Pflege (Spezialisierung): Unterschied zwischen den Versionen
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Diese [[Spezialisierung]] verleiht medizinisches Fachwissen über die Symptome und den Verlauf von Krankheiten, deren mögliche Ursachen und etablierte Gegenmaßnahmen, die kurzfristige Versorgung von Wunden und Verletzungen aber auch die langfristige Pflege von kranken, gebrechlichen und sterbenden Wesen. Sie wird stets mit der [[Fertigkeit]] „[[Heilkunde (Fertigkeit)|Heilkunde]]“ eingesetzt, das [[Bezugsattribut]] variiert je nach Anwendungsgebiet.<br> | Diese [[Spezialisierung]] verleiht medizinisches Fachwissen über die Symptome und den Verlauf von Krankheiten, deren mögliche Ursachen und etablierte Gegenmaßnahmen, die kurzfristige Versorgung von Wunden und Verletzungen aber auch die langfristige Pflege von kranken, gebrechlichen und sterbenden Wesen. Sie wird stets mit der [[Fertigkeit]] „[[Heilkunde (Fertigkeit)|Heilkunde]]“ eingesetzt, das [[Bezugsattribut]] variiert je nach Anwendungsgebiet.<br> | ||
Um nach eingehender Untersuchung eine Diagnose zu stellen und eine Behandlungsstrategie zu entwickeln, wird [[IN-Verstand]] herangezogen. | Um nach eingehender Untersuchung eine Diagnose zu stellen und eine Behandlungsstrategie zu entwickeln, wird [[IN-Verstand]] herangezogen. | ||
| − | Der [[Schwierigkeitsgrad]] der [[Fertigkeitsprobe]] ist unmittelbar davon abhängig, wie offensichtlich die Symptome sind, und wie häufig solche Beschwerden im Allgemeinen auftreten. So hat die Diagnose alltäglicher Erkrankungen, oberflächlicher Verletzungen und eindeutiger Krankheitsbilder einen entsprechend geringen [[SG]], während das Erkennen exotischer Krankheiten, innerer Verletzungen und subtiler Symptome deutlich schwieriger ist. Der [[SL]] kann sich hier an den allgemeinen [[Schwierigkeitsgrad|Richtlinien]] orientieren.<br> Sollte eine Verletzung besonders komplex sein, beispielsweise verschiedene Muskeln, Knochen und Sehnen oder innere Organe betreffen, kann der [[SL]] entscheiden, dass tieferes [[Anatomie (Spezialisierung)|anatomisches Fachwissen]] zur genauen Diagnose erforderlich ist. Übersteigt dies die Kompetenz des Charakters, kann er sich natürlich trotzdem an einer Behandlung versuchen, profitiert dann jedoch nicht von den [[Erfolgspunkte]]n einer treffenden Diagnose. Eine erfolgreiche Diagnose ist nämlich nur der erste Schritt zur Heilung. Eine Behandlung kann je nach Gebrechen durch angemessene '''Pflege''', ausgewählte [[Medizin (Spezialisierung)|Medizin]] oder einen gezielten [[Anatomie (Spezialisierung)|Eingriff]] erfolgen, vielleicht auch | + | Der [[Schwierigkeitsgrad]] der [[Fertigkeitsprobe]] ist unmittelbar davon abhängig, wie offensichtlich die Symptome sind, und wie häufig solche Beschwerden im Allgemeinen auftreten. So hat die Diagnose alltäglicher Erkrankungen, oberflächlicher Verletzungen und eindeutiger Krankheitsbilder einen entsprechend geringen [[SG]], während das Erkennen exotischer Krankheiten, innerer Verletzungen und subtiler Symptome deutlich schwieriger ist. Der [[SL]] kann sich hier an den allgemeinen [[Schwierigkeitsgrad|Richtlinien]] orientieren.<br> Sollte eine Verletzung besonders komplex sein, beispielsweise verschiedene Muskeln, Knochen und Sehnen oder innere Organe betreffen, kann der [[SL]] entscheiden, dass tieferes [[Anatomie (Spezialisierung)|anatomisches Fachwissen]] zur genauen Diagnose erforderlich ist. Übersteigt dies die Kompetenz des Charakters, kann er sich natürlich trotzdem an einer Behandlung versuchen, profitiert dann jedoch nicht von den [[Erfolgspunkte]]n einer treffenden Diagnose. Eine erfolgreiche Diagnose ist nämlich nur der erste Schritt zur Heilung. Eine Behandlung kann je nach Gebrechen durch angemessene '''Pflege''', ausgewählte [[Medizin (Spezialisierung)|Medizin]] oder einen gezielten [[Anatomie (Spezialisierung)|Eingriff]] erfolgen, vielleicht auch eine Kombination dieser Methoden. Auch hier wird die [[Fertigkeit]] „[[Heilkunde (Fertigkeit)|Heilkunde]]“ eingesetzt, unterstützt durch verschiedene [[Spezialisierungen]].<br> |
Dabei repräsentiert die '''Pflege''' vor allem die Kompetenz zur unmittelbaren Versorgung des Patienten. Für direkte, praktische Anwendungen, wir das Anlegen und Wechseln von Verbänden, das Waschen und Nähen von Wunden oder der Verabreichung von [[Heilmittel]]n gilt hier [[GE-Präzision]] als [[Bezugsattribut]]. Für die längerfristige Umsorgung eines Patienten, mit regelmäßiger Interaktion und Beobachtung seines Befindens, um eine schnelle Genesung zu fördern, kann hingegen auch [[WA-Intuition]] als [[Bezugsattribut]] dienen. | Dabei repräsentiert die '''Pflege''' vor allem die Kompetenz zur unmittelbaren Versorgung des Patienten. Für direkte, praktische Anwendungen, wir das Anlegen und Wechseln von Verbänden, das Waschen und Nähen von Wunden oder der Verabreichung von [[Heilmittel]]n gilt hier [[GE-Präzision]] als [[Bezugsattribut]]. Für die längerfristige Umsorgung eines Patienten, mit regelmäßiger Interaktion und Beobachtung seines Befindens, um eine schnelle Genesung zu fördern, kann hingegen auch [[WA-Intuition]] als [[Bezugsattribut]] dienen. | ||
Version vom 15. Juni 2019, 16:40 Uhr
/to do/
| Kategorie: Bildung |
Zuordnung: | SW 1-3 allgemein, klerikal SW 4-10 allgemein, klerikal |
| Bezugsattribut: IN-Verstand, GE-Präzision, (WA-Intuition) | ||
| Komplexität: 4 | Assoziierte Fertigkeiten: Heilkunde | |
Diese Spezialisierung verleiht medizinisches Fachwissen über die Symptome und den Verlauf von Krankheiten, deren mögliche Ursachen und etablierte Gegenmaßnahmen, die kurzfristige Versorgung von Wunden und Verletzungen aber auch die langfristige Pflege von kranken, gebrechlichen und sterbenden Wesen. Sie wird stets mit der Fertigkeit „Heilkunde“ eingesetzt, das Bezugsattribut variiert je nach Anwendungsgebiet.
Um nach eingehender Untersuchung eine Diagnose zu stellen und eine Behandlungsstrategie zu entwickeln, wird IN-Verstand herangezogen.
Der Schwierigkeitsgrad der Fertigkeitsprobe ist unmittelbar davon abhängig, wie offensichtlich die Symptome sind, und wie häufig solche Beschwerden im Allgemeinen auftreten. So hat die Diagnose alltäglicher Erkrankungen, oberflächlicher Verletzungen und eindeutiger Krankheitsbilder einen entsprechend geringen SG, während das Erkennen exotischer Krankheiten, innerer Verletzungen und subtiler Symptome deutlich schwieriger ist. Der SL kann sich hier an den allgemeinen Richtlinien orientieren.
Sollte eine Verletzung besonders komplex sein, beispielsweise verschiedene Muskeln, Knochen und Sehnen oder innere Organe betreffen, kann der SL entscheiden, dass tieferes anatomisches Fachwissen zur genauen Diagnose erforderlich ist. Übersteigt dies die Kompetenz des Charakters, kann er sich natürlich trotzdem an einer Behandlung versuchen, profitiert dann jedoch nicht von den Erfolgspunkten einer treffenden Diagnose. Eine erfolgreiche Diagnose ist nämlich nur der erste Schritt zur Heilung. Eine Behandlung kann je nach Gebrechen durch angemessene Pflege, ausgewählte Medizin oder einen gezielten Eingriff erfolgen, vielleicht auch eine Kombination dieser Methoden. Auch hier wird die Fertigkeit „Heilkunde“ eingesetzt, unterstützt durch verschiedene Spezialisierungen.
Dabei repräsentiert die Pflege vor allem die Kompetenz zur unmittelbaren Versorgung des Patienten. Für direkte, praktische Anwendungen, wir das Anlegen und Wechseln von Verbänden, das Waschen und Nähen von Wunden oder der Verabreichung von Heilmitteln gilt hier GE-Präzision als Bezugsattribut. Für die längerfristige Umsorgung eines Patienten, mit regelmäßiger Interaktion und Beobachtung seines Befindens, um eine schnelle Genesung zu fördern, kann hingegen auch WA-Intuition als Bezugsattribut dienen.
r Hier unterscheidet man zwischen zwei Anwendungsgebieten: der direkten praktischen Hilfe und der langfristigen Umsorgung.
Da es in der Praxis auf eine ruhige Hand und akribische Genauigkeit ankommt, gilt hier GE-Präzision als Bezugsattribut. Der Schwierigkeitsgrad einer solchen Prozedur ergibt sich unmittelbar aus deren Aufwand und Risiko. Dabei kann das Umfeld und die zur Verfügung stehende Ausrüstung einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis haben.
Im Folgenden werden einige praktische Beispiele der Anwendung dieser Fertigkeit beschrieben:
eine Krankheit diagnostizieren und eine passende Behandlung planen {Pflege} oberflächliche Behandlungen durchführen, wie etwa einen Verband anlegen oder eine Salbe auftragen {Pflege} sich fachgerecht um die Bedürfnisse eines Patienten kümmern {Pflege}
Insbesondere kranke, behinderte und sterbende Menschen werden in der Pflege versorgt und betreut, aber auch die Verhütung von Krankheiten und Gesunderhaltung gehören zu den Aufgaben der Pflege.
SG Anwendung 6 Medizin verabreichen: Einem Patienten die passenden Medikamente in der richtigen Dosis auf die rechte Weise verabreichen. Nur bei Gelingen schlägt die vorgesehene Behandlung auch in gewünschter Weise an. Bei entsprechender Routine kann der Probewurf auch ausgelassen werden, in besonders riskanten Situationen ist er jedoch unbedingt erforderlich. So erfordert beispielsweise das Verabreichen eines Heiltrankes an einen Bewusstlosen eine erfolgreichen Probewurf, sonst gelangt die Flüssigkeit in die Luftröhre und bringt möglicherweise mehr Schaden als Nutzen. (Dauer: 1W2+1 Runden) 8 Allgemeine Pflege: Sich um die Bedürfnisse eines Patienten kümmern sowie für erholsame und vor allem hygienische Bedingungen sorgen. Bei Gelingen ist die Heilungsrate um eine Stufe besser, als es durch die herrschenden Umstände eigentlich gerechtfertigt wäre. So würde beispielsweise die schnelle Heilungsrate gelten, auch wenn die Unterbringung den erforderlichen Komfort missen lässt, wie etwa bei einem Lager im Freien. Der Heiler selbst kann sich während der Pflege natürlich nicht erholen. Misslingt der Probewurf verbleibt die Heilungsrate für diesen Tag unverändert. (Dauer: 1 Stunde pro Patient) 10 Erste Hilfe leisten: Lebenserhaltende Maßnahmen einleiten, die einen Sterbenden stabilisieren und mehr Zeit für weitere Hilfsmaßnahmen schaffen. Dazu gehört beispielsweise Blutungen abzudrücken, Fremdkörper zu entfernen, den Körper in eine stabile Lage zu bringen, bei Atemstillstand zu Beatmen oder eine Rhythmusmassage bei Herzstillstand durchzuführen. Bei Gelingen wird das Intervall zwischen den Rettungswürfen, die über Leben und Tod entscheiden, verlängert. Normalerweise beträgt das Intervall 5 Runden, nach erfolgreicher Erster Hilfe wird es um [5 + EP] Runden verlängert. (Dauer: 1W3+2 Runden) 10 Leichte Wunden versorgen: Oberflächliche Verletzungen reinigen, verbinden oder mit wenigen Stichen vernähen. Bei Gelingen wird 1 LE wieder hergestellt, plus 1 LE je 8 Erfolgspunkte. Allerdings können maximal die Hälfte der Schadenspunkte negiert werden, welche die behandelte Wunde ausmachen, der Rest muss natürlich oder magisch verheilen. Jede erlittene Wunde kann nur einmal auf diese Weise behandelt werden. Bei Misslingen kann die gleiche Wunde nicht nochmal versorgt werden. Erfordert medizinisches Material, wie beispielsweise Binden oder Nadel und Faden. Die Qualität kann den Probewert positiv und negativ beeinflussen. (Dauer 1W4+3 Runden). 12 Intensive Pflege: Sich besonders fürsorglich um die Bedürfnisse eines Patienten kümmern, sodass diesem alle Anstrengungen abgenommen werden und eine möglichst schnelle Erholung möglich ist. Bei Gelingen ist die Heilungsrate um zwei Stufen besser, als es durch die herrschenden Umstände eigentlich gerechtfertigt wäre. Bei komfortabler Unterbringung und ruhiger Umgebung wird die eigentlich gerechtfertigte schnelle Heilungsrate zusätzlich um +1 erhöht. Der Heiler selbst kann sich während der Pflege natürlich nicht erholen. Misslingt der Probewurf verbleibt die Heilungsrate für diesen Tag unverändert. (Dauer: 2 Stunden pro Patient) 14 Kritische Wunden versorgen: Die Wunden eines Schwerverletzten oder Sterbenden behandeln. Bei Erfolg wird 1 LE wieder hergestellt, plus 1 LE je 5 Erfolgspunkte. Bei Sterbenden sinkt die Todesschwelle um den gleichen Betrag. Alternativ können hier auch blutende Wunden gestillt werden, dann bleibt jedoch die Senkung der Todesschwelle aus. Allerdings können maximal die Hälfte der Schadenspunkte negiert werden, welche die behandelte Wunde ausmachen, der Rest muss natürlich oder magisch verheilen. Jede erlittene Wunde kann nur einmal auf diese Weise behandelt werden. Bei Misslingen kann die gleiche Wunde nicht nochmal versorgt werden. Erfordert medizinisches Material, wie beispielsweise Binden oder Nadel und Faden. Die Qualität kann den Probewert positiv und negativ beeinflussen. (Dauer 1W6+4 Runden)
(Anmerkung: Um die Schwere einzelner Wunden nachvollziehen zu können, ist es ratsam den erlittenen Schaden im Kampfblatt der Charaktermappe nicht direkt aufzusummieren, sondern als Funktion der einzelnen Schadensbeiträge in der Zelle zu vermerken. z.B. "=5+3+12" statt "20". So kann der Charakter auch genauere Auskunft darüber geben, welche seiner Wunden am gravierendsten ist. Dies ist für einen Anwender der Heilkunde durchaus relevant, wie die folgenden Beispiele zeigen. Auch natürliche Heilung kann dann gegebenenfalls in chronologisch sinnvoller Reihenfolge der Verletzungen geschehen.)
Je nachdem wie umfangreiche und schmerzhaft eine solche Prozedur ist, sollte zumindest eine örtliche Betäubung vorgenommen werden, falls dies überhaupt möglich ist. Ansonsten muss dem Patienten eine Fertigkeitsprobe auf „Kontrolle“ {Beherrschung} gegen den gleichen SG gelingen (oder SL-Entscheid). Etwaige Fehlpunkte werden unmittelbar als Abzug auf die „Heilkunde“-Probe angerechnet.
Unterstützung durch einen oder mehrere fähige Assistenten kann die praktische „Heilkunde“-Probe erheblich erleichtern. Hier gelten die regulären Regeln für gemeinsame Proben, wobei der SL einen Mindestwert in „Heilkunde“ voraussetzen und einen maximalen Gesamtbonus bestimmen kann. In diesem Zusammenhang sollte der zusätzliche Beitrag zum Probewert bei fortgeschrittener Kompetenz besonders beachtet werden. Auch die medizinische Ausrüstung und die Bedingungen, unter denen die Prozedur durchgeführt wird, haben einen Einfluss auf Schwierigkeitsgrad oder Probewert. Die folgenden Angaben sollen dem SL hierbei als Richtlinie dienen.
Umstände Hilfsmittel SG Umstand PW Hilfsmittel +5 bei mangelnder Hygiene -6 medizinisches Material muss improvisiert werden (Pfeilspitze statt Messer, Baumrinde als Bandage, Einschnitt abbinden statt vernähen, ...) +3 mit Ablenkung oder Zeitdruck -4 medizinisches Material von minderwertiger Qualität (stumpfes Messer, zerschlissene Bandagen, verbogene Nadel, grober Faden, ...) +2 bei schlechter Beleuchtung ±0 medizinisches Material von normaler Qualität (gutes Messer, saubere Leinenbinden, spitze Nadel, glatter Faden, ...) -3 ideale Bedingungen (Licht, Ruhe, Hygiene) +3 medizinisches Material von hoher Qualität (scharfes Skalpell, abgekochte Baumwollbinden, frische Nadel, gewachster Faden)
Erfolgspunkte bei einer Fertigkeitsprobe mit Anatomie können genutzt werden, um situative Vorteile zu erlangen. Jeder Vorteil kann auch mehrfach gewählt werden, insofern die Umstände dies erlauben (SL-Entscheid).
- Theorie:
- 2 EP: Probewert +1 bei der nächsten theoretischen „Heilkunde“-Probe mit gleichem oder geringerem SG, die sinnvollerweise von der erhaltenen Information profitiert, beispielsweise um die passende Medizin zu finden oder eine angemessene Pflegestrategie zu konzipieren.
- 5 EP: Probewert +1 auf die praktische „Heilkunde“-Probe nach erfolgreicher Planung und Vorbereitung eines Eingriffs oder einer Prozedur.
- Praxis:
- X EP: Die Nebenwirkungen des Eingriffs (Lebenspunktverlust bzw. Lähmungswahrscheinlichkeit) werden um X% gemindert.
- 5 EP: Durch besondere Sorgfalt bei der Behandlung wird sich der Patient schneller erholen. Entweder wird die Dauer etwaiger Nebenwirkungen um 10% gemindert, oder die Heilungsrate für einen Tag um +1 erhöht. Wird die zweite Option mehrfach gewählt, gilt der Bonus für einen weiteren Tag.
All diese Regelungen und Einflussfaktoren sollen dazu dienen, die Komplexität und das Risiko medizinischer Eingriffe angemessen widerzuspiegeln, gerade in einer dem Mittelalter nachempfundenen Spielwelt. Jedoch darf hier natürlich auch nicht die fantastische Komponente außer Acht gelassen werden. Der SL muss abwägen, inwieweit Heilmagie eine ernsthafte Alternative zu klassischer Medizin und konventionellen Heilpraktiken ist. In einer Spielwelt, in der auch gravierende Gebrechen mit einem Besuch im örtlichen Tempel behoben werden können, oder Heiltränke bei jedem Krämer erhältlich sind, scheint ein umfassendes Studium der Heilkunde und damit verbundener Disziplinen natürlich nur noch mäßig nützlich und erstrebenswert. Auch würde wohl niemand das Risiko eingehen, das mit einem operativen Eingriff verbunden ist, wenn magische Heilung eine sofortige Linderung ohne Nebenwirkungen mit sich bringt. Der SL kann durch gezielte Maßnahmen dafür sorgen, dass natürliche Heilmittel und medizinisches Fachwissen weiterhin einen Platz in seiner Kampagne haben. So könnten Heiltränke aufgrund hoher Nachfrage in elitären Kreisen oder knappen Ressourcen sehr selten und teuer sein. Auch die Gnade klerikaler Heilung könnte großzügige Spenden erfordern oder nur jenen zuteil werden, die selbst in Hingabe und Demut der betreffenden Höheren Macht nachfolgen. Möglicherweise sind die erforderlichen Gebete zur Heilung schwerwiegender Krankheiten und Leiden auch nur wenigen auserwählten Priestern bekannt, die sich an entfernten Orten aufhalten. Andere Wege magischer Heilung könnten vielleicht mit einem Preis verbunden sein, der mit Ungewissheit statt mit Gold zu entrichten ist – unberechenbare Nebenwirkungen obskurer Gebräue, zweifelhafte Beweggründe des Nekromanten, der Genesung durch eine experimentelle Behandlung verspricht, oder Abhängigkeiten und Verpflichtungen, in die man sich im Gegenzug für eine schnelle Heilung begibt.