Überklassen: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 23. April 2019, 12:50 Uhr

In IUNA gibt es keine festgelegten Klassen. Allerdings lassen sich alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ein Charakter erlangen kann, einer gewissen grundlegenden Richtung zuordnen. Diese Richtungen werden Überklassen genannt.
Jede Überklasse steht für ein bestimmtes Prinzip, eine besondere Herangehensweise oder Methodik.
Je länger sich ein Charakter in eine dieser Richtungen bewegt und seine Kompetenzen in dieser Überklasse weiter ausbaut, desto schwerer wird es ihm fallen sich umzuorientieren und etwas völlig andersartiges zu erlernen. Dennoch ist es ihm nicht unmöglich, insofern es auch im Spiel realisierbar und plausibel ist. Ein Charakter, der seiner Richtung treu bleibt, kann in seiner Entwicklung schneller vorankommen, während ein Charakter, der zweigleisig fährt oder sich auf „Umwege“ einlässt, zwar insgesamt langsamer vorankommt, dafür aber breiter gefächerte Möglichkeiten vorweisen kann.
Die Definitionen der Überklassen sind möglichst allgemein gehalten. Bei den Beschreibungen der zugehörigen Fähigkeiten und Fertigkeiten wird man sehen, dass sich auch Abweichungen, Besonderheiten und Ausnahmen ergeben können.

  • allgemein
Die Fähigkeiten und Fertigkeiten der allgemeinen Überklasse entspringen dem alltäglichen Leben. Sie sind jedem Wesen in verschiedener Ausprägung zuteil, wie beispielsweise Attribute und Vitalität, oder können von jedem erlernt und verbessert werden, wenn es die Umstände zulassen und man willens ist Zeit und Übung zu investieren. So sind beispielsweise Fertigkeiten und Spezialisierungen, die berufliche Erfahrung oder Allgemeinbildung repräsentieren, wie etwa „Holzarbeiten“, „Gesellschaft“ und {Landwirtschaft} dieser Überklasse zugeordnet. Anders als bei den anderen fünf Überklassen haben erlangte Fähigkeiten und Fertigkeiten der allgemeinen Überklasse keinen Einfluss auf die bisher eingeschlagene Richtung ‒ ihr Kostenfaktor bleibt mit einem Wert von 1,25 immer konstant ‒ was ihr in gewisser Weise eine Sonderstellung einbringt.
  • martialisch
Die Fähigkeiten und Fertigkeiten der martialischen Überklasse sind kriegerischer und militärischer Natur. Sie sind einerseits direkt auf den körperlichen Kampf und das Meistern des Waffenumgangs ausgerichtet, etwa durch das Steigern von Kampffertigkeiten und Waffenspezialisierungen, oder den Erwerb besonderer Fähigkeiten wie Waffenbeherrschung oder Kampfroutine. Andererseits gehören auch Fähigkeiten und Fertigkeiten, die eine kämpferische Auseinandersetzung indirekt beeinflussen oder vorbereiten können, zu dieser Überklasse. Beispiele wären Spezialisierungen, welche die Herstellung von Waffen und Rüstungen erlauben, wie etwa {Waffenschmied}, {Bogenmacher}, {Rüstungsmacher}, aber auch das Wissen um Strategie und das Vorankommen im Gelände, beispielsweise repräsentiert durch {Taktik}, „Athletik“, „Reisen“ und „Überleben“. Ihr Erlernen ist meist mit körperlicher Übung und Anstrengung verbunden und sollte in der Regel unter kompetenter Aufsicht geschehen.
  • adaptiv
Die Fähigkeiten und Fertigkeiten der adaptiven Überklasse bestechen vor allem durch ihre Vielfältigkeit und Flexibilität. Sie sind von ihrem Grundprinzip darauf ausgerichtet, einen Charakter unabhängig und dennoch erfolgreich zu machen, nicht selten auch am Rande seiner Gesellschaft. Sie ermöglichen ihm sich den gegebenen Umständen anzupassen und möglichst in allen Lebenslagen die Oberhand zu behalten. So gehören auch viele Aspekte des Fernkampfes zu dieser Überklasse, da ein Charakter auf diese Weise sein persönliches Risiko im Kampf minimieren kann. Adaptive Fertigkeiten und Spezialisierungen eignen sich hervorragend dazu zwielichtige Geschäfte und Verbrechen jeder Art zu begehen, oder diese zu vereiteln, wie beispielsweise „Akrobatik“, „Heimlichkeit“, „Überprüfen“, {Täuschen}, {Lauschen} oder {Verfolgen}. Vieles davon wird sich der Charakter selbst beibringen können, sozusagen auf der Schule des Lebens. Manches erfordert jedoch ein gutes Vorbild oder einen kompetenten Mentor.
  • klerikal
Die klerikale Überklasse ist geprägt von Glauben und Hinhabe an höhere Mächte, seien es nun Gottheiten, übergeordnete Prinzipen oder andere erhabene Wesenheiten. Daher sind auch ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten auf den Dienst im Namen einer Höheren Macht und der Erhalt ihrer religiösen Glaubensgemeinschaft ausgerichtet. Der Erwerb mancher dieser Fähigkeiten erfordert sogar die unmittelbare Zuwendung einer solchen Höheren Macht, wie beispielsweise der Zugang zu klerikaler Magie oder die Erschließung mystischer Gaben. Nur wahrhaft Gläubigen kann derartige Gunst zuteil werden, und oftmals ist ein fester Glaube auch Bedingung für das Erlernen weltlicher Fertigkeiten dieser Überklasse zugeordnet sind. Sie dienen den Interessen der Höheren Macht und sind werden im Einklang mit den jeweiligen Glaubenslehren unterrichtet, wie beispielsweise „Mystik“, „Heilkunde“ oder {Religion}.
  • transzendent
Die transzendente Überklasse sieht die Realität als ein Gleichgewicht von Mächten, Kräften und Energien, das es zu erfahren und zu begreifen gilt. Dabei bieten verschiedene Philosophien eine Erklärung der Zusammenhänge und Verbindungen innerhalb der kosmischen Ordnung. Diese stimmen zwar oftmals nicht mit vorherrschenden wissenschaftlichen Theorien oder theologischen Ansichten überein, doch sind dadurch nicht unbedingt weiter von der tatsächlichen Wahrheit entfernt. Sie versuchen hinter die diesseitige Fassade zu blicken und das größere Ganze zu sehen und bedienen sich dabei Argumenten, die von anderen möglicherweise als unlogisch oder gottlos bezeichnet werden. Doch durch die Verinnerlichung einer solchen Philosophie, persönliche Hingabe und Disziplin sowie tiefe Meditation kann ein übernatürlicher Einklang mit der Umgebung erreicht werden. Wird dies genutzt um die Realität zu beeinflussen, spricht man von Transzendenzmagie, deren Wirken die Legitimität der philosophischen Herangehensweise unterstreicht. Die dafür erforderliche Selbsterkenntnis und das innere Gleichgewicht müssen in Jahren der geistigen und körperlichen Übung errungen werden, meist in der Obhut eines Lehrmeisters oder in speziellen Einrichtungen wie Klöstern und Schulen.
  • arkan
Die arkane Überklasse beschäftigt sich vorwiegend mit der theoretischen Erschließung und der praktischen Anwendung so genannter arkaner Magie sowie einer wissenschaftlichen Betrachtung der Welt und ihrer Prinzipien. Dabei ist die Definition von „wissenschaftlich“ natürlich stets in Bezug zum vorherrschenden Zeitgeist und kulturellen Umfeld zu betrachten. Während klerikaler Magie ein fester Glaube und Transzendenzmagie meditative Einsichten zugrunde liegen, sind es in der Regel lange Studienjahre an Schulen und Akademien sowie umfassendes, auf diesen Zweck spezialisiertes Wissen und Verständnis, die das Wirken arkaner Magie ermöglichen. Dementsprechend sind auch die Fertigkeiten dieser Überklasse größtenteils akademischer Natur die hohe Ansprüche an ihre Studenten stellen. Beispiele wären „Wissenschaft“, {Alchimie}, {Magiekunde} oder {Okkultismus}.