen, organisatorischen Aufgaben betraut, bemühen sich um Harmonie und offene Kommunikation und halten die Gemeinschaft so aus dem Inneren zusammen. Daher ist dieser Chor vor allem für jene ansprechend, die von ihrer Natur eher introvertiert sind und nicht so gerne im Mittelpunkt der Ereignisse stehen.
  • Chor der Mitternacht: Die Anhänger dieser Gruppierung fokussieren ihre Bemühungen auf die Entwicklung ihrer individuellen Stärken und Fähigkeiten, um der Gemeinschaft als schlagkräftige Waffen in unterschiedlichsten Situationen dienen zu können. Oftmals organisieren sie sich in noch kleineren Splittergruppen, die unter klangvollen Titeln eine freundschaftliche Rivalität entwickeln, an denen alle Beteiligten nur weiter wachsen können. Dieser Chor zieht daher vor allem jene an, die wagemutig, kompetitiv und besonders abenteuerlustig sind.
  • Die drei Chöre arbeiten eng zusammen, um ihre Aufgaben und Pflichten bestmöglich zu erfüllen, sodass eine scharfe Abgrenzung in diesem Sinne kaum möglich ist. Eine Gesandtschaft der Liuthari besteht normalerweise aus drei Mitgliedern, einer aus jedem Chor, die sich gegenseitig mit ihren jeweiligen Stärken ergänzen und etwaige Schwächen ausgleichen.

Verliehene Kräfte

Methode der Magie: 80% Selektion, 20% Inspiration

Zyklen: Je nach dem welchem Chor ein Charakter angehört, kann er Zugang zu vier bestimmten Zyklen erhalten, welche ihn bei der Erfüllung seiner Aufgaben in besonderer Weise unterstützen können:

Wie zu sehen ist bieten alle drei Chöre Zugang zum Lichtzyklus und Dunkelheitszyklus, sowie eine besondere, übergreifende Synergie: Auf jedem Grad ist ein besonderes Zwielichtgebet verfügbar, welches automatisch zugänglich wird, wenn der Charakter die beiden zu Grunde liegenden gegensätzlichen Gebete von Licht und Dunkelheit beherrscht. Ein solches Zwielichtgebet kann jederzeit statt einem der Originale genutzt werden, wenn der Anwender bereit ist einen zusätzlichen Magiepunkt zu entrichten. Das Wirken selbst ist dabei nicht erschwert. Die Zwielichtgebete sind im Vergleich zu anderen Gebeten ihres Grades besonders machtvoll.

Grad Voraussetzung Gebet Kurzbeschreibung
I Heller Strahl
Dunkler Strahl
Schimmernder Strahl verursacht 2W4 SP durch Karma bei einem Wesen, wobei der Gesinnungsunterschied als Bonus Angriffs- und Schadenswurf gilt
II Erhellen
Verdunklung
Tanzende Schatten manipuliert Licht und Schatten in einem großen Bereich um den Anwender, um Feinde zu enthüllen und Verbündete zu verbergen
III Geweihter Glanz
Lindernde Schatten
Sternenmantel heilt 3W4 Runden lang jeweils 1 LE pro Runde und verleiht solange eine Magieresistenz von 1
IV Gleißendes Schwert
Schwert der Finsternis
Klinge der Dämmerung erschafft eine Klinge aus schimmerndem Sternenlicht, welche besonders effektiv gegen eine vom Anwender gewählte Kreaturenart ist
V Wall des Lichts
Wall der Schatten
Wall des Zwielichts erzeugt eine schimmernde Wand aus fahlem Licht, deren Durchquerung für eine vom Anwender gewählte Kreaturenart schier unmöglich ist
VI Regenbogen
Schattenreise
Schattenbogen erschafft einen Bogen aus Zwielicht, der entweder zum Angriff genutzt werden kann, oder um sich an den Zielort des Pfeils zu versetzen
VII Große Erscheinung
Grausame Schatten
Zwielichtgarde erschafft mehrere schimmernde Phantome, die sich den Gegnern im Wirkungsbereich entgegenstellen und den Anwender verteidigen
VIII Sternenfeuer
Dunkler Vortex
Kosmischer Wirbel erzeugt einen Wirbel aus Sternenlicht um den Anwender, welcher erlaubt Gegner zu schädigen, wegzudrängen oder heranzuziehen
IX Konstellation
Stimmen der Leere
Sternernklang bewirkt abhängig von der Tageszeit einen von vier machtvollen Effekten, der alle Wesen im Wirkungsbereich betrifft

Es sei noch erwähnt, dass einige Gebete des Dunkelheitszyklus, Geheimniszyklus und Präsenzzyklus im Hinblick auf ihrer moralische Tragweite mit besonderem Bedacht einzusetzen sind. Hier gewährt Liuthari ihren Priesterinnen einen Vertrauensvorschuss, der stets aufs Neue verdient sein will. Die Gebete des Dunkelheitszyklus, die Angst und Schrecken manifestieren, sind als letzter Ausweg zur Abschreckung und Strafe jener zu sehen, die sich nicht anders von ihrem niederträchtigen Tun abbringen oder aufhalten lassen. Die durch den Geheimniszyklus verliehenen Möglichkeiten Erinnerungen zu manipulieren, sollen vor allem dazu dienen, schmerzhafte Erlebnisse und Traumata zu tilgen – jedoch nur mit ausdrücklicher Zustimmung und wenn dies zum eigenen Wohl und dem Wohl anderer ist. Die Gebete des Präsenzzyklus dürfen nicht dazu verwendet werden, den freien Willen anderer zu unterbinden oder gar zu brechen, und eine Umkehr zu erzwingen. Sie können jedoch als kurzfristige, gewaltfreie Lösung eines Konfliktes vertretbar sein.

Auffrischung der Magiepunkte:

  • Keine: Der Charakter hegt einen anhaltenden Groll ohne sich um Klärung zu bemühen oder verweigert einem anderen die aufrichtig angestrebte Vergebung. Auch tief sitzende Vorurteile, die das Handeln in der gegebenen Situation bestimmen, oder fehlende Einsicht und Akzeptanz eines eigenen Fehltritts können die Auffrischung der Magiepunkte stagnieren lassen.
  • Langsam: Der Charakter verfolgt seinen Glauben auf passive Weise, indem er an einem Ort verweilt und wartet, bis sich die Gelegenheit ergibt zu helfen und zu handeln.
  • Normal: Der Charakter ist im Auftrag seines Glauben unterwegs. Er reist beispielsweise mit anderen und unterstützt sie dadurch direkt und indirekt bei ihrer Selbstfindung, einem Neubeginn oder angestrebter Wiedergutmachung.
  • Schnell: Der Charakter praktiziert seinen Glauben unmittelbar und gegen äußere Widerstände. Vielleicht vermittelt er aktiv in einer langanhaltenden Konfliktsituation oder setzt sich mit all seinen Möglichkeiten für den Schutz von Minderheiten und Verfolgten ein.
  • Direkt: In einem Moment der Erkenntnis, in der eine bleibende Lehre aus einem begangenen Fehler gezogen wird, erhält der Charakter je nach Tragweite einen oder zwei MP zurück.
    Gelingt es dem Charakter ein böses Wesen zur Umkehr zu bewegen, erhält er sofort verbrauchte MP in Höhe von dessen doppelter Stufe (oder GW) zurück, mindestens jedoch zwei. Die Einsicht muss ernst gemeint sein und auch tatsächlich eine Änderung des Verhaltens bewirken.
  • Besondere Umstände: Verrät der Charakter bewusst die Maximen seines Glaubens, verliert er augenblicklich bis zu fünf MP (SL-Entscheid). Es können auch MP verloren gehen, die bereits zum Festlegen von Gebeten genutzt wurden (), wodurch auch das vorbereitete Gebet nichtig ist.
  • Anbetung: Vor dem Gebet zur Auffrischung der Magiepunkte ist es üblich Liuthari in Form von Musik oder Tanz zu huldigen. Geschieht dies gemeinsam mit anderen, ist dies in Bezug auf die Auffrischung wie die Begleitung eines Anhängers der gleichen oder einer befreundeten Höheren Macht zu bewerten, selbst wenn die Teilnehmer gar nicht aktiv an Liuthari glauben. Die Anbetung findet normalerweise zur Zeit der Dämmerung statt, also vor dem Sonnenaufgang oder nach dem Sonnenuntergang.

Zugängliche Mystische Gaben: Die übliche Auswahl umfasst folgende mystische Gaben: Innere Stärke*, Gunst* (Lebenszyklus, Magiezyklus), Heilende Hände* (Vitale Hände, Schützende Hände), Zeichen* (meist Licht und Dunkelheit), ...
Der SL kann die mystischen Gaben dieser Auswahl auch durch andere ersetzen, die besser zum kulturelle Hintergrund des Charakters oder der regional verehrten Variante Liutharis passen.