Kampftechniken: Unterschied zwischen den Versionen
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** Kümmert sich der Lehrmeister ausschließlich um den Charakter, anstatt beispielsweise eine ganze Gruppe zu unterweisen, wird die Erschwernis um -[Rangdifferenz : 2] (aufgerundet) gemindert. Handelt es sich bei diesem Lehrmeister um jemanden, der zwar die angestrebte Technik beherrscht, jedoch den gleichen oder gar einen niedrigeren [[Rang]] im betreffenden [[Weg]] aufweist, wird die Erschwernis zwar nicht gemindert, aber immerhin darf der Charakter die [[Technik]] überhaupt erlernen. | ** Kümmert sich der Lehrmeister ausschließlich um den Charakter, anstatt beispielsweise eine ganze Gruppe zu unterweisen, wird die Erschwernis um -[Rangdifferenz : 2] (aufgerundet) gemindert. Handelt es sich bei diesem Lehrmeister um jemanden, der zwar die angestrebte Technik beherrscht, jedoch den gleichen oder gar einen niedrigeren [[Rang]] im betreffenden [[Weg]] aufweist, wird die Erschwernis zwar nicht gemindert, aber immerhin darf der Charakter die [[Technik]] überhaupt erlernen. | ||
** Diese beiden Möglichkeiten sind zwar kumulativ, mehr als kompensieren kann man die Erschwernis jedoch nicht. Man kann auf diesem Weg also keine Boni auf die [[Lernprobe]] erzielen. Die grundlegende Technik jedes [[Wege]]s erlaubt jedoch einen Bonus auf die [[Magieprobe]] zu erlangen. Dies kann auch zum Erlernen neuer [[Techniken]] genutzt werden. | ** Diese beiden Möglichkeiten sind zwar kumulativ, mehr als kompensieren kann man die Erschwernis jedoch nicht. Man kann auf diesem Weg also keine Boni auf die [[Lernprobe]] erzielen. Die grundlegende Technik jedes [[Wege]]s erlaubt jedoch einen Bonus auf die [[Magieprobe]] zu erlangen. Dies kann auch zum Erlernen neuer [[Techniken]] genutzt werden. | ||
Version vom 1. Februar 2020, 20:30 Uhr
Kampftechniken sind eine Form der Transzendenzmagie, die es dem geübten Anwender erlaubt aufgrund seines Einklangs mit einem bestimmten Kampfstil übernatürliche Effekte mit seiner Waffe oder den bloßen Händen hervorzurufen. An diesem Punkt beginnt bereits die Unterscheidung zweier Herangehensweisen in den Kampftechniken, nämlich Waffenkunst und Kampfkunst. Die Kampfkunst ist die ursprüngliche Form der Kampftechniken und basiert auf verschiedenen waffenlosen Kampfstilen. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit die Waffenkunst, welche die gleichen oder ähnliche Effekte im Zusammenspiel mit bestimmten Waffen erzielt. Die große Schnittmenge zwischen beiden Herangehensweisen erlaubt jedoch diese gleich zu handhaben.
Hintergrund
In der Welt von Iuna liegt der Ursprung der Kampftechniken auf dem östlichen Kontinent La'Tien, über dessen Grenzen hinaus sie kaum bekannt sind. Dies liegt vor allem daran, dass die Lehre dieser Techniken strengen Traditionen und Regeln unterliegt. Diese Traditionen sind jedoch keineswegs einheitlich. Tatsächlich gibt es verschiedene Philosophien, die sich auf den in La'Tien bekannten dreizehn großen Sternbildern („Seiza“) und den ihnen assoziierten Energien und Eigenschaften begründen. Diesen Philosophien entsprangen Organisationen und Bewegungen, welche es sich zur Aufgabe machten ihre Art von Kampftechnik zu lehren und weiter zu entwickeln. Dies geschah und geschieht teils in Kooperation, teils in Rivalität.
Die Waffenkunst („Bukido“) wird in den dreizehn Kampfschulen („Daigaku“) gelehrt, Organisationen welche direkt nach den Symbolwesen der dreizehn Sternbildern benannt sind und im Laufe der Geschichte zum Teil maßgeblichen politischen Einfluss erlangt haben. Die Waffenkunst strebt die Einheit des Kämpfers mit seiner, für die jeweilige Daigaku typischen, Waffe an. Dies umfasst die Perfektion ihrer Handhabung, die Verinnerlichung der spirituellen Prinzipien und die vollendete Disziplin des Kämpfers. Diese dreizehn verschiedenen Ansätze werden auch als Wege der Waffenkunst bezeichnet. Jede Kampfschule wird von mehreren Familien geleitet, deren Niederlassungen („Dojos“) meist auf verschiedene Städte innerhalb des eigenen Einflussbereiches verteilt sind. Zwar gibt es auch vereinzelte ausgelagerte Dojos, welche die Kampfschule dann in anderen Regionen repräsentieren, doch haben sie dort kaum gesellschaftlichen und politischen Einfluss. Hauptaugenmerk der Schulen liegt seit jeher auf der Ausbildung loyaler und durch Eid an die Daigaku gebundener Kämpfer („Gimo-o-Bushi“), welche der Schule dann im eigenen Auftrag oder im Dienste anderer Ruhm und Reichtum bringen sollen. Allerdings haben sich die Daigaku im Laufe der Geschichte auch anderer Aufgaben und Ausbildungen angenommen, die im Einklang mit ihrer Philosophie stehen.
Die oberste Instanz einer Daigaku wird stets als Großer Lehrmeister („Ajari“) bezeichnet. Die weitere Hierarchie ist jedoch von Kampfschule zu Kampfschule unterschiedlich. Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten in einer Daigaku angenommen und unterrichtet zu werden: Entweder ist man Teil einer der leitenden Familien, wodurch man das Anrecht auf die kostenfreie Ausbildung in einem der zugehörigen Dojos hat. Im Gegenzug wird natürlich Treue zur Familie und Bereitschaft zum künftigen Dienst als Lehrmeister („Dai“) oder in anderer leitender Position erwartet. Oder man hat gute Beziehungen, beispielsweise als Sprössling adliger oder zumindest wohlhabender Eltern. Gegen eine ausstehende Gefälligkeit in hohen Kreisen oder eine großzügige Spende kann eine Ausbildung in einem Dojo der Daigaku begonnen werden. Auf diesem Wege kommt der gesellschaftliche und politische Einfluss der Kampfschulen zustande. Tiefgang und Dauer der Ausbildung sind dann jedoch von der zu erwartenden Loyalität eines solchen Schülers abhängig. Die dritte Möglichkeit ist angeborenes Talent und die Entscheidung sich der Daigaku auf Lebenszeit zu verpflichten. Die darauf hin folgende fundierte Ausbildung kann auch jemandem aus armen Verhältnissen ein gutes Leben sichern, insofern sein Talent tatsächlich entdeckt wird. In seltenen Fällen kommt es auch vor, dass besonders talentierte und pflichtbewusste Absolventen durch Adoption oder Heirat in den Kreis der Familie aufgenommen werden. Die Zugehörigkeit zu einer Daigaku ist also in vielerlei Beziehung bindend und damit exklusiv: Ein Absolvent einer Kampfschule wird allein schon aus Gründen der Geheimhaltung und Konkurrenz, und viel mehr noch aufgrund der erwarteten Loyalität keine Möglichkeit erhalten bei einer weiteren Daigaku unterzukommen und zu lernen. Zwar gab es in der Vergangenheit Fälle in denen Geld, Beziehungen oder Täuschung zu einer doppelten Ausbildung geführt haben, doch die Daigaku sind aufs Äußerte bestrebt, dass dies Einzelfälle bleiben.
Die Kampfkunst („Kakutōgi“) könnte was den weltlichen Aspekt angeht unterschiedlicher kaum sein, wenn man bedenkt, dass sie der spirituelle Ursprung der Waffenkunst ist. Hier findet man keine Organisationen mit komplexen Hierarchien und politischen Ambitionen, sondern vielmehr philosophische Bewegungen, welche den Einklang von Körper und Seele, Selbsterkenntnis und die Perfektion des waffenlosen Kampfes durch die traditionellen Lehren anstrebt. Anders als beim Bukido bildet hier also nicht die Waffe sondern der Kämpfende selbst das Zentrum der Philosophie. Dennoch existieren auch hier dreizehn Wege der Kampfkunst. Diese sind nach den Eigenschaften oder kosmischen Energien benannt, die den dreizehn Sternbildern zugeschrieben werden. Der waffenlose Kampf wird in einem für den Weg charakteristischen Stil praktiziert. Diese dreizehn waffenlosen Kampfstile werden auch unabhängig vom Kakutōgi in ganz La'Tien gelehrt, viele betrachten sie aber lediglich als sportliche oder meditative Aktivität. Die tatsächlichen tiefergehenden Lehren sind nur wenigen bekannt und werden von Lehrmeistern („Sennin“ oder „Asanga“) an Schüler weitergegeben, deren Herkunft und Status ohne Bedeutung sind, solange sie fähig, willens und würdig sind unterrichtet zu werden. Die unterschiedlichen Bezeichnungen der Lehrmeister begründet sich auf ihrer Lebensweise: Sennin leben als Eremiten oder Wanderer, wartend auf oder suchend nach jenen, die ihre Lehren empfangen wollen. Asanga hingegen leben in den Klöstern von Yunann, dem südlichsten Lande La'Tiens, und sind in deren Hierarchien integriert. Dies ist jedoch mehr eine relative Kennzeichnung, denn die Übergänge sind fließend. So kann ein Sennin auf Wanderschaft in den Wintermonaten Unterkunft in einem Kloster oder einem Schrein suchen und als Gegenleistung Unterricht geben. Doch genauso gut könnte ein Asanga einen spirituellen Ort jenseits der Zivilisation entdecken und sich erschließen dort für einige Zeit in Einsamkeit zu verweilen. Ein Schüler, der seine Ausbildung beendet hat wird in Hikuni als als Kampfmönch („Inkyo no Kokoro“, wörtlich „Mönch des Herzens“) bezeichnet.
Die Tatsache dass von Seiten der Lehrmeister, im Gegensatz zu den Daigaku, keine Ambition nach gesellschaftlichem oder politischem Einfluss besteht führt dazu, dass sie ihre Schüler oftmals dazu ermutigen mehr als einen Weg zu erlernen. Die Einsichten und das innere Gleichgewicht, das man durch das Beschreiten mehrerer Wege erreichen kann, stehen in dieser Lehre in keiner Relation zu etwaigem Stolz auf den eigenen Weg, sodass die Beschränkung auf einen einzigen geradewegs töricht erscheint. Natürlich setzt dies immer noch die rechte Eignung voraus und oftmals spricht ein Lehrmeister eine direkte Empfehlung aus. Dieser gravierende Unterschied im Umgang mit den Geheimnissen der Kampftechniken war einigen Daigaku in der Vergangenheit ein Dorn im Auge. Insbesondere die Befürchtung, dass andere Kampfschulen aus den ursprünglichen Techniken des Kakutōgi neue Waffentechniken entwickeln, könnten, welche den eigenen Konkurrenz machen, hat dazu geführt, dass es heute von zwei Wegen der Kampfkunst keine Lehrmeister mehr gibt, dem Weg der Dunkelheit und dem Weg der Stärke. Sie wurden entweder davon überzeugt in den Dienst der jeweiligen Kampfschule zu treten, nämlich der Schule des Skorpions und Schule des Löwen, oder ihre Lehrtätigkeit einzustellen. Düstere Gerüchte behaupten, dass man sich jenen, die diese Bedingungen ausschlugen, auf andere Weise entledigte.
Zugang zu Kampftechniken (Klassenfähigkeit)
Überklasse: transzendent
Art: Klassenfähigkeit
XP-Kosten: 1.000 XP × transzendenter Kostenfaktor
Voraussetzung: Summe der drei relevanten Bezugsattribute ST-Zä, WA-In und PE-Ch beträgt 2; {Meditation} auf SW 2; charakteristische Waffenspezialisierung auf SW 2; Wahl eines Wegs der Kampftechnik, wodurch sich charakteristische Waffen bzw. erforderlicher Waffenloser Kampfstil ergeben
Lernaufwand: 3-4 (1W2+2) Jahre; Unterweisung erforderlich
Auswirkung:
- Der Charakter erhält Zugang zu einer Domäne, im Falle der Kampftechniken einem bestimmten Weg der Kampfkunst oder einem Weg der Waffenkunst. Alle existenten Techniken sind einem dieser Wege zugeordnet. Im Falle der Waffenkunst bleibt es aufgrund der Exklusivität der Kampfschulen zwangsläufig bei einem einzelnen Weg. Anwender der Kampfkunst können bei der Charaktererschaffung noch weitere Wege erschließen, im weiteren Spiel ist dies erst wieder nach beträchtlichem Lernaufwand möglich. Andererseits wäre es jedoch auch sehr ungewöhnlich, dass ein Anfänger bereits mehr als zwei Wege beherrscht.
- Im erschlossenen Weg hat der Charakter einen Rang von 1. Der Rang ist fester Bestandteil der Magieprobe und entscheidet maßgeblich, ob eine Technik gelingt oder nicht. Er kann bis zu einem Maximum von 10 gesteigert werden. Die Spezialisierung {Meditation} sowie eine charakteristische Waffenspezialisierung fungieren als Leitkompetenzen und setzen dieser Steigerung eine Obergrenze: Der Rang kann höchstens [Summe der SW der Leitkompetenzen - 3] betragen. Neben der Verbesserung des Probewertes zum Wirken bringt der Schulenrang bei bestimmten Schwellenwerten besondere Vorteile.
- Zudem kennt der Charakter automatisch die grundlegende Technik seines Weges. Diese ist im Vergleich zu anderen Techniken, mit dem äquivalenten Grad III, bereits ziemlich anspruchsvoll und stellt damit Einstiegshürde und Eignungstest zugleich dar. Der äquivalente Grad einer Technik beschreibt sehr allgemein deren Macht im Vergleich zu arkaner oder klerikaler Magie. Die Grade der Magie, stets in römischen Zahlen angegeben, reichen von I bis X, wobei manche niederen Techniken auch einem Grad 0 entsprechen. Bei der Charaktererschaffung können auch weitere Techniken der zugänglichen Wege erlernt werden.
- Zum Wirken seiner Techniken verfügt der Charakter anfänglich über zwei Magiepunkte, die im Kontext der Kampftechniken als „Chi“ bezeichnet werden. Optional kann der SL auch die latenten Magiepunkte des Charakters als Ausgangswert festlegen. Das Chi kann im weiteren Spiel durch stete Übung gesteigert werden.
- Aufgrund der langen und harten Ausbildungsjahre erhält der Charakter zudem die Klassenfähigkeit „Trainingsdiziplin“ auf der Anfänger-Stufe, ohne dafür weitere XP aufwenden zu müssen.
- Der Charakter erhält fortan einen Bonus von +25% auf seine transzendenten Klassenprozente, wenn es darum geht jedweden an diese Überklasse gebundenen magischen Gegenstand zu benutzen.
- Außerdem erhält ein Anwender der Waffenkunst eine charakteristische Waffe seiner Kampfschule, ohne dafür Geld aufwenden zu müssen. Im Falle besonderes teurer Waffen kann der SL dennoch einen Teil der Kosten einfordern.
Neuen Weg erschließen
Überklasse: transzendent
Art: Klassenfähigkeit
XP-Kosten: [500 + (erschlossene Wege × 300)] XP × transzendenter Kostenfaktor
Voraussetzung: Zugang zu Kampftechniken; charakteristische Waffenspezialisierung auf SW 2
Lernaufwand: 90 Lernpunkte / 1 Lernprobe pro Tag; Unterweisung erforderlich
Beschreibung: Alle existenten Techniken sind einem bestimmten Weg der Kampfkunst oder einem Weg der Waffenkunst zugeordnet. Diese richten sich nach dreizehn Sternzeichen bzw. den mit ihnen assoziierten Eigenschaften und kosmischen Energien. Im Normalfall kann ein Anwender der Waffenkunst aufgrund der Exklusivität der Kampfschulen nur einen einzigen Weg erschließen. Es gab jedoch auch durchaus schon Einzelfälle, in denen Geld, Beziehungen oder Täuschung zum Erschließen eines weiteren Weges geführt haben. Anwender der Kampfkunst hingegen werden sogar dazu angehalten ihren spirituellen Horizont zu erweitern und neue Wege zu erschließen. Dies ist jedoch ein langwieriger und herausfordernder Prozess, der stets unter der Obhut eines Lehrmeisters stattfinden muss.
Auswirkung: Das Erschließen eines neuen Weges ist eine grundlegende Erweiterung des eigenen spirituellen Verständnisses und philosophischer Betrachtungsweisen. Dabei ist die Anleitung durch einen Lehrmeister, der den angestrebte Weg ebenfalls beherrscht unerlässlich. Alleine kann der Charakter also keine neuen Weg erschließen. Der Lernvorgang wird mit dem Lernsystem umgesetzt:
- Im Zuge der Ausbildung müssen 90 Lernpunkte gesammelt werden. Die erforderlichen XP werden zu Beginn des Lernvorgangs entrichtet.
- Um Lernpunkte zu erhalten, müssen erfolgreiche Lernproben abgelegt werden. Jeden Tag ist nur eine Lernprobe nach mindestens einer Stunde der Meditation erlaubt. Die Lernprobe entspricht einer Fertigkeitsprobe auf „Kontrolle“ {Meditation} mit einem SG von 25.
- Dieser Schwierigkeitsgrad kann durch die Umgebung um bis zu ±5 modifiziert werden. Eine ruhiger Ort mit adäquater spiritueller Energie, an dem sich der Charakter ohne Ablenkungen der neuen philosophischen Herangehensweise widmen kann, wie es beispielsweise in einem entsprechenden Dojo oder Kloster der Fall sein sollte, mindert den SG um -5. Ist der Charakter jedoch durch weltliche Umstände abgelenkt oder befindet sich in unpassender Umgebung, wird der SG um +5 erhöht.
- Für jede weitere Stunde des Studiums kann der SG zusätzlich um -1 gemindert werden, bis hin zu einem minimalen SG von 15.
- Die Lernprobe ist ein offener Probewurf. Bei Erfolg erhält der Charakter einen Lernpunkt. Erreicht er ein Vielfaches des geforderten SG, erhält er auch entsprechend viele Lernpunkte durch diese Lernprobe.
- Das Scheitern einer Lernprobe hat keine negativen Konsequenzen, abgesehen vom ausgebliebenen Fortschritt.
- Die Lernproben müssen daher auch nicht an aufeinanderfolgenden Tagen abgelegt werden. Der Charakter kann sich soviel Zeit lassen wie notwendig.
- Sobald die erforderlichen 90 Lernpunkte gesammelt sind, steigt der Rang des neu erschlossenen Weges auf 1.
- Der Charakter beherrscht nun die grundlegende Technik dieses Weges („Lehre des/der...“) und kann sie gemäß der normalen Regeln anwenden. Es ist kein separater Lernvorgang notwendig.
- Im Folgenden steht es ihm frei weitere Techniken des neuen Weges zu erlernen. Aufgrund des passiven Nutzens aller grundlegenden Techniken wird dies auch meist umgehend angegangen.
Abgesehen von den erwähnten gesellschaftlichen Einschränkungen, gibt es keine Begrenzung dafür zu wie vielen Wegen ein Anwender der Kampftechniken Zugang erhalten kann.
Neue Techniken erlernen
Überklasse: transzendent
Art: Klassenfähigkeit
XP-Kosten: [(äquivalenter Grad der Technik + 1) × 100] XP × transzendent Kostenfaktor
Voraussetzung: Zugang zu Kampftechniken; Zugang zu einem Weg, der die angestrebte Technik enthält; individuelle Voraussetzungen der Technik
Lernaufwand: [SG der Technik] Lernpunkte / 1 Lernprobe pro Tag; Unterweisung erforderlich
Beschreibung: Techniken sind magische Effekte mit festgelegter Wirkung, dem Anwender erlauben mit Hilfe seiner Waffe oder seines eigenen Körpers übernatürliche Dinge zu vollbringen. Dabei nutzt er seine innere Kraft, sein „Chi“, welches er aus dem Einklang mit seiner Waffe oder seinem Kampfstils schöpft. Die Wirkungen von Techniken sind größtenteils auf den Kampf ausgelegt. Dieser Umstand ist bei der Waffenkunst rein historisch bedingt stärker ausgeprägt als bei der ursprünglicheren Kampfkunst, welche im Vergleich mehr Techniken mit universellem Nutzen bietet. Jede Technik hat individuelle Voraussetzungen, die zum Erlernen erfüllt werden müssen. Neben gewisse Attributswerten ist die Kenntnis mindestens einer anderen, meist einfacheren Technik immer Teil der Voraussetzung. Die Techniken eines Weges lassen sich also als Talentbaum darstellen, ein fließendes Entwicklungsschema, an dessen Anfang stets die grundlegende Technik eines Weges steht („Lehre des/der...“). Auch dies zeigt wieder, dass die Kampftechniken als ein System der Abhängigkeit entwickelt wurden, bei dem die Wahrung von Geheimnissen und Weitergabe von Einsichten eine entscheidende Rolle spielen.
Auswirkung: Das Erlernen einer Technik ist eine Weiterentwicklung des eigenen Verständnisses des gewählten Wegs. Dabei ist die Anleitung durch einen Lehrmeister, der die angestrebte Technik ebenfalls beherrscht unerlässlich. Alleine kann der Charakter also keine neue Technik erlernen. Der Lernvorgang wird mit dem Lernsystem umgesetzt:
- Um eine neue Technik zu erlernen muss der Charakter insgesamt [SG der Technik] Lernpunkte sammeln. Die erforderlichen XP werden zu Beginn des Lernvorgangs entrichtet.
- Um Lernpunkte zu erhalten, müssen erfolgreiche Lernproben abgelegt werden. Jeden Tag ist nur eine Lernprobe nach einer Stunde Meditation und Kampfübung erlaubt. Diese entspricht der Magieprobe zur Anwendung der angestrebten Technik, allerdings ist der SG um +5 erhöht.
- Bestimmte Umstände erlauben es diese Erschwernis aufzuheben:
- Jede weitere Stunde, die der Charakter mit Meditation und Kampfübungen verbringt mindert die Erschwernis um -1. Bei insgesamt 6 Stunden Meditation ist die Erschwernis also völlig negiert.
- Kümmert sich der Lehrmeister ausschließlich um den Charakter, anstatt beispielsweise eine ganze Gruppe zu unterweisen, wird die Erschwernis um -[Rangdifferenz : 2] (aufgerundet) gemindert. Handelt es sich bei diesem Lehrmeister um jemanden, der zwar die angestrebte Technik beherrscht, jedoch den gleichen oder gar einen niedrigeren Rang im betreffenden Weg aufweist, wird die Erschwernis zwar nicht gemindert, aber immerhin darf der Charakter die Technik überhaupt erlernen.
- Diese beiden Möglichkeiten sind zwar kumulativ, mehr als kompensieren kann man die Erschwernis jedoch nicht. Man kann auf diesem Weg also keine Boni auf die Lernprobe erzielen. Die grundlegende Technik jedes Weges erlaubt jedoch einen Bonus auf die Magieprobe zu erlangen. Dies kann auch zum Erlernen neuer Techniken genutzt werden.
- Die Lernprobe ist ein offener Probewurf. Bei Erfolg erhält der Charakter einen Lernpunkt. Erreicht er ein Vielfaches des geforderten SG, erhält er auch entsprechend viele Lernpunkte durch diese Lernprobe.
- Das Scheitern einer Lernprobe hat keine negativen Konsequenzen, abgesehen vom ausgebliebenen Fortschritt.
- Die Lernproben müssen daher auch nicht an aufeinanderfolgenden Tagen abgelegt werden. Der Charakter kann sich soviel Zeit lassen wie notwendig.
- Sobald die erforderlichen [SG der Technik] Lernpunkte gesammelt sind, beherrscht der Charakter die Technik und kann sie gemäß den folgenden Regeln anwenden und als Voraussetzung für weitere Techniken geltend machen.
Anwendung der Kampftechniken
Der Charakter kann die ihm bekannten Techniken jederzeit und ohne Vorbereitung wirken. Dabei muss eine Magieprobe gegen den SG der Technik abgelegt werden. Gelingt diese, tritt der Effekt der Technik wie gewünscht in Kraft und es fallen die üblichen Magiepunkte-Kosten an. Nutzt der Charakter beispielsweise einen Technik mit äquivalentem Grad III, verbraucht dies 6 Chi. Bei einem Scheitern der Magieprobe fallen immerhin noch die Hälfte der eigentlichen Kosten an, in diesem Beispiel also 3 Chi.
Bei Techniken kommt es häufiger vor, dass sie zusammen mit bestimmten anderen Aktionen durchgeführt werden müssen. So könnte eine Technik beispielsweise im Zuge eines Angriffs oder einer Bewegung eingesetzt werden. Der Aufwand der Technik richtet sich dann nach der betreffenden Aktion, und sollte diese für einen Charakter mehr oder weniger AP kosten als üblich, dann gilt das auch für die Technik. Bezüglich der Initiative muss beachtet werden, dass das Wirken einer Technik stets eine spirituelle Aktion ist. Ist eine Technik also mit einem Angriff verbunden, gilt der spirituelle Initiativmodifikator, nicht der physische, wie es sonst bei einem Angriff der Fall wäre.
Ergänzungen und Sonderfälle
Aneignung
Theoretisch ist es einem Anwender der Kampftechniken möglich sowohl Wege der Kampfkunst als auch der Waffenkunst zu erlernen. Die grundlegenden Voraussetzungen und magischen Prinzipien sind gleich, weshalb sich beide Herangehensweisen nicht ausschließen. Natürlich muss der Charakter dann sowohl die erforderlichen Waffen als auch waffenlosen Kampfstile beherrschen. In der Praxis kommt eine solche Kombination jedoch viel seltener vor, als man denken mag. Dies hat jedoch rein gesellschaftliche und ideologische Gründe, die bereits zuvor diskutiert wurden.